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Rat
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Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 14. Juni 2007
Die Sitzung in einer Minute
Die Sitzung reichte von zusätzlichen Millionen für ein bereits laufendes Kulturprojekt bis zu neuen Investitionen in Bildung und Verkehrssicherheit. Während Schule und Rheinalleetunnel ohne Debatte beschlossen wurden, entzündeten sich politische Konflikte vor allem an den Mehrkosten der Oper und an der Kalkulation der Rettungsdienstgebühren.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
Sanierung der Deutschen Oper am Rhein - Mehrkostenbeschluss -
Der Rat stellte für die Sanierung der Deutschen Oper am Rhein überplanmäßig weitere 5,358 Millionen Euro bereit. Damit betrugen die neuen Gesamtkosten bis zu 30,704 Millionen Euro beziehungsweise einschließlich der bereits ausgeführten Bühnenbeleuchtung bis zu 34,987 Millionen Euro.
Die SPD kritisierte Verzögerungen, Planungsprobleme und die Kostenkontrolle, stimmte den zusätzlichen Mitteln aber zu. Der Oberbürgermeister verwies unter anderem auf Preisrisiken bei Stahl und einzelnen Gewerken. Krüger, Kahl und Laubenburg stimmten dagegen; Lemmer enthielt sich, alle übrigen genannten Fraktionen und Ratsmitglieder stimmten zu.
Der Beschluss band erhebliche zusätzliche Haushaltsmittel an die Fertigstellung der Oper. Zugleich machte die Debatte das Projektmanagement städtischer Bauvorhaben zum politischen Konfliktthema.
Vorlage 60/079/07 · Nachweis: TOP 21, PDF-Seite 65
Lore-Lorentz-Schule, Berufskolleg, Schloßallee 14, Ersatzneubau - Bau- und Finanzierungsbeschluss -
Der Rat beschloss den Ersatzneubau der Lore-Lorentz-Schule an der Schloßallee 14 in Eller. Für das Berufskolleg waren Gesamtkosten von 5,6 Millionen Euro vorgesehen.
Es gab weder Wortmeldungen noch Berichterstattungswünsche. Der Beschluss fiel ohne Gegenstimme und ohne Enthaltung.
Die Entscheidung gab ein konkretes Schulbauprojekt mit einem Millionenbudget frei und betraf unmittelbar den Standort des Berufskollegs in Eller.
Vorlage 60/047/07 · Nachweis: TOP 18, PDF-Seite 30
Umsetzung des neuen Brandschutz- und Sicherheitskonzeptes im Rhein- alleetunnel gemäß RABT 2006 - Bau- und Finanzierungsbeschluss -
Der Rat beschloss, das neue Brandschutz- und Sicherheitskonzept im Rheinalleetunnel für insgesamt brutto 3,05 Millionen Euro umzusetzen. Zusätzlich genehmigte er überplanmäßige Verpflichtungsermächtigungen von 1,15 Millionen Euro.
Die Vorlage wurde ohne Wortmeldungen behandelt. Es gab weder Gegenstimmen noch Enthaltungen.
Mit dem Beschluss erhielt eine konkrete Sicherheitsmaßnahme an wichtiger Verkehrsinfrastruktur ihre finanzielle Grundlage.
Vorlage 66/037/07 · Nachweis: TOP 22, PDF-Seite 30
Fortschreibung des Rettungsdienstbedarfsplans sowie 1. Änderung der Gebührentarife zur Gebührensatzung über die Inanspruchnahme des Rettungsdienstes der Landeshauptstadt Düsseldorf vom 15.12.2005
Der Rat schrieb den Rettungsdienstbedarfsplan von 2003 für weitere vier Jahre bis 2011 fort. Außerdem beschloss er die erste Änderung der Gebührentarife für die Inanspruchnahme des städtischen Rettungsdienstes auf Grundlage der Gebührenbedarfsberechnung.
Laubenburg (Linke/LL) fragte nach dem Verbleib der Rettungswache Kronprinzenstraße, verkürzten Abschreibungszeiten für Fahrzeuge und den Folgen der Tarife für Vereine. Er verwies dabei auf einzelne Erhöhungen zwischen 10 und 22 Prozent sowie auf eine Kostensteigerung von 1,8 Prozent. Kahl und Laubenburg stimmten gegen die Vorlage; Enthaltungen gab es nicht.
Der Beschluss regelte zugleich die Bedarfsplanung eines zentralen kommunalen Dienstes und dessen Gebühren. Die Debatte zeigte den Konflikt zwischen Kostenkalkulation und Belastungen einzelner Nutzergruppen.
Vorlage 70/012/07 · Nachweis: TOP 37, PDF-Seite 73
Satzung "Düsseldorfer Jugendparlament"
Der Rat beschloss die Satzung für ein zunächst als Jugendparlament vorgeschlagenes Beteiligungsgremium, änderte dessen Namen jedoch in Jugendrat. Vorgesehen waren 31 gewählte Düsseldorfer Jugendliche mit Stimmrecht, mindestens eine Person aus jedem Stadtbezirk, sowie beratende Vertretungen der Ratsfraktionen; die Verwaltung wurde mit der Wahl beauftragt.
CDU und FDP brachten Änderungen zu Bezeichnung, Aufgaben, Zusammensetzung und Wahlverfahren ein, die in den endgültigen Beschluss einflossen. Gegen die geänderte Satzung stimmte niemand; Volkenrath enthielt sich.
Die Satzung schuf eine dauerhafte kommunalpolitische Vertretungsstruktur für Jugendliche und regelte erstmals verbindlich ihre Wahl und Zusammensetzung.
Vorlage 01/157/07 · Nachweis: TOP 12, PDF-Seite 57
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
Die Karte zeigt den Sitzungsort. Weitere konkrete Adressen wurden nicht zuverlässig extrahiert.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.