Ratssitzung · Sitzung beendet
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Ratssitzung · Sitzung beendet
Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 3. Februar 2022
Die Sitzung in einer Minute
Die Sitzung reichte von der unmittelbaren Pandemielage bis zu langfristigen Entscheidungen über Verkehr, Immobilien und öffentliche Räume. Konflikte bestanden vor allem bei der Lage und Wirkung des geplanten P+R-Parkhauses sowie bei der Unterstützung einer Schule in freier Trägerschaft; andere Vorhaben wurden trotz Detailfragen breit getragen.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
Aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie
Der Rat nahm den Bericht zur Corona-Pandemie zur Kenntnis. Nach der Abarbeitung eines Rückstaus von rund 16.000 Meldungen wurden etwa 30.000 Infizierte, eine Sieben-Tage-Inzidenz von 2.162,4 und 260 infizierte Krankenhauspatientinnen und -patienten gemeldet, darunter 19 Beatmete.
Auf den Bericht folgte nach den dokumentierten Passagen keine Aussprache und keine Abstimmung. Der Rat nahm die Informationen zur Kenntnis.
Die Zahlen beschrieben die Größenordnung der damaligen Infektionslage und die Belastung von Kliniken, Gesundheitsamt, Teststellen und Hotline.
Nachweis: TOP 3, PDF-Seite 10
P+R-Parkhaus am Südpark
Der Rat beauftragte mehrheitlich die Planung eines neuen P+R-Parkhauses am Südpark einschließlich Bedarfsanalyse, Betriebskonzept und Kostenberechnung. Die Größe sollte überprüft werden; zugleich sollten unter anderem die Anbindung an die A 46, der Umgang mit den 250 vorhandenen Stellplätzen, der Baumbestand und weitere P+R-Standorte untersucht werden. Ein Bau- und Finanzierungsbeschluss war damit noch nicht gefasst.
CDU, Oberbürgermeister und Grüne stimmten dafür; SPD, Linke, FDP, AfD, Die Partei-Klima-Fraktion und Tierschutz/Freie Wähler dagegen. Kritisiert wurden insbesondere die Nähe zur Innenstadt, die Verkehrswirkung und die Klimafolgen; die Verwaltung sagte die Prüfung der offenen Standort- und Betriebsfragen zu.
Die Entscheidung leitete eine größere Verkehrsplanung ein, ließ aber Kapazität, Kosten, Finanzierung und konkrete Ausführung ausdrücklich offen.
Vorlage OVA/005/2022/1 · Nachweis: TOP 16, PDF-Seite 25
Antrag der Ratsfraktionen von CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Räume für Kultur, Bildung und Integration übergreifend planen
Die Verwaltung wurde mehrheitlich mit einem Gesamtkonzept für frei werdende Räume beauftragt. Vorgesehen beziehungsweise zu prüfen waren unter anderem VHS und Haus der Kulturen an der Yorckstraße, ein Probenzentrum an der Münsterstraße, Nutzungen an Oberrather Straße und Jahnstraße sowie Flächen am Bertha-von-Suttner-Platz. Das Konzept sollte Zeitplan, Sanierungs- und Umzugskosten, Folgekosten, Zuschussbedarf und Fördermöglichkeiten ausweisen und im dritten Quartal 2022 zur Entscheidung vorgelegt werden.
In der Debatte wurde besonders verlangt, für das Café Eden im Stadtbezirk 6 eine tragfähige Standortempfehlung zu erarbeiten. Der Antrag wurde nach der dokumentierten Ergebnisangabe mehrheitlich beschlossen; eine genaue Aufschlüsselung der Stimmen lag im Material nicht vor.
Die Planung verband mehrere Gebäude und Einrichtungen miteinander. Sie entschied noch keine Umzüge, sollte aber die räumlichen und finanziellen Abhängigkeiten für spätere Einzelbeschlüsse sichtbar machen.
Vorlage RAT/019/2022 · Nachweis: TOP 22.1, PDF-Seite 35
Satzung über ein besonderes Vorkaufsrecht gemäß §25 Baugesetzbuch (BauGB)
Der Rat beschloss die Satzung über ein besonderes Vorkaufsrecht für die in den Unterlagen festgelegten Gebiete. Das Instrument sollte der Stadt bei konkreten Grundstücksverkäufen ermöglichen, bereits beschlossene Planungsziele zu verfolgen.
Die Linke beantragte wegen ungeklärter Details, unter anderem zum Reisholzer Hafen, zunächst eine Beratung im Planungsausschuss; der übrige Rat lehnte die Überweisung ab. Die Satzung wurde anschließend ohne Gegenstimme bei Enthaltung der Linken beschlossen.
Die Satzung erweiterte die Handlungsmöglichkeiten der Stadt in den betroffenen Gebieten. Über die Anwendung wäre jeweils bei einem konkreten Verkaufsfall zu entscheiden gewesen.
Vorlage APS/165/2021 · Nachweis: TOP 21, PDF-Seite 32
Antrag der SPD-Ratsfraktion: Unterstützung der Initiative Demokratische Schule e. V.
Die Verwaltung wurde mehrheitlich beauftragt, die Initiative Demokratische Schule weiterhin bei der Suche nach einem Standort zu unterstützen. Damit wurde weder die Schulgründung genehmigt noch ein Gebäude zugesagt oder reserviert.
SPD, Die Partei-Klima-Fraktion, Grüne, CDU, FDP und Tierschutz/Freie Wähler stimmten zu; die Linke stimmte dagegen. Befürwortende Beiträge verwiesen auf eine vielfältige Schullandschaft und die Bedeutung eines Gebäudes für das weitere Verfahren, während die Linke zusätzliche Schulen in freier Trägerschaft ablehnte und öffentliche Schulen priorisierte.
Die Entscheidung hielt die Standortsuche trotz des voraussichtlichen Wegfalls des zuvor vorgesehenen Gebäudes offen. Die eigentliche Zulassung der Schule lag ausdrücklich nicht beim Rat.
Vorlage RAT/036/2022 · Nachweis: TOP 22.6, PDF-Seite 46
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
Die Karte zeigt den Sitzungsort. Weitere konkrete Adressen wurden nicht zuverlässig extrahiert.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.