Ratssitzung · Sitzung beendet
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Ratssitzung · Sitzung beendet
Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 17. November 2022
Die Sitzung in einer Minute
Die Sitzung reichte von unmittelbar finanzierten Bildungsangeboten über soziale Entlastungsfragen bis zur längerfristigen Stadtentwicklung. Politische Konflikte entzündeten sich vor allem daran, wie die Stadt auf finanzielle Belastungen reagieren und welche Aufgaben kommunale Unternehmen übernehmen sollten.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
Beschlussvorlage zur Herbeiführung eines Ausführungs- und Finanzierungsbeschlusses für das Projekt "Sternwartschule, Im Dahlacker 15, Erhöhung der Zügigkeit um einen Zug zu einer dreizügigen Grundschule (1. Bauabschnitt OGS-Gebäude)
Der Rat beschloss einstimmig die Ausführung und Finanzierung des ersten Bauabschnitts an der Sternwartschule Im Dahlacker 15 für 4,386 Millionen Euro. Für das OGS-Gebäude wurden jährliche Nettofolgekosten von 397.915 Euro angesetzt; zusätzlich stimmte der Rat 296.334 Euro überplanmäßigen Mitteln zu und beauftragte die Verwaltung, einen Finanzierungsbeschluss für einen Mensaneubau für zwei Grundschulen vorzulegen.
Der Beschluss fiel ohne Debatte und einstimmig.
Die Entscheidung finanzierte zusätzliche Kapazitäten für eine dreizügige Grundschule und den ersten Teil der baulichen Erweiterung. Über die Finanzierung der gemeinsamen Mensa sollte der Rat erst mit einer weiteren Vorlage entscheiden.
Vorlage SCHUA/064/2022 · Nachweis: TOP 38, PDF-Seite 27
interfraktioneller Änderungsantrag zur Vorlage RAT/406/2022
Der Rat forderte seine Vertreter:innen im Aufsichtsrat der Rheinbahn auf, sich gegenüber der Geschäftsführung für einen Verzicht auf Strafanzeigen wegen Fahrens ohne gültigen Fahrschein einzusetzen. Das erhöhte Beförderungsentgelt sollte weiterhin zivilrechtlich eingetrieben werden können.
Grüne, SPD und Linke bezeichneten den Verzicht als pragmatische Zwischenlösung und plädierten für eine Entkriminalisierung. Die CDU wollte den bestehenden Straftatbestand weiter anwenden und bewertete die bisherige Praxis der Rheinbahn als maßvoll; CDU und AfD stimmten gegen den mehrheitlich angenommenen Antrag.
Der Rat änderte damit nicht unmittelbar die Praxis, sondern gab den städtischen Aufsichtsratsmitgliedern einen politischen Auftrag. Für betroffene Fahrgäste blieb die finanzielle Forderung ausdrücklich bestehen.
Vorlage RAT/430/2022 · Nachweis: TOP 47.22.1, PDF-Seite 88
Bericht zur Energieversorgung (mündlicher Bericht)
Der Rat nahm den mündlichen Bericht zur Energieversorgung zur Kenntnis. Die Verwaltung meldete für den 16. November 2022 einen deutschen Gasspeicherstand von 99,95 Prozent, bezeichnete die Versorgung als stabil und berichtete über städtische Maßnahmen wie 19 Grad in Büro- und Aufenthaltsräumen sowie ausgeschaltete Gebäudebeleuchtung, soweit sie nicht der Sicherheit diente.
Eine Abstimmung fand nicht statt. In der anschließenden Fragerunde ging es unter anderem um Energieeinsparungen der Wirtschaft und zusätzliches Personal für die Wohngeldbearbeitung; die Verwaltung verwies auf den Austausch mit Wirtschaftsvertreter:innen und ein vorgesehenes Stellenverfahren.
Der Bericht machte deutlich, dass die Stadt trotz stabiler Versorgung an ihren Vorbereitungen auf eine mögliche Gasmangellage festhielt. Vier Arbeitsgruppen befassten sich mit Energie, Beleuchtung, sozialen Hilfen und der Aufrechterhaltung des Dienstbetriebs.
Nachweis: TOP 11, PDF-Seite 14
Antrag der Ratsfraktion DIE LINKE: Stadtsparkassen-Girokonto: Gebührenbefreiung für Düsselpassinhaber:innen
Der Rat lehnte den Antrag ab, die städtischen Mitglieder im Verwaltungsrat der Stadtsparkasse zu Gesprächen über gebührenfreie Girokonten für Düsselpassinhaber:innen aufzufordern. In der Debatte wurde der mögliche Minderertrag der Sparkasse mit 300.000 Euro monatlich beziehungsweise 3,6 Millionen Euro jährlich beziffert.
Die Linke begründete den Vorstoß mit einer Entlastung einkommensschwacher Haushalte. CDU und SPD verwiesen auf Kosten der Kontoführung und Einbußen für die Sparkasse; die SPD hielt zudem den Verwaltungsrat für den falschen Ansprechpartner. Für den Antrag stimmten Die Linke, Die Partei-Klima-Fraktion und Tierschutz/Freie Wähler, die übrige Mehrheit lehnte ihn ab.
Damit erteilte der Rat keinen Auftrag, eine besondere Gebührenbefreiung für Düsselpassinhaber:innen zu verhandeln. Die Abstimmung zeigte den Konflikt zwischen gezielter sozialer Entlastung und den finanziellen sowie organisatorischen Einwänden der Sparkasse.
Vorlage RAT/405/2022 · Nachweis: TOP 47.21, PDF-Seite 86
Perspektivenworkshop Nr. 04/003 - Südlich Oberlöricker Straße -
Der Rat nahm das Ergebnis des Perspektivenworkshops für das Gebiet südlich der Oberlöricker Straße zur Kenntnis und beschloss die Vorbereitung eines städtebaulichen Wettbewerbs. Vorgesehen wurden unter anderem Wohnraum für junge Familien, Entwicklungsmöglichkeiten für Sportvereine und das Haus Lörick, nutzbare Grünflächen sowie die Speicherung von Niederschlägen; zusätzlich bewilligte der Rat 160.000 Euro überplanmäßige Mittel.
Eine Debatte fand nicht statt. AfD und Tierschutz/Freie Wähler stimmten gegen die Vorlage, die übrige Mehrheit dafür.
Der Beschluss schuf noch kein Baurecht, legte aber Anforderungen für das weitere Planungsverfahren fest. Dabei sollten Wohnungsbau, Vereinsflächen, Freiraum und ökologische Vorgaben gemeinsam behandelt werden.
Vorlage APS/090/2022/1 · Nachweis: TOP 21, PDF-Seite 21
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
Die Karte zeigt den Sitzungsort. Weitere konkrete Adressen wurden nicht zuverlässig extrahiert.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.
Verknüpfte Anträge, Anfragen und Verwaltungsvorlagen mit eigenständigen Detailseiten.