Ratssitzung · Sitzung beendet
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Ratssitzung · Sitzung beendet
Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 10. April 2025
Die Sitzung in einer Minute
Die Sitzung reichte von einer unmittelbar finanzierten Bildungsinvestition bis zu Planungs- und Verhandlungsaufträgen für langfristige Stadtentwicklung. Konflikte entzündeten sich vor allem an der Kontrolle über das Glasmacherviertel, an Flächen- und Baumverlusten südlich der Haroldstraße sowie am Umgang mit dem RRX-Ausbau.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
Beschlussvorlage zur Herbeiführung eines Ausführungs- und Finanzierungsbeschlusses für das Projekt „Ersatzneubau der GGS Selma-Lagerlöf und der KGS Hermann-Gmeiner am Standort Schillstraße 7“
Der Rat beschloss den Ersatzneubau der Gemeinschaftsgrundschule Selma-Lagerlöf und der Katholischen Grundschule Hermann-Gmeiner an der Schillstraße 7. Einschließlich einer neuen Einfeld-Sporthalle, Ausstattung und Inventar waren 38,98 Millionen Euro vorgesehen; hinzu kamen jährliche Folgekosten von 2.097.676 Euro.
Die Vorlage wurde ohne Debatte einstimmig beschlossen.
Damit finanzierte der Rat zwei Schulstandorte und eine Sporthalle in einem gemeinsamen Bauprojekt. Zugleich legte er sich auf dauerhaft anfallende Folgekosten fest.
Vorlage SCHUA/012/2025 · Nachweis: TOP 19, PDF-Seite 34
Änderungsantrag der SPD-Ratsfraktion zur Vorlage RAT/139/2025
Die Verwaltung wurde beauftragt, mit der LEG über einen Ankauf des Glasmacherviertels durch die Stadt oder ein Konsortium mit städtischer Beteiligung zu verhandeln; ein Kauf selbst wurde noch nicht beschlossen. Außerdem sollte sie eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme forcieren, kurzfristig den Wert ermitteln, den vorausgegangenen Share-Deal rechtlich prüfen und dem Rat am 10. Juli 2025 berichten. In der Debatte wurde ein Potenzial von 1.500 Wohnungen genannt.
Die grundsätzliche Ankaufslösung fand Zustimmung aller genannten Fraktionen. Die Erweiterung um ein Konsortium trugen Grüne, CDU, FDP, AfD und Tierschutz/Freie Wähler; die Linke enthielt sich, SPD und Die Partei-Klima-Fraktion stimmten dagegen. Der SPD-Antrag, der Stadt in einem Konsortium jederzeit das Entscheidungsrecht zu sichern, wurde gegen die Stimmen der SPD abgelehnt.
Der Beschluss eröffnete der Stadt mehrere Wege, auf eine große potenzielle Wohnbaufläche Einfluss zu nehmen. Offen blieben Kaufpreis, Partner, Eigentumsmodell und die tatsächliche Bebauung.
Vorlage RAT/141/2025 · Nachweis: TOP 26.7.1.1, PDF-Seite 72
Rhein-Ruhr-Express Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt 3.1 (D-Kalkum – D-Angermund)
Für den RRX-Abschnitt zwischen Kalkum und Angermund beauftragte der Rat die Verwaltung, eine rechtliche Grundlage für eine städtebaulich integrierte und optisch hochwertige Gestaltung der Lärmschutzwände zu schaffen. Zunächst sollte sie eine außergerichtliche Einigung mit der DB InfraGO AG suchen; falls diese scheiterte, sollte sie fristgerecht gegen den Planfeststellungsbeschluss vom 5. März 2025 klagen.
In der Debatte stritten CDU und FDP über die frühere Tunnelstrategie und den Zeitpunkt, zu dem der Fokus auf die Lärmschutzwände hätte gelegt werden sollen. Die Linke, Grünen, CDU, FDP und AfD stimmten für die Vorlage; SPD und Tierschutz/Freie Wähler dagegen.
Die Entscheidung verband den RRX-Ausbau mit kommunalen Gestaltungsansprüchen für Angermund. Sie gab der Verwaltung dafür zunächst einen Verhandlungsauftrag und anschließend eine klare rechtliche Eskalationsstufe.
Vorlage RAT/134/2025 · Nachweis: TOP 28, PDF-Seite 47
Bebauungsplan-Entwurf Nr. 03/034 - Südlich Haroldstraße - Stellungnahmen, Satzung
Der Rat beschloss den Bebauungsplan für das Gebiet zwischen Haroldstraße, Kavalleriestraße, Neusser Straße und der Einfahrtsrampe des Rheinufertunnels als Satzung. Zugleich entschied er über die eingegangenen Stellungnahmen und nahm die während der Beteiligung vorgebrachten Einwände zur Kenntnis.
Tierschutz/Freie Wähler kritisierten unter anderem 1.500 Quadratmeter weniger unversiegelte Fläche und die Fällung von 117 Bäumen. Die Grünen beanstandeten unter anderem Gebäudegröße und Verkehrsfragen. SPD, Oberbürgermeister, CDU, FDP und AfD bildeten die Mehrheit; Die Partei-Klima-Fraktion, Linke, Grüne und Ratsfrau Krüger stimmten dagegen.
Mit dem Satzungsbeschluss setzte der Rat verbindliches Baurecht für ein innerstädtisches Areal. Der Konflikt betraf vor allem die Abwägung zwischen Bebauung, Freiraum, Baumbestand und Verkehr.
Vorlage APS/008/2025 · Nachweis: TOP 12, PDF-Seite 41
Antrag der Ratsfraktionen von CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Prüfauftrag: Möglichkeit einer städtischen Regelung zum Verbot des Verkaufs sowie der Ab- und Weitergabe von Lachgas an Minderjährige
Die Verwaltung wurde beauftragt, eine ordnungsbehördliche Verordnung zu erlassen, die Verkauf, Abgabe und Weitergabe von Lachgas an Minderjährige im Düsseldorfer Stadtgebiet untersagte. Sie sollte zudem Bußgelder und ein Werbeverbot prüfen, Präventionsmaßnahmen untersuchen und sich bei Land, Bund und kommunalen Spitzenverbänden für ein einheitliches Verkaufsverbot einsetzen.
Die FDP kritisierte eine lokale Regelung als mögliches Flickwerk, stimmte dem Anliegen aber zu. In der Debatte wurde neben dem erschwerten Zugang auch eine stärkere Präventionsarbeit gefordert. Der Antrag wurde von allen genannten Fraktionen einstimmig angenommen.
Der Auftrag zielte unmittelbar auf Verkaufsstellen und andere Formen der Weitergabe an Minderjährige. Welche Sanktionen, Werbebeschränkungen und zusätzlichen Präventionsangebote möglich waren, blieb einer Prüfung vorbehalten.
Vorlage RAT/112/2025 · Nachweis: TOP 26.12, PDF-Seite 89
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
Genauer Standort nicht zugeordnet. Die Karte dient nur der Orientierung; es werden keine Ersatzpunkte angezeigt.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.
Verknüpfte Anträge, Anfragen und Verwaltungsvorlagen mit eigenständigen Detailseiten.