Sitzung · Sitzung beendet
Rat
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Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 26. Oktober 2009
Die Sitzung in einer Minute
Die Sitzung war vor allem von der Neuordnung der politischen und institutionellen Arbeit für die Amtsperiode 2009 bis 2014 geprägt. Der deutlichste Konflikt betraf die Beteiligung von Migrantinnen und Migranten: Der Rat entschied sich für einen Integrationsausschuss, ließ dessen konkrete Kompetenzen aber zunächst ungeklärt.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
Bildung eines Integrationsausschusses
Der Rat beschloss einen Integrationsausschuss mit insgesamt 19 Mitgliedern. Zehn Mitglieder sollten vom Rat bestellt, neun nach den Regeln der Gemeindeordnung gewählt werden.
Die Linke warb stattdessen für einen Integrationsrat, in dem die direkt gewählten Migrantenvertreterinnen und -vertreter eine Zweidrittelmehrheit gehabt hätten. Die Verwaltungsvorlage wurde ohne Gegenstimme angenommen; die Linke und ein SPD-Mitglied enthielten sich.
Mit der Zusammensetzung legte der Rat fest, dass die von ihm bestellten Mitglieder im neuen Gremium die Mehrheit hatten. Damit berührte die Entscheidung unmittelbar die politische Beteiligung der Düsseldorfer Migrantinnen und Migranten.
Vorlage 01/310/2009 · Nachweis: TOP 11, PDF-Seite 12
Änderung der Zuständigkeitsordnung der Landeshauptstadt Düsseldorf (ZO)
Der Rat vertagte die Änderung seiner Zuständigkeitsordnung wegen weiteren Beratungsbedarfs. Damit wurden die Aufgaben und Befugnisse des neu gebildeten Integrationsausschusses in dieser Sitzung noch nicht abschließend geregelt.
Die CDU hielt an ihrem Beratungsbedarf fest; die SPD zog daraufhin ihren Änderungsantrag zurück und verlangte eine zeitnahe Regelung. Der Oberbürgermeister warnte vor einer vorübergehenden Zuständigkeitslücke, während in der Debatte auf den Haupt- und Finanzausschuss als Übergangslösung verwiesen wurde.
Der neue Ausschuss bestand damit zunächst ohne abschließend festgelegten Aufgabenbereich. Die Vertagung betraf unter anderem die Behandlung von Fördermitteln für Migrantenverbände.
Vorlage 01/313/2009 · Nachweis: TOP 17, PDF-Seite 28
Bildung der Ausschüsse und Festlegung der Zahl ihrer Mitglieder
Der Rat bildete für die Amtsperiode 2009 bis 2014 insgesamt 17 Fachausschüsse. 16 Ausschüsse erhielten jeweils 19 Mitglieder; der Jugendhilfeausschuss wurde mit 15 Mitgliedern besetzt.
Eine Aussprache fand nicht statt. Beide Beschlussteile wurden ohne Gegenstimmen angenommen; die Linke und die Freien Wähler enthielten sich.
Die Entscheidung legte die Arbeitsstruktur fest, in der Fachthemen vom Haushalt über Schule und Soziales bis zu Verkehr und Umwelt beraten werden sollten.
Vorlage 01/276/2009 · Nachweis: TOP 10, PDF-Seite 12
6. Satzung zur Änderung der Satzung für die Stadtsparkasse Düsseldorf
Der Rat änderte die Satzung der Stadtsparkasse Düsseldorf. Der Verwaltungsrat sollte aus dem vorsitzenden und 14 weiteren Mitgliedern bestehen, der Kreditausschuss entfiel und der Vorstand wurde auf vier Mitglieder festgelegt.
Der Beschluss fiel ohne Wortmeldungen einstimmig.
Die Satzungsänderung ordnete Aufsicht, Vorstand und Vertretungsbefugnisse des städtisch getragenen Kreditinstituts neu.
Vorlage 01/314/2009 · Nachweis: TOP 19, PDF-Seite 29
Aufsichtsrat der Flughafen Düsseldorf GmbH – Ersatzwahl –
Der Rat beauftragte den städtischen Kapitalvertreter, fünf Personen in den Aufsichtsrat der Flughafen Düsseldorf GmbH wählen zu lassen. Vorgesehen waren der Oberbürgermeister sowie zwei Mitglieder der CDU und je ein Mitglied von SPD und Grünen.
Die Sitze wurden nach getrennten Wahlvorschlägen verteilt: Die CDU erhielt zwei, SPD und Grüne jeweils einen der vier zur Wahl stehenden Plätze; der Vorschlag der Linken erhielt keinen Sitz. Eine weitergehende Sachdebatte wurde nicht dokumentiert.
Damit bestimmte der Rat die städtische Vertretung im Kontrollgremium einer bedeutenden kommunalen Beteiligung für die fünfjährige Amtsperiode.
Vorlage 01/285/2009 · Nachweis: TOP 47, PDF-Seite 46
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
Die Karte zeigt den Sitzungsort. Weitere konkrete Adressen wurden nicht zuverlässig extrahiert.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.