Anfrage Die Linke Aktenzeichen RAT/384/2026

Die Linke fordert Daten zur Glücksspielsucht in Düsseldorf

Amtlicher Titel: Anfrage der Ratsfraktion Die Linke: Glücksspielsucht in Düsseldorf

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
1Dokument 1. Juli 2026veröffentlicht

Das Wichtigste

Die Linke-Fraktion hat den Oberbürgermeister um detaillierte Zahlen zur Glücksspielsucht in Düsseldorf gebeten. Sie verlangt Aufschlüsselungen zu Anzahl und Entwicklung von Wettbüros, Spielhallen und Geldspielautomaten, zu Kontrollen durch den Ordnungs‑ und Sicherheitsdienst sowie zu festgestellten Verstößen der letzten fünf Jahre. Im Hintergrund weist die Fraktion auf über 14.000 Betroffene in der Stadt, hohe monatliche Verluste und Einnahmen von 10,7 Mio. € aus der Vergnügungssteuer hin.

Warum wichtig

Die bereitgestellten Daten können helfen, gezielte Maßnahmen gegen die wachsende Glücksspielsucht zu entwickeln, den Schutz von Schulen zu stärken und die Transparenz von Einnahmen aus dem Glücksspiel zu erhöhen.

Die Details

  • Betroffene: über 14.000 Menschen in Düsseldorf, durchschnittlich 796 € Verlust pro Monat.
  • Steuererlöse 2024: 10,7 Mio. € Vergnügungssteuer aus 746 Automaten.
  • Gesetzliche Vorgaben: 350‑Meter‑Abstand zu Schulen, häufig missachtet wegen Bestandsschutz.
  • Sponsoring: Millionen‑Einnahmen aus dem Vertrag mit der Merkur‑Group für die Benennung der „Merkur‑Arena“.
  • Anfrage: Aufschlüsselung von Zahl, Neueröffnungen, Schließungen, Kontrollen und Verstößen von Wettbüros, Spielhallen und Automaten der letzten fünf Jahre.

Einordnung

Es handelt sich um eine parlamentarische Anfrage, die keine sofortige Entscheidung nach sich zieht, aber die Grundlage für mögliche zukünftige Regulierungsmaßnahmen und Präventionsprogramme bilden kann.

Hintergrund

Glücksspielsucht bezeichnet ein krankhaftes Verlangen nach Glücksspiel, das zu finanziellen, sozialen und gesundheitlichen Schäden führen kann. Städte erheben eine Vergnügungssteuer auf Glücksspieleinnahmen und können durch Abstandsvorschriften zu Schulen den Zugang von Jugendlichen zu Spielhallen begrenzen.

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Beschluss & Empfehlung

  • Anfrage der Ratsfraktion Die Linke. Düsseldorf zur Sitzung des Rates am
  • Anfrage der Ratsfraktion Die Linke: Glücksspielsucht in Düsseldorf
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Title: Anfrage URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00592120.pdf Published Time: 2026-07-08T10:44:00.000Z Number of Pages: 2 Markdown Content: 1 https://www.isd-hamburg.de/wp-content/uploads/2022/03/Gluecksspiel-Survey_2021.pdf > 2Antwort der Stadtverwaltung: https://www.linksfraktion- > duesseldorf.de/index.php?id=80309&no_cache=1&tx_news_pi1[news]=429670&tx_news_pi1[co > ntroller]=News&tx_news_pi1[action]=detail > 3https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/duesseldorf-fortuna-soll-nach-abstieg-weniger- > miete-fuer-die-arena-zahlen_aid-148498999 RAT/384/2026 X öffentlich nicht öffentlich Düsseldorf, 29.06.2026 An den Oberbürgermeister Herrn Dr. Stephan Keller Anfrage der Ratsfraktion Die Linke. Düsseldorf zur Sitzung des Rates am 16.07.2026 ## Betrifft: Anfrage der Ratsfraktion Die Linke: Glücksspielsucht in Düsseldorf Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, zur Sitzung des Rates am 16. Juli stellt Die Linke Ratsfraktion Düsseldorf folgende Anfrage: Deutschlandweit sind 1,3 Millionen Menschen schwer glücksspielsüchtig und 3,5 Millionen gefährdet; auf Düsseldorf entfallen über 14.000 Betroffene (Schnitt: 796 € Verlust/Monat). Der legale Glücksspielmarkt setzte 2024 bundesweit 69,1 Milliarden Euro um. Besonders die suchtprägenden Geldspielautomaten generieren enorme Summen, wobei der illegale Automatenmarkt schätzungsweise noch größer ist. 1 Die Stadt Düsseldorf profitierte 2024 von 10,7 Millionen Euro Vergnügungssteuer aus ihren 746 Automaten. Begünstigt wird die hohe Dichte durch die schwarz-grüne Landesregierung, die den Mindestabstand zwischen Spielhallen auf bis zu 100 Meter verkürzte. Der vorgeschriebene 350-Meter-Schutzabstand zu Schulen wird in Düsseldorf wegen des Bestandsschutzes für Altkonzessionen häufig missachtet. 2 Während die Stadt die einzige lokale Suchtfachstelle der Diakonie nur teilfinanziert, nimmt sie über die Tochter D.LIVE Millionen aus einem Sponsoringvertrag mit der Merkur-Group ein. Die jährlichen Zahlungen für die Benennung der „Merkur-Arena“ fließen direkt in den städtischen Haushalt. Damit betreibt die Stadt aktive Arena- Werbung für einen Glücksspielkonzern. 3 Die Linke Ratsfraktion Düsseldorf fragt an: Seite 2 1. Wie hat sich die Zahl der Wettbüros, Spielhallen und Geldspielautomaten in den letzten fünf Jahren entwickelt? (Bitte nach Jahren mit Zahl der Neueröffnungen und Schließungen aufschlüsseln.) 2. Wie häufig wurden Wettbüros und Spielhallen vom Ordnungs- und Sicherheitsdienst in den letzten fünf Jahren kontrolliert? (Bitte aufgeschlüsselt nach Jahren.) 3. Wie viele Verstöße wurden vom Ordnungs- und Sicherheitsdienst (OSD) in den letzten 5 Jahren festgestellt? (Bitte aufgeschlüsselt nach Jahren und Vergehen.) Mit freundlichen Grüßen Sigrid Lehmann Chris J. Demmer F.d.R. Sönke Voigt

KI-gestützt aufbereitet am 8. Juli 2026. Die Zusammenfassung kann Fehler enthalten. Maßgeblich bleiben die Originaldokumente und veröffentlichten Beratungsergebnisse.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen RAT/384/2026