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Title: Antrag
URL Source: http://ris-oparl.itk-rheinland.de/Oparl/bodies/0015/downloadfiles/00592077.pdf
Published Time: 2026-06-30T07:43:00.000Z
Number of Pages: 2
Markdown Content:
APS/068/2026
X öffentlich nicht öffentlich
Düsseldorf, 30.06.2026
Ratsfraktion – FDP
Ratsherrn Dr. Alexander Fils
Vorsitzender des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung
Antrag der FDP-Ratsfraktion
zur Sitzung des Ausschusses für Planung u nd Stadtentwicklung am 01.07. 2026
# Betrifft:
Änderungsantrag der FDP-Ratsfraktion zu OVA/061/2026
Sehr geehrter Herr Dr. Fils,
im Namen meiner Fraktion bitte ich Sie, nachfolgenden Änderungsantrag auf die
Tagesordnung der Sitzung des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung am 01. Juli
2026 zu setzen und zur Abstimmung zu bringen:
Antrag:
Die Beschlussvorlage OVA/061/2026 wird wie folgt geändert:
1. Die unter Projekt 1: Konrad-Adenauer-Platz Freianlagen und Verkehrsanlagen
geschilderte Neuplanung des Radwegs („Ein Zweirichtungsradweg wird in
Längsrichtung (Ausrichtung Nord-Süd), zwischen Graf-Adolf-Straße und
Immermannstraße östlich der Straßenbahngleise über den Platz geführt.“) wird an
der geplanten Stelle nicht umgesetzt. Der Verlauf des Radwegs wird neu geplant und
im Bereich der Busspuren mitgeplant.
2. Die ebenfalls unter Projekt 1: Konrad-Adenauer-Platz Freianlagen und
Verkehrsanlagen erwähnte Reduzierung der Kurzzeitparkplätze auf 30 wird nicht
umgesetzt, die im Wettbewerb ursprünglich vorgesehenen 75 Parkplätze werden
eingerichtet. Das Umfeld wird dementsprechend neu geplant.
Begründung:
Der aktuell geplante, mitten über den Bahnhofsvorplatz verlaufende Radweg führt weder zu
einer überzeugenden Verbesserung der Verkehrssituation noch zu einer ausgewogenen
Berücksichtigung aller Nutzergruppen. Im Gegenteil: Die vorgesehene Führung des
Radverkehrs schafft erhebliche Sicherheitsrisiken für Fußgängerinnen und Fußgänger. Diese
müssen beim Betreten und Verlassen des Hauptbahnhofs den Radweg zwangsläufig
kreuzen, wodurch zusätzliche Konfliktpunkte und Unfallgefahren entstehen. Die vorgesehene
Führung des Radverkehrs birgt erhebliche sicherheitsrelevante und funktionale Nachteile. Seite 2
Im Umkehrschluss wird auch der Radverkehr ausgebremst. Am hochfrequentierten
Verkehrsknotenpunkt Hauptbahnhof ist absehbar, dass Radfahrer ihre Geschwindigkeit
regelmäßig reduzieren oder abrupt abbremsen müssen, um den kreuzenden
Fußgängerinnen und Fußgängern auszuweichen und Kollisionen zu vermeiden. Dadurch
steigt das Risiko von Unfällen und gefährlichen Situationen erheblich.
Ausgebremst werden durch die Planungen zusätzlich auch die Autofahrer und hier
besonders die Kurzzeitparker, die Reisende zum Bahnhof bringen oder abholen. In
besonderem Maße sind mobilitätseingeschränkte Personen, ältere Menschen, Familien mit
Kindern sowie Reisende mit schwerem Gepäck auf kurze Wege und ausreichend
vorhandene Kurzzeitparkmöglichkeiten angewiesen. Gerade für diese Gruppen bedeutet
jede weitere Reduzierung der Stellplätze eine spürbare Verschlechterung der Zugänglichkeit
und eine unnötige zusätzliche Belastung.
Besonders kritisch ist die fortlaufende Reduzierung der Kurzzeitparkplätze im
Planungsverlauf: Waren im ursprünglichen Wettbewerb noch 75 Plätze vorgesehen, wurden
daraus zunächst 59 (OVA/146/2023/1) und zuletzt nur noch 30 Stellplätze (OVA/061/2026).
Wir beantragen daher eine Planung, die weder Radfahrer noch Autofahrer unnötig
ausbremst, die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer gewährleistet und den Hauptbahnhof für
alle Nutzergruppen sicher, schnell und barrierearm erreichbar macht.
Mirko Rohloff