Sitzung · Sitzung beendet
Rat
Sitzung · Sitzung beendet
Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 17. November 2005
Die Sitzung in einer Minute
Die ausgewählten Entscheidungen reichten von großen Verkehrsprojekten über die Absicherung sozialer Infrastruktur bis zu zusätzlichen Ausgaben für Hilfen zur Erziehung. Während vier dieser Beschlüsse ohne Wortmeldungen und ohne Gegenstimmen zustande kamen, löste die Mittelverschiebung für Gebäudereinigung eine Debatte über Privatisierung, Personalkosten und den Eigenbetrieb „Zentrale Dienste“ aus.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
DB-Brücke Plockstraße - Bau- und Finanzierungsbeschluss -
Der Rat beschloss den Umbau der DB-Brücke Plockstraße mit Gesamtkosten von 14,496 Millionen Euro. Der Beschluss stand unter dem Vorbehalt, dass das Land einem vorzeitigen, zuwendungsunschädlichen Baubeginn zustimmte.
Es gab keine Wortmeldungen. Gegenstimmen, Enthaltungen oder Nichtteilnahmen wurden nicht verzeichnet.
Gemessen an der ausgewiesenen Summe war der Brückenumbau die größte der hier ausgewählten Einzelinvestitionen. Die Umsetzung blieb jedoch von der Zustimmung des Landes zum vorzeitigen Baubeginn abhängig.
Vorlage 66/111/05 · Nachweis: TOP 23, PDF-Seite 30
Ausbau der Theodorstraße-West - Bau- und Finanzierungsbeschluss -
Der Rat beschloss den Ausbau der Theodorstraße-West zwischen Lichtenbroicher Weg und Am Hülserhof für 10,544 Millionen Euro. Davon entfielen 10,144 Millionen Euro auf den Bau und 400.000 Euro auf die Planung; zusätzlich durfte der Kämmerer Verpflichtungsermächtigungen von 3,51 Millionen Euro überplanmäßig bereitstellen.
Der Beschluss fiel ohne Wortmeldungen einstimmig.
Die Entscheidung gab den finanziellen Rahmen für den Ausbau eines konkret abgegrenzten Straßenabschnitts vor. Sie umfasste sowohl die Planung als auch die Bauausführung.
Vorlage 01/310/05 · Nachweis: TOP 8, PDF-Seite 27
Übernahme einer Bürgschaft
Die Stadt übernahm zugunsten der Kliniken und Seniorenzentren der Landeshauptstadt Düsseldorf gGmbH eine modifizierte Ausfallbürgschaft über 6,56 Millionen Euro. Sie deckte 80 Prozent eines Kredits über 8,2 Millionen Euro aus dem KfW-Programm „Sozial Investieren“ ab.
Die Vorlage wurde ohne Wortmeldungen beschlossen; es gab weder Gegenstimmen noch Enthaltungen.
Mit der Bürgschaft sicherte die Stadt einen Kredit für Investitionen eines gemeinnützigen Trägers im Bereich der sozialen Infrastruktur ab. Sie übernahm damit ein beziffertes Ausfallrisiko, stellte aber nicht selbst den gesamten Kreditbetrag bereit.
Vorlage 01/316/05 · Nachweis: TOP 9, PDF-Seite 27
Bereitstellung überplanmäßiger Mittel im Verwaltungshaushalt 2005 für die Produktgruppe Hilfe zur Erziehung
Für Hilfen zur Erziehung stellte der Rat überplanmäßig 2,5 Millionen Euro bereit. Genannt wurden unter anderem ein Mehrbedarf von 500.000 Euro bei der Eingliederungshilfe für Minderjährige, von einer Million Euro bei Heimleistungen für Minderjährige und von 500.000 Euro bei Heimleistungen für Volljährige.
Der Rat beschloss die zusätzlichen Mittel ohne Debatte einstimmig.
Die Entscheidung reagierte auf Mehrbedarf bei konkreten Unterstützungs- und Heimleistungen für Minderjährige und Volljährige. Allein für Leistungen an Minderjährige in Heimen war ein Bedarf von 35 Millionen Euro ausgewiesen.
Vorlage 51/146/05 · Nachweis: TOP 12, PDF-Seite 28
Bereitstellung überplanmäßiger Mittel in den Haushaltsstellen 0550 54038 - Reinigungsleistung von Firmen - und 0550 67500 - Geschäftsausgaben -
Der Rat bewilligte überplanmäßig 578.000 Euro für Reinigungsleistungen von Firmen und 396.800 Euro für Geschäftsausgaben. Die Mittel sollten durch Minderausgaben im selben Unterabschnitt kompensiert werden.
Linke/LL lehnte die Vorlage als weitere Verlagerung städtischer Reinigungsarbeit auf private Firmen ab und verwies auf Folgen für Stellen und die Bezahlung vor allem weiblicher Beschäftigter. Die FDP kündigte ebenfalls Ablehnung an, begründete sie aber mit ihrer Kritik am Eigenbetrieb und dessen erwarteten Einsparungen; die CDU bezeichnete die Ausgabe wegen bereits angefallener Rechnungen als zwangsläufig. Der Beschluss fiel mit breiter Mehrheit ohne Enthaltung.
Die Debatte machte unterschiedliche Konfliktlinien sichtbar: Beschäftigung und Privatisierung auf der einen, Organisationsform und Wirtschaftlichkeit auf der anderen Seite. Zugleich wurden bereits entstandene Ausgaben haushalterisch abgesichert.
Vorlage 11/134/05 · Nachweis: TOP 10, PDF-Seite 39
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
Die Karte zeigt den Sitzungsort. Weitere konkrete Adressen wurden nicht zuverlässig extrahiert.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.
Verknüpfte Anträge, Anfragen und Verwaltungsvorlagen mit eigenständigen Detailseiten.