Ratssitzung · Sitzung beendet
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Ratssitzung · Sitzung beendet
Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 18. März 2021
Die Sitzung in einer Minute
Die Sitzung reichte von der akuten Pandemielage und sozialen Hilfen bis zu langfristigen Entscheidungen über Verkehrslärm und Erinnerungskultur. Politische Konflikte zeigten sich vor allem bei der Frage, ob mehr Ordnungskräfte oder stärker sozial ausgerichtete Prävention der richtige Schwerpunkt sein sollten, sowie beim Umfang möglicher Tempobegrenzungen.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
Aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie
Der Rat nahm den Bericht zur Corona-Pandemie zur Kenntnis. Seit dem ersten Düsseldorfer Fall waren 18.018 Infektionen diagnostiziert worden; rund 716 Menschen galten als aktuell infiziert, 77 wurden im Krankenhaus und 23 auf Intensivstationen behandelt, 302 Menschen waren gestorben. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 61,6, und bei 69 Prozent der Infektionen der zurückliegenden sieben Tage war die britische Virusmutation festgestellt worden.
Eine anschließende politische Aussprache oder Abstimmung war nicht dokumentiert; der Rat nahm den Bericht zur Kenntnis. Der Stadtdirektor sprach sich zu diesem Zeitpunkt gegen die Schließung geöffneter Schulen und Kindertageseinrichtungen aus.
Die Zahlen beschrieben die damalige Belastung von Bevölkerung, Krankenhäusern, Schulen und Kitas. Zugleich machte der Bericht deutlich, dass sich die Virusmutation bereits stark ausgebreitet hatte.
Nachweis: TOP 3, PDF-Seite 8
Einrichtung und Betrieb von dezentralen Hilfezentren für Menschen mit Opioidabhängigkeit, hier: Sicherstellung der Psychosozialen Betreuung (PSB)
Der Rat beschloss mehrheitlich, die psychosoziale Betreuung in dezentralen Hilfezentren für Menschen mit Opioidabhängigkeit sicherzustellen. Weitere Angaben zu Standorten, Kapazitäten oder Kosten enthielt das vorliegende Material nicht.
Der Beschluss fiel ohne Aussprache. Tierschutz/Freie Wähler und Ratsherr Figge stimmten dagegen, Ratsherr Volkenrath enthielt sich; die übrigen Ratsmitglieder stimmten zu.
Die Entscheidung betraf einen konkreten Bestandteil der kommunalen Unterstützung für Menschen mit Opioidabhängigkeit. Sie regelte die psychosoziale Begleitung innerhalb dezentraler Hilfeangebote.
Vorlage AGS/015/2021 · Nachweis: TOP 12, PDF-Seite 14
mündlicher Änderungantrag der Ratsfraktionen von CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Vorlage AUS/034/2020
Der Rat beschloss den Lärmaktionsplan mit Änderungen von CDU und Grünen. Hinweise auf Umweltspuren wurden gestrichen; an der Fleher Brücke sollte auf einen Blitzer hingewirkt werden. Für das Hauptverkehrsnetz sollte geprüft werden, wo Geschwindigkeitsbegrenzungen den Lärmschutz gewährleisten konnten.
FDP und AfD stimmten gegen die geänderte Vorlage, Tierschutz/Freie Wähler und Die Linke enthielten sich, die übrigen Fraktionen stimmten dafür. Ein weitergehender Antrag auf eine umfassende Prüfpflicht für Tempo 30 erhielt Stimmen von SPD/Volt, Linken, Die Partei-Klima-Fraktion und Tierschutz/Freie Wähler, wurde aber von Grünen, CDU, FDP und AfD abgelehnt.
Der Beschluss verband Lärmschutz mit Einzelfallprüfungen im Hauptverkehrsnetz. Die Abstimmung zeigte unterschiedliche Positionen dazu, wie weit Geschwindigkeitsbegrenzungen als Instrument eingesetzt werden sollten.
Nachweis: TOP 13.2, PDF-Seite 14
Erinnerungsort für die LSBT* - Standort
Der Rat legte den Apollo-Platz mehrheitlich als Standort für den LSBT*-Erinnerungsort fest. Die dort vorgesehene Skulptur sollte etwa sieben bis neun Tonnen wiegen und von allen Seiten zugänglich sein.
Die FDP unterstützte den Erinnerungsort, hätte aber einen zentraleren Standort näher an der Altstadt bevorzugt; Die Linke verlangte eine transparentere Begründung der Standortwahl. Die Verwaltung verwies beim Burgplatz und am Rhein unter anderem auf Statik, Veranstaltungen und den Radweg. Die AfD stimmte gegen die Vorlage, Ratsherr Auler enthielt sich, alle übrigen genannten Fraktionen sowie der Oberbürgermeister stimmten dafür.
Mit dem Beschluss stand der konkrete Ort des Erinnerungsprojekts fest. Die Debatte machte den Zielkonflikt zwischen zentraler Sichtbarkeit, ruhiger Auseinandersetzung und praktischen Standortanforderungen deutlich.
Vorlage KUA/015/2021/1 · Nachweis: TOP 14, PDF-Seite 18
Änderungsantrag der Ratsgruppe Tierschutz/FREIE WÄHLER zur Vorlage RAT/247/2021
Der Rat lehnte den Antrag von Tierschutz/Freie Wähler ab, jährlich 100 neue Stellen beim Ordnungs- und Servicedienst einzurichten. Nur die antragstellende Ratsgruppe stimmte dafür; der übrige Rat stimmte dagegen.
In der Debatte warb die FDP für mehr Personal, veränderte Einsatzzeiten, Aus- und Weiterbildung sowie ein Personalgewinnungskonzept; ihr gesonderter Antrag wurde ebenfalls abgelehnt. Die Verwaltung erklärte, an einer Stärkung des OSD zu arbeiten. Die Partei-Klima-Fraktion und Die Linke setzten dem die Forderung nach stärkerer sozialer, kultureller und freizeitbezogener Prävention entgegen.
Die Entscheidung betraf die grundsätzliche Ausrichtung kommunaler Sicherheitspolitik. Umstritten war, ob zusätzliche Ordnungskräfte oder soziale Präventionsangebote im Vordergrund stehen sollten.
Vorlage RAT/276/2021 · Nachweis: TOP 22.3.1, PDF-Seite 29
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
Die Karte zeigt den Sitzungsort. Weitere konkrete Adressen wurden nicht zuverlässig extrahiert.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.
Verknüpfte Anträge, Anfragen und Verwaltungsvorlagen mit eigenständigen Detailseiten.