Ratssitzung · Sitzung beendet
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Ratssitzung · Sitzung beendet
Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 29. April 2021
Die Sitzung in einer Minute
Die Sitzung reichte von unmittelbaren Hilfen für Familien über den Ausbau kommunaler Infrastruktur bis zu Berichten über die angespannte Pandemielage. Politische Konflikte entzündeten sich vor allem an der öffentlichen Kontrolle von Krankenhäusern und an der Frage, ob Kulturinstitute eine eigene Antidiskriminierungsstelle benötigten.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
Aussetzung der Elternbeiträge für die Betreuung von Kindern im Rahmen des Offenen Ganztages (OGS) an Schulen der Primarstufe und Förderschulen und im Ganztag der Sekundarstufe I im Zuge von COVID-19 für die Monate Februar bis Mai 2021
Der Rat setzte die Elternbeiträge für den Offenen Ganztag an Grund- und Förderschulen sowie für den Ganztag der Sekundarstufe I für Februar bis Mai 2021 aus. Der Beschluss galt für Angebote in öffentlicher Verantwortung, nicht für die Betreuung an Ersatzschulen.
SPD/Volt, Grüne und Linke unterstützten die Entlastung; die Linke fragte nach einer Verlängerung über Mai hinaus. Die Verwaltung wollte über den Juni erst anhand der dann bestehenden Inzidenz- und Betreuungslage entscheiden. Der Rat beschloss die Vorlage einstimmig.
Familien mussten für vier Monate keine Beiträge für die erfassten Betreuungsangebote tragen. Eine weitergehende Entlastung und die Behandlung der Ersatzschulen blieben offen.
Vorlage RAT/333/2021 · Nachweis: TOP 19, PDF-Seite 19
Aktuelle Informationen zur Corona-Pandemie
Der Rat nahm den Corona-Bericht zur Kenntnis: Seit März 2020 waren 22.530 Infektionen diagnostiziert worden, rund 1.800 Menschen galten als aktuell infiziert und 370 waren gestorben. 162 Infizierte wurden im Krankenhaus behandelt, darunter 56 auf Intensivstationen; zehn Intensivbetten waren frei und weitere 20 binnen zwölf Stunden mobilisierbar.
Eine substanzielle politische Kontroverse oder Abstimmung war zu diesem Bericht nicht dokumentiert. Der Rat nahm die Angaben zur Kenntnis.
Die Zahlen zeigten die damalige Belastung des Gesundheitswesens und bildeten den Rahmen für weitere Entscheidungen über Betreuung, Tests und Pandemiemaßnahmen.
Nachweis: TOP 6, PDF-Seite 11
Antrag der Ratsfraktionen von CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Ladekonzept Elektromobilität: Mehr Tempo beim Ausbau der Infrastruktur für E-Fahrzeuge
Der Rat nahm den Antrag von CDU und Grünen mehrheitlich an, der jährlich 300 neue Ladesäulen in den Düsseldorfer Quartieren und einen Schnellladering vorsah. Zudem sollte die Förderung privater Ladelösungen von 1.000 auf 2.000 Euro steigen und höchstens 60 Prozent der Kosten abdecken.
CDU und Grüne warben für den Ausbau, wobei die Grünen Elektromobilität als einen Teil der Verkehrswende einordneten. Die FDP unterstützte den Antrag und verlangte ausdrücklich auch Ladepunkte im öffentlichen Raum. Der Antrag wurde mehrheitlich beschlossen.
Der Beschluss gab eine konkrete jährliche Größenordnung für den Ausbau vor und weitete die vorgesehene Unterstützung privater Ladeinfrastruktur aus. Die Säulen waren damit beauftragt, aber noch nicht gebaut.
Vorlage RAT/327/2021 · Nachweis: TOP 17.20, PDF-Seite 62
Antrag der Ratsfraktion DIE LINKE: Rückkauf von Anteilen an der Sana Kliniken Düsseldorf GmbH
Der Rat lehnte den Antrag der Linken ab, Anteile an der Sana Kliniken Düsseldorf GmbH zurückzukaufen. Eine Rekommunalisierung der Kliniken wurde damit in dieser Sitzung nicht beschlossen.
Linke, AfD, Die Partei-Klima-Fraktion und Tierschutz/Freie Wähler stimmten für den Rückkauf. CDU, Grüne und FDP lehnten ihn ab; SPD/Volt enthielt sich und verwies unter anderem auf ein fehlendes Finanzierungskonzept und die erforderliche breite Mehrheit.
Die Abstimmung betraf die grundsätzliche Frage, wie stark die Stadt die Krankenhäuser kontrollieren sollte. Die bestehenden Eigentumsverhältnisse blieben unverändert.
Vorlage RAT/293/2021 · Nachweis: TOP 17.1, PDF-Seite 21
Antrag der Ratsfraktion SPD/Volt: Düsseldorf gegen Rassismus, Diskriminierung, Sexismus und Benachteiligung: Einrichtung einer Antidiskriminierungsstelle für alle Mitarbeiter*innen in Kulturinstituten
Der Rat lehnte den SPD/Volt-Antrag für eine zusätzliche, kulturübergreifende Antidiskriminierungsstelle und eine Arbeitsgruppe für Beschäftigte der Kulturinstitute ab. In der Debatte verwies die Verwaltung auf eine bereits im Stellenplan vorgesehene städtische Antidiskriminierungsstelle, deren Ausschreibung vorbereitet wurde.
SPD/Volt, Linke, Die Partei-Klima-Fraktion und Tierschutz/Freie Wähler unterstützten den Antrag. CDU, Grüne, FDP, AfD und der Oberbürgermeister lehnten ihn ab; CDU und Grüne hielten die bereits vorgesehene städtische Stabsstelle für ausreichend.
Umstritten war nicht das Thema Antidiskriminierung, sondern die organisatorische Lösung. Beschäftigte der Kulturinstitute erhielten durch diesen Beschluss keine eigene zusätzliche Anlaufstelle.
Vorlage RAT/315/2021 · Nachweis: TOP 17.15, PDF-Seite 47
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
Die Karte zeigt den Sitzungsort. Weitere konkrete Adressen wurden nicht zuverlässig extrahiert.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.
Verknüpfte Anträge, Anfragen und Verwaltungsvorlagen mit eigenständigen Detailseiten.