Ratssitzung · Sitzung beendet
Rat Hinweis: Die Sitzung beginnt zunächst mit dem nichtöffentlichen Teil; der öffentliche Teil der Sitzung schließt sich ab 14:30 Uhr an.
Ratssitzung · Sitzung beendet
Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 20. April 2023
Die Sitzung in einer Minute
Die Sitzung reichte von einer unmittelbar finanzierten Schulinvestition über Stadtentwicklung und Kulturpolitik bis zu offenen Prüf- und Beratungsprozessen bei Pflege und Energie. Konflikte entstanden vor allem dort, wo Umwelt- und Lärmschutz, bauliche Entwicklung sowie die Zuständigkeit und Wirksamkeit politischer Beschlüsse gegeneinander abgewogen wurden.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
Beschlussvorlage zur Herbeiführung eines Ausführungs- und Finanzierungsbeschlusses für das Projekt „Ersatzneubau der Gemeinschaftsgrundschule Vennhauser Allee 160-162“
Der Rat beschloss den Ersatzneubau der Gemeinschaftsgrundschule an der Vennhauser Allee 160–162 für insgesamt 24,83 Millionen Euro brutto einschließlich Ausstattung und Inventar. Nach der für das Schuljahr 2025/26 vorgesehenen Fertigstellung sollte dort außerdem ein Primarstufen-Teilstandort der Alfred-Herrhausen-Förderschule entstehen.
Eine erneute Debatte fand nicht statt. Der Beschluss fiel ohne Gegenstimme; Ratsherr Lemmer enthielt sich.
Die Entscheidung verband eine hohe kommunale Bauinvestition mit zusätzlichen Räumen für zwei unterschiedliche Schulformen an einem Standort.
Vorlage SCHUA/004/2023 · Nachweis: TOP 17, PDF-Seite 34
Bebauungsplan-Entwurf Nr. 08/002 - Nördlich Gerresheimer Landstraße
Der Rat beschloss den im ergänzenden Verfahren geänderten Bebauungsplan für das Gebiet zwischen Gerresheimer Landstraße, Erkrather Straße, dem Weg Im Hochfeld und etwa der Brorsstraße als Satzung. Die Änderungen betrafen insbesondere das Maß der baulichen Nutzung und Schutzvorkehrungen gegen schädliche Umwelteinwirkungen.
Tierschutz/Freie Wähler kritisierte, dass nach den Planunterlagen 54 von 56 geschützten Bäumen gefällt werden sollten, und stellte die Aktualität einer artenschutzrechtlichen Prüfung von 2015 infrage. Der Rat nahm den Bebauungsplan mehrheitlich an.
Mit dem Satzungsbeschluss legte der Rat verbindliches Planungsrecht für das Gebiet fest. Zugleich dokumentierte die Debatte den Konflikt zwischen baulicher Entwicklung, Baumerhalt und Artenschutz.
Vorlage APS/039/2023 · Nachweis: TOP 14, PDF-Seite 42
Restitution eines Gemäldes
Der Rat beschloss, das Gemälde „Bildnis der Kinder des Künstlers“ von Wilhelm von Schadow an die Dr. and Mrs. Max Stern Foundation zurückzugeben. Ausschlaggebend in der Beratung war eine nicht geschlossene Provenienz für den betreffenden historischen Zeitraum.
FDP, CDU, Bündnis 90/Die Grünen und weitere Redner unterstützten die Restitution und verwiesen auf die ungeklärte Herkunftsgeschichte sowie die Verantwortung der Stadt. Der Beschluss fiel ohne Gegenstimme; die AfD enthielt sich.
Die Stadt gab damit ein Werk aus ihrem Bestand an die Stiftung zurück. Die Beratung machte zugleich den politischen Umgang mit ungeklärten Eigentumsverhältnissen aus der NS-Zeit zum Thema.
Vorlage KUA/064/2023 · Nachweis: TOP 9, PDF-Seite 29
Änderungsantrag der Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Vorlage RAT/106/2023
Der Rat entschied nicht über die Einrichtung eines Demenzdorfes. Er verwies den Antrag einschließlich des Änderungsantrags von Bündnis 90/Die Grünen vollständig an den Ausschuss für Gesundheit und Soziales.
Die FDP wollte Voraussetzungen und Möglichkeiten eines Demenzdorfes prüfen lassen und drängte auf eine Entscheidung im Rat. Bündnis 90/Die Grünen wollte zunächst Erfahrungen einer bestehenden Einrichtung im Fachausschuss behandeln und zugleich weitere konzeptionelle Überlegungen vorbereiten; die Linke unterstützte den FDP-Ansatz. Die Verweisung wurde mit den Stimmen von Bündnis 90/Die Grünen und CDU mehrheitlich angenommen.
Damit blieb offen, ob und in welcher Form ein solches Versorgungsangebot verfolgt werden sollte. Zunächst sollte die politische und fachliche Beratung im zuständigen Ausschuss fortgesetzt werden.
Vorlage RAT/154/2023 · Nachweis: TOP 21.1.1, PDF-Seite 49
Flughafen Düsseldorf: BV 5 bittet den Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf: Keine Beschlüsse "für die Galerie" - Menschen im Düsseldorfer Norden ernst nehmen
Der Rat nahm eine Anregung der Bezirksvertretung 5 zur Flughafenpolitik und zu den Interessen der Menschen im Düsseldorfer Norden zur Kenntnis. Eine Abstimmung oder ein neuer Sachbeschluss war ausdrücklich nicht vorgesehen.
Die CDU kritisierte frühere Ratsbeschlüsse ohne unmittelbare Zuständigkeit, während Die Partei-Klima-Fraktion Einschränkungen bei Nachtflügen, Privatjets sowie Starts und Landungen befürwortete. Die FDP verlangte die Einhaltung bestehender Vereinbarungen und kündigte einen eigenen Antrag an; Bündnis 90/Die Grünen verwies auf Kapazitätserweiterung, Homebase-Carrier und Fluglärm.
Die Aussprache zeigte gegensätzliche Prioritäten zwischen der wirtschaftlichen Bedeutung des Flughafens, dem Schutz der Anwohnerschaft und weitergehenden Betriebsbeschränkungen. Konkrete Änderungen beschloss der Rat unter diesem TOP jedoch nicht.
Nachweis: TOP 20, PDF-Seite 44
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
Die Karte zeigt den Sitzungsort. Weitere konkrete Adressen wurden nicht zuverlässig extrahiert.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.