Ratssitzung · Sitzung beendet
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Ratssitzung · Sitzung beendet
Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 19. Mai 2022
Die Sitzung in einer Minute
Die Sitzung reichte von bereits erbrachten Hilfsleistungen über konkrete Baufinanzierung bis zu Planungsaufträgen und politischer Beteiligung. Während beim Schulbau und bei der Brückenplanung breite Mehrheiten bestanden, wurden beim Umfang der Ausschussvertretung und bei einzelnen Ausgaben unterschiedliche Prioritäten sichtbar.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
Beschlussvorlage zur Herbeiführung eines Ausführungs- und Finanzierungsbeschlusses am Schulstandort Siegburger Straße 137-149
Der Rat beschloss die Ausführung und Finanzierung der Neuordnung des Schulstandorts Siegburger Straße 137–149 für 92.765.000 Euro sowie jährliche Nettofolgekosten von 8.361.606 Euro. Zusätzlich wurden 19.650.644 Euro überplanmäßig bereitgestellt; die Joseph-Beuys-Gesamtschule sollte zum Schuljahr 2024/2025 von vier auf sechs Züge wachsen, der Teilstandort der Elly-Heuss-Knapp-Schule am Räuscherweg sollte nach dem Umzug voraussichtlich 2025/2026 aufgelöst werden.
Grüne und CDU begrüßten das Vorhaben, setzten in der Debatte aber unterschiedliche Akzente bei den Schulformen; die SPD verwies auf den konkreten Bau- und Finanzierungsbeschluss. FDP, CDU, Grüne, SPD und Linke stimmten zu, Tierschutz/Freie Wähler und Die Partei-Klima-Fraktion enthielten sich, die AfD votierte dagegen.
Der Beschluss verband einen der größten belegten Beträge der Sitzung mit zusätzlichen Gesamtschulplätzen und der Zusammenführung von Angeboten des Berufskollegs.
Vorlage SCHUA/090/2022 · Nachweis: TOP 45, PDF-Seite 49
Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die Landeshauptstadt Düsseldorf (mündlicher Bericht)
Der Rat nahm den Bericht zur Lage ukrainischer Geflüchteter zur Kenntnis. Zum Stand 18. Mai waren 3.496 Menschen kommunal untergebracht, 205 in privaten Wohnraum vermittelt und 6.629 registriert; täglich benötigten etwa 40 neu ankommende Geflüchtete kommunale Unterstützung. Düsseldorf hatte außerdem eine erste Finanzierungstranche von 9,4 Millionen Euro erhalten und die Unterbringung in der Messehalle bereits beendet.
Eine politische Kontroverse war nicht dokumentiert; auf den mündlichen Bericht folgte allgemeiner Beifall.
Die Zahlen zeigten die Größenordnung der bereits geleisteten Unterbringung und Registrierung. Zugleich hielt die Stadt eine Hochschulsporthalle als Reserve für mögliche akute Lagen vor.
Nachweis: TOP 3, PDF-Seite 14
Änderungsantrag der SPD-Ratsfraktion zur Vorlage OVA/036/2022
Der Rat beauftragte die Verwaltung mit der Planung einer neuen Rad- und Fußgängerbrücke am Kennedydamm und stellte dafür 498.000 Euro brutto überplanmäßig bereit. Vorgesehen werden sollten ein drei Meter breiter Zweirichtungsradweg, ein ebenfalls drei Meter breiter Fußweg, eine bauliche Trennung sowie ausreichende Abstände für Begegnungen von Lastenrädern; die Behelfsbrücke sollte bis zum vorgesehenen Baubeginn erhalten bleiben.
Die SPD verlangte eine Verbreiterung gegenüber der zunächst vorgesehenen Radwegbreite von 2,50 Metern. Die Verwaltung verwies auf technische Fragen der symmetrischen Brückenkonstruktion; nach Ergänzungen beschloss der Rat die geänderte Planung einstimmig.
Der Rat legte damit verbindliche Anforderungen für die weitere Planung einer wichtigen Querung fest. Einen Bau- und Finanzierungsbeschluss für die eigentliche Brücke fasste er noch nicht.
Vorlage RAT/224/2022 · Nachweis: TOP 24.1, PDF-Seite 38
Förderprogramm für die Anschaffung von Lastenrädern, Aufstockung in 2022
Der Rat stockte das städtische Lastenrad-Förderprogramm für 2022 um 500.000 Euro auf insgesamt 1,5 Millionen Euro auf. Die zusätzlichen Mittel sollten aus dem Klimaetat von 60 Millionen Euro kommen.
Der Beschluss fiel ohne Debatte; die AfD stimmte dagegen, der übrige Rat dafür.
Die Entscheidung vergrößerte unmittelbar den Fördertopf, aus dem Anschaffungen im Jahr 2022 unterstützt werden konnten.
Vorlage AUS/010/2022 · Nachweis: TOP 17, PDF-Seite 19
Entsendung von Mitgliedern des Integrationsrates als sachkundige Einwohner*innen in die Ratsausschüsse
Der Rat beschloss, jeweils drei vom Integrationsrat vorgeschlagene Personen als sachkundige Einwohnerinnen und Einwohner in die benannten Ausschüsse zu entsenden. Sie sollten dort für die laufende Wahlperiode eine beratende Stimme erhalten.
Die FDP befürwortete die Beteiligung grundsätzlich, hielt aber drei Personen je Ausschuss für zu viel und enthielt sich. Die Grünen verwiesen auf mehr als 160.000 Menschen ohne vollständige kommunalpolitische Beteiligungsmöglichkeiten; die AfD stimmte gegen die Vorlage, die übrigen genannten Fraktionen und Gruppen dafür.
Die Entscheidung verbreiterte die beratende Mitwirkung des Integrationsrats in der fachpolitischen Ausschussarbeit, ohne den Entsandten ein Stimmrecht zu geben.
Vorlage RAT/176/2022 · Nachweis: TOP 30, PDF-Seite 45
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
Die Karte zeigt den Sitzungsort. Weitere konkrete Adressen wurden nicht zuverlässig extrahiert.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.