Berichtsvorlage Aktenzeichen RAT/473/2026

Bericht aus der Kleinen Kommission Klimaneutralität in Düsseldorf

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
1Dokument 21. September 2026veröffentlicht

Worum es geht

Der Auszug beschreibt den Stand der Vorlage zum angegebenen Datum, nicht notwendigerweise den heutigen Stand.

Aus „Sachdarstellung“

Die Kleine Kommission Klimaneutralität in Düsseldorf traf am 23.06.2026 von 16:00 bis 17:30 Uhr im Rheinturmsaal des Rathauses zusammen und diskutierte die im Folgenden zusammengefassten Themen.

Klimaschutz-Monitor - Controlling-Tool Klimaneutralität Die Verwaltung stellte das Controlling-Tool zur Klimaneutralität, den Klimaschutz- Monitor, vor, welches am 25.06.2026 auf der städtischen Website veröffentlicht wird. Das Tool setzt den Ratsbeschluss RAT/704/2021 um, der fordert, ein Konzept zu erarbeiten, um Klimaschutzmaßnahmen in Düsseldorf zu controllen und für die Öffentlichkeit transparent zu machen. Basierend auf dem in 2023 durch den Rat zur Kenntnis genommenen Konzept (AUS/048/2022) für ein solches Controlling-Tool wurde anschließend eine europaweite Ausschreibung durchgeführt, in dem sich die finnische Softwarefirma Kausal Oy, eine Ausgliederung aus der Umweltverwaltung der Stadt Helsinki, durchsetzen konnte und mit dem Betrieb der Software für drei Jahre beauftragt wurde. Das Controlling-Tool kann unter http://klimaschutz- monitor.duesseldorf.de/ eingesehen werden.

Ausgewählte Originalpassagen, keine neue KI-Zusammenfassung. Stand der Vorlage: 21. September 2026. Vollständiges Original mit weiteren Angaben

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Vorgang · RAT/473/2026

Unterlagen und Sitzungsverlauf

Die amtlichen Unterlagen und eindeutig verknüpften Sitzungstermine stehen gemeinsam auf dieser Seite. Ein Sitzungstermin allein belegt noch keinen Beschluss.

Der Verlauf wird automatisch anhand amtlicher Verknüpfungen zusammengestellt.

Die belegten Schritte

So entwickelt sich der Vorgang

  1. Ursprüngliche Vorlage

    Berichtsvorlage · Dateidatum im Ratsinformationssystem

  2. Sitzung · TOP 6

    Rat. Amtlicher Vermerk: „zur Kenntnis genommen“.

Gezeigt werden amtlich verknüpfte Unterlagen und Termine. Dateidatum und Sitzungsdatum können voneinander abweichen. Eine Kenntnisnahme oder beantwortete Anfrage ist noch kein Umsetzungsbeschluss.

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RAT/473/2026 X öffentlich nicht öffentlich Bericht Betrifft: Bericht aus der Kleinen Kommission Klimaneutralität in Düsseldorf Fachbereich: 05/0 - Dezernat für Mobilität und Umwelt Dezernentin / Dezernent: Beigeordneter Jochen Kral Beratungsfolge: Gremium SitzungsdatumBeratungsqualität Rat 24.09.2026Kenntnisnahme Sachdarstellung: Die Kleine Kommission Klimaneutralität in Düsseldorf traf am 23.06.2026 von 16:00 bis 17:30 Uhr im Rheinturmsaal des Rathauses zusammen und diskutierte die im Folgenden zusammengefassten Themen. Klimaschutz-Monitor - Controlling-Tool Klimaneutralität Die Verwaltung stellte das Controlling-Tool zur Klimaneutralität, den Klimaschutz- Monitor, vor, welches am 25.06.2026 auf der städtischen Website veröffentlicht wird. Das Tool setzt den Ratsbeschluss RAT/704/2021 um, der fordert, ein Konzept zu erarbeiten, um Klimaschutzmaßnahmen in Düsseldorf zu controllen und für die Öffentlichkeit transparent zu machen. Basierend auf dem in 2023 durch den Rat zur Kenntnis genommenen Konzept (AUS/048/2022) für ein solches Controlling-Tool wurde anschließend eine europaweite Ausschreibung durchgeführt, in dem sich die finnische Softwarefirma Kausal Oy, eine Ausgliederung aus der Umweltverwaltung der Stadt Helsinki, durchsetzen konnte und mit dem Betrieb der Software für drei Jahre beauftragt wurde. Das Controlling-Tool kann unter http://klimaschutz- monitor.duesseldorf.de/ eingesehen werden. Die wichtigsten Funktionen wurden in einer Live-Vorführung vorgestellt. Alle Klimaschutz-Maßnahmen der Stadtverwaltung sind anhand der Sektoren der städtischen Energie- und Treibhausgasbilanz (Private Haushalte; Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und Industrie; Städtische Einrichtungen; Mobilität) geordnet, ergänzt durch die Kategorie „Bildung" für Bildungs- und Informationsmaßnahmen. Neben allgemeinen Informationen und Abbildungen zu den Klimaschutzmaßnahmen können Informationen über den Umsetzungszeitraum, Kosten und Nutzen, Projektmeilensteine oder beteiligte Ämter und Kooperationspartner hinterlegt werden. Indirekte, über den Klimaschutzeffekt durch die Einsparung von Treibhausgasemissionen hinausgehende positive Auswirkungen der Maßnahmen werden anhand der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) dargestellt. Ein eigens für die Landeshauptstadt Düsseldorf entwickeltes Plugin zur Verknüpfung mit dem Kartendienst Düsseldorf Maps hilft, die unterschiedlichen Klimaschutzmaßnahmen im Stadtgebiet zu verorten und bietet Orientierung für Bürgerinnen und Bürger, welche Klimaschutzmaßnahmen in ihrer Nachbarschaft umgesetzt werden. Zusätzlich verdeutlichen Indikatoren die Wirkungsweise von Maßnahmen und zeigen, wie diese zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen beitragen. Das Controlling-Tool verfügt über ein intuitives und responsives Design und wird kontinuierlich aktualisiert und um neue Klimaschutzmaßnahmen ergänzt. Verantwortlich für die Befüllung der Inhalte ist dabei immer das jeweilige Fachamt, die übergeordnete Koordination erfolgt durch das Amt für Umwelt- und Verbraucherschutz. Die Software ist vollständig als Open Source umgesetzt. Sachstand Solaroffensive Der Sachstand zur Solaroffensive wurde durch die Verwaltung erläutert. Infolge des entsprechenden Ratsbeschlusses (RAT/316/2021) wurde die installierte Leistung der PV-Anlagen auf Dächern der städtischen Liegenschaften auf 5.271 kWp erhöht, weitere Anlagen mit einer Leistung von 6.496 kWp sind in Planung oder Umsetzung. Die Ausbaudynamik hat sich seit dem Ratsbeschluss erheblich erhöht, die Gesamtleistung der geplanten und bereits installierten Anlagen entspricht in Summe bereits einem Viertel des umsetzbaren Gesamtpotenzials. In der Regel werden zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit parallel auch Stromspeicher mit installiert. Herausfordernd ist dabei, dass an vielen Standorten im Vorlauf noch bauliche Ertüchtigungen der Dachkonstruktionen notwendig sind, um die Installation von PV- Anlagen zu realisieren. Daneben wird seit Februar 2026 das Bilanzkreismodell in einer Pilotphase getestet. Hierin erzeugen 11 Anlagen rund 1.200 kWp Leistung, deren Überschüsse bilanziell von 15 abnehmenden Standorten aufgenommen werden. Ein entsprechendes Vertragswerk, das unter anderem die Höhe der dafür noch anfallenden Netzentgelte regelt, wurde gemeinsam mit dem Stromlieferanten, der Stadtwerke Düsseldorf AG, erarbeitet. Das Bilanzkreismodell soll nach erfolgreichem Abschluss des Pilotprojektes ab 2027 im Rahmen der Neuausschreibung der Stromlieferung in größerem Umfang weitergeführt werden. Das Bilanzkreismodell kann ergänzt werden durch ein Contracting-Modell, welches entwickelt wurde, um ergänzend zum Eigenausbau in einem zweiten Pfad die Planungs-, Installations- und Investitionskapazitäten Dritter zu nutzen. Im Rahmen des Contracting-Modells wird die Dachfläche einer städtischen Liegenschaft an einen Contractor verpachtet, der darauf eine PV-Anlage installiert. Der Contractor verpachtet die PV-Anlage dann zurück an die LHD und bietet ergänzende Wartungs- und Serviceleistungen, der Strom kann durch die LHD vor Ort oder im Rahmen eines Bilanzkreises genutzt werden. Evaluation Caritas-Projekt Die Verwaltung berichtete über den aktuellen Stand im Projekt „Balkonsolaranlagen für Haushalte mit geringem Einkommen", ein Kooperationsprojekt zwischen der Landeshauptstadt Düsseldorf, dem Caritasverband Düsseldorf, der BürgerStiftung Düsseldorf und der Deutschen Postcode-Lotterie. Das im März 2023 gestartete Projekt läuft bis Ende des Jahres 2026 und ermöglicht es Bürgerinnen und Bürgern durch eine vollumfängliche Förderung von 1-2 Balkonsolarmodulen, einkommensunabhängig einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und die Stromrechnung um durchschnittlich 80-100 Euro pro Jahr zu reduzieren. Antragsberechtigt sind alle Haushalte mit Düsselpass, wobei 80 % der Kosten (bis zu Seite 2 800 Euro) von der Landeshauptstadt Düsseldorf getragen werden, die restlichen 20% werden durch die BürgerStiftung Düsseldorf mit Mitteln der Deutschen Postcode- Lotterie beigesteuert, während der Caritasverband Düsseldorf die operationale Umsetzung und begleitende Energieberatung übernimmt. Die Anlagen gehen in das Eigentum des geförderten Haushalts über. Obwohl das Projekt in den ersten beiden Jahren unter den Erwartungen zurückblieb, da in 2023 und 2024 nur 18 Anlagen installiert werden konnten, wurden in der Zwischenzeit unterschiedliche Hemmnisse in der Umsetzung abgebaut. Diese waren unter anderem dadurch begründet, dass es ich um ein zum damaligen Zeitpunkt deutschlandweit einmaliges Pilotprojekt handelte. In der Zwischenzeit hat sich nicht nur die gesetzliche Rahmenbedingung für die Installation von Balkonsolaranlagen signifikant verbessert, es konnten auch wertvolle Erfahrungen in der Ansprache von Hauseigentümer*innen und in der technischen Umsetzung gewonnen werden, der Geschäftsprozess konnte anhand der gewonnenen Erfahrungen optimiert werden und die Akquise interessierter Haushalte wurde stetig ausgebaut. Durch den Wegfall von regulatorischen Hemmnissen, die Entwicklung von organisatorischen Verbesserungen und den systematischen Aufbau einer Interessentenkartei sind inzwischen 70 Anlagen pro Jahr realistisch umsetzbar. Durch das Projekt entstehen wertvolle Synergien mit der Caritas-Energiesparberatung für einkommensschwache Haushalte. Die Mittel der Deutschen Postcode-Lotterie stehen noch bis Ende des Jahres 2026 zur Verfügung, über eine Weiterführung des Projektes und die entsprechende finanzielle Ausstattung für die kommenden Jahre muss die Politik entscheiden. CO2-Uhr Auf Anregung des Jugendrats (JURAT/025/2020) wurde die Verwaltung beauftragt, die Errichtung einer CO2-Uhr im öffentlichen Raum zu prüfen (AUS/003/2021; AUS/007/2021) und später die Idee einer CO2-Uhr zu einer Klimaschutz- Informations-Stele weiterzuentwickeln (AUS/028/2024), auf der unterschiedliche Informationen zum Klimaschutz in Düsseldorf (z.B. CO2-Bilanz, Anzahl Fahrradnutzer*innen, neu gebaute PV-Anlagen, Entwicklung E-Autos, usw.) dargestellt werden können. Die Verwaltung wurde beauftragt, einen stark frequentierten und gut einsehbaren Standort für eine entsprechende Installation zu identifizieren. Aufgrund der örtlich stark begrenzten Wirkung und den verhältnismäßig hohen Kosten einer entsprechenden Stele schlug die Verwaltung stattdessen vor, zu regelmäßigen Zeitpunkten etwa alle vier Wochen die Rubrik „News of the " auf den Roadside Screens im Stadtgebiet zu bespielen, für die kostenlose Kontingente zur Verfügung stehen. Die Politik begrüßte diesen Vorschlag und regte an, auch den Klimaschutz-Monitor über die Roadside Screens zu bewerben, um so medienübergreifend auf das städtische Klimaschutzziel aufmerksam zu machen. Seite 3

Ohne neue KI-Zusammenfassung. Der Inhaltseinstieg zeigt ausgewählte Passagen des geprüften Originaldokuments. Sitzungsverlauf und Antworten werden unabhängig davon geprüft.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen RAT/473/2026