Beschlussvorlage Aktenzeichen JHA/065/2026

Chancenfonds: Handlungskonzept für Hassels Nord - Streetwork, Quartiersmanagement und Ordnungspartnerschaft

Ein Vorschlag der Verwaltung, über den der Rat oder ein Ausschuss abstimmt.

Termine abgeschlossen Die eingetragenen Termine sind vergangen; ein eindeutiges abschließendes Ergebnis ist nicht veröffentlicht.
1Dokument 28. Juli 2026veröffentlicht

Worum es geht

Dies ist der Wortlaut der beantragten Maßnahme beziehungsweise ihrer Begründung. Auch „beschließt“ im Antrag ist noch kein Nachweis eines gefassten Beschlusses.

Aus „Beschlussdarstellung“

Der Jugendhilfeausschuss beauftragt die Verwaltung mit der Umsetzung des Konzeptes "žStreetwork, Quartiermanagement und Ordnungspartnerschaft" in Hassels Nord.

Für die Umsetzung werden aus dem Chancenfonds für das Jahr 2026 Mittel in Höhe von 50.000 Euro, für das Jahr 2027 205.000 Euro und für das Jahr 2028 155.000 Euro bereitgestellt. Der Erprobungszeitraum beträgt zwei Jahre. Die Umsetzung beginnt am 01.10.2026.

Weitere Einordnung im Original: Aus „Sachdarstellung“

Hassels-Nord ist ein Sozialraum mit besonders hohem sozialen Handlungsbedarf. Ein großer Anteil der Bewohner und Bewohnerinnen ist von Armut betroffen. Der Anteil der Kinder und Jugendliche, die in SGB II-Haushalten leben, ist höher als in jedem anderen Düsseldorfer Sozialraum. Die schwierigen Lebensbedingungen führen zu weiteren Benachteiligungen im Hinblick auf die Gesundheit, den Bildungserfolg und die grundsätzliche Teilhabe der Menschen des Quartiers. Dies wurde in den letzten Jahrzehnten häufig und ausführlich beschrieben, untersucht und dokumentiert. Aktuell wird beobachtet, dass das Quartier weiterhin deutlich unter Druck steht: ï‚· Der öffentliche Raum wird insbesondere in den Abendstunden und an Wochenenden von Teilen problematischer Bevölkerungsgruppen vereinnahmt. ï‚· Zunahme von Konflikten, Vandalismus und Vermüllung im öffentlichen Raum. ï‚· Steigendes Unsicherheits- und Angstempfinden in der Bewohnerschaft. ï‚· Wiederkehrende Müllproblematik. Trotz täglicher Reinigungsleistungen (jährliche Aufwendungen der LEG für Müllbeseitigung: rund 500.000"¯â‚¬) ist keine langfristige Verbesserung zu erkennen. ï‚· Negative Auswirkungen auf das Wohnumfeld, das Quartiersimage und das nachbarschaftliche Zusammenleben.

Ausgewählte Originalpassagen, keine neue KI-Zusammenfassung. Stand der Vorlage: 28. Juli 2026. Vollständiges Original mit weiteren Angaben

Themen

+8 weitere Themen

Vorgang · JHA/065/2026

Unterlagen und Sitzungsverlauf

Die amtlichen Unterlagen und eindeutig verknüpften Sitzungstermine stehen gemeinsam auf dieser Seite. Ein Sitzungstermin allein belegt noch keinen Beschluss.

Der Verlauf wird automatisch anhand amtlicher Verknüpfungen zusammengestellt.

Die belegten Schritte

So entwickelt sich der Vorgang

  1. Ursprüngliche Vorlage

    Beschlussvorlage · Dateidatum im Ratsinformationssystem

  2. Sitzung · TOP 7.2

    Jugendhilfeausschuss. Amtlicher Vermerk: „einstimmig beschlossen“.

Gezeigt werden amtlich verknüpfte Unterlagen und Termine. Dateidatum und Sitzungsdatum können voneinander abweichen. Eine Kenntnisnahme oder beantwortete Anfrage ist noch kein Umsetzungsbeschluss.

Originale durchsuchen

Dokumenttexte

Beschlussvorlage als Text anzeigen
JHA/065/2026 X öffentlich nicht öffentlich Beschlussvorlage Betrifft: Chancenfonds: Handlungskonzept für Hassels Nord - Streetwork, Quartiersmanagement und Ordnungspartnerschaft Fachbereich: 51 - Amt für Soziales und Jugend Dezernentin / Dezernent: Stadtdirektor Burkhard Hintzsche Beratungsfolge: Gremium SitzungsdatumBeratungsqualität Jugendhilfeausschuss02.09.2026Entscheidung Beschlussdarstellung: Der Jugendhilfeausschuss beauftragt die Verwaltung mit der Umsetzung des Konzeptes "žStreetwork, Quartiermanagement und Ordnungspartnerschaft" in Hassels Nord. Für die Umsetzung werden aus dem Chancenfonds für das Jahr 2026 Mittel in Höhe von 50.000 Euro, für das Jahr 2027 205.000 Euro und für das Jahr 2028 155.000 Euro bereitgestellt. Der Erprobungszeitraum beträgt zwei Jahre. Die Umsetzung beginnt am 01.10.2026. Eine Bewilligung erfolgt vorbehaltlich des Inkrafttretens der Haushaltssatzung für das Jahr 2026. Sachdarstellung: Hassels-Nord ist ein Sozialraum mit besonders hohem sozialen Handlungsbedarf. Ein großer Anteil der Bewohner und Bewohnerinnen ist von Armut betroffen. Der Anteil der Kinder und Jugendliche, die in SGB II-Haushalten leben, ist höher als in jedem anderen Düsseldorfer Sozialraum. Die schwierigen Lebensbedingungen führen zu weiteren Benachteiligungen im Hinblick auf die Gesundheit, den Bildungserfolg und die grundsätzliche Teilhabe der Menschen des Quartiers. Dies wurde in den letzten Jahrzehnten häufig und ausführlich beschrieben, untersucht und dokumentiert. Aktuell wird beobachtet, dass das Quartier weiterhin deutlich unter Druck steht: ï‚· Der öffentliche Raum wird insbesondere in den Abendstunden und an Wochenenden von Teilen problematischer Bevölkerungsgruppen vereinnahmt. ï‚· Zunahme von Konflikten, Vandalismus und Vermüllung im öffentlichen Raum. ï‚· Steigendes Unsicherheits- und Angstempfinden in der Bewohnerschaft. ï‚· Wiederkehrende Müllproblematik. Trotz täglicher Reinigungsleistungen (jährliche Aufwendungen der LEG für Müllbeseitigung: rund 500.000"¯â‚¬) ist keine langfristige Verbesserung zu erkennen. ï‚· Negative Auswirkungen auf das Wohnumfeld, das Quartiersimage und das nachbarschaftliche Zusammenleben. Gleichzeitig verfügt Hassels Nord bereits über eine sehr gut ausgebaute soziale Infrastruktur sowie etablierte und funktionierende Kooperationsstrukturen zwischen den Akteuren der Jugend-, Sozial- und Gemeinwesenarbeit. Die Motivation und das Engagement von Fachkräften im Sozialraum ist sehr hoch. Das bürgerschaftliche Engagement der Bewohner und Bewohnerinnen für den eigenen Sozialraum ist eher gering, wirkt gehemmt. Eine weitere Ausweitung bestehender Angebote erscheint daher allein nicht ausreichend, um die aktuellen Problemlagen wirksam zu bewältigen. Vor diesem Hintergrund haben das Stadtplanungsamt, das Amt für Soziales und Jugend und die LEG Wohnen NRW GmbH in Abstimmung mit der Bezirksvertretung 9 einen integrierten Handlungsansatz entwickelt, der präventive, sozialarbeiterische und ordnungsrechtliche Maßnahmen miteinander verbindet. Ziel des Handlungskonzeptes ist die nachhaltige Stabilisierung des Quartiers durch die Verbesserung von Sicherheit, Sauberkeit und sozialem Zusammenhalt. Insbesondere sollen folgende Ziele verfolgt werden: ï‚· Aufbau niedrigschwelliger Zugänge zu allen Personengruppen mit auffälligem Verhalten im öffentlichen Raum. ï‚· Prävention von Gewalt und Konflikten sowie Förderung deeskalierender Interventionen vor Ort. ï‚· Stärkung des subjektiven Sicherheitsgefühls der Bewohnerinnen und Bewohner. ï‚· Sichtbare Präsenz sozialarbeiterischer und ordnungsrechtlicher Akteure im Quartier. ï‚· Etablierung einer verbindlichen Ordnungspartnerschaft zwischen Kommune, Polizei, Ordnungsamt, Wohnungswirtschaft und weiteren relevanten Akteuren. ï‚· Nachhaltige Reduzierung von Vermüllung und Vandalismus. ï‚· Stärkung der Bewohnerbeteiligung und Förderung eines positiven Quartiersimages. Seite 2 Ein abgestimmtes Paket aus mehreren Maßnahmen ist vorgesehen: 1.SozialräumlichesZur Bearbeitung der Problemlagen im öffentlichen Raum wird ein Streetwork sozialräumliches Streetwork-Angebot eingerichtet. Kernbestandteile: ï‚· Einrichtung von 2,0 Vollzeitstellen Streetwork. Mindestens eine Fachkraftstelle plus Honorarkräfte mit unterschiedlichem Arbeitsschwerpunkt. ï‚· Schwerpunktmäßige Präsenz in den Abendstunden und an Wochenenden. ï‚· Aufsuchende Sozialarbeit an bekannten Konflikt- und Aufenthaltsschwerpunkten. ï‚· Konfliktvermittlung, Gewaltprävention und Krisenintervention. ï‚· Vermittlung in bestehende Hilfesysteme. ï‚· Enge Kooperation mit Polizei, Ordnungsamt, Schulen, Einrichtungen der Jugend- und Sozialhilfe. Seite 3 2.Quartiers-Zur Stärkung des Zusammenlebens und zur Unterstützung der managementQuartiersentwicklung wird in einem zweiten Schritt 2027 ein Quartiersmanagement eingerichtet. Aufgabenbereiche: ï‚· Anlauf- und Beratungsstelle für Bewohnerinnen und Bewohner. ï‚· Aktivierung und Beteiligung der Bewohnerschaft. ï‚· Unterstützung nachbarschaftlicher Initiativen und Projekte. ï‚· Koordination und Vernetzung der Akteure im Sozialraum. ï‚· Vermittlung zwischen Quartier, Verwaltung und Wohnungswirtschaft. ï‚· Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen zur Quartiersaufwertung. ï‚· Unterstützung eines positiven Quartiersimages durch Ã-ffentlichkeitsarbeit und Beteiligungsformate. 3.Ordnungs-Die bestehenden Kooperationen sollen in einer verbindlichen partnerschaftOrdnungspartnerschaft weiterentwickelt werden. Bestandteile: ï‚· Regelmäßiger Austausch zwischen Polizei, Ordnungsamt, Amt für Soziales und Jugend, Stadtplanungsamt, Quartiersmanagement, Streetwork und Wohnungswirtschaft. ï‚· Gemeinsame Lageeinschätzungen und abgestimmte Einsatzplanung. ï‚· Verzahnung präventiver und ordnungsrechtlicher Maßnahmen. ï‚· Intensivierte Zusammenarbeit mit Umweltamt, AWISTA und LEG zur Bekämpfung illegaler Müllentsorgung. ï‚· Die Wohnungseigentümerin LEG Wohnen NRW GmbH engagiert sich und setzt zahlreiche stabilisierende Maßnahmen durch (Zum Beispiel Projekt "žGute Seelen"). ï‚· Abstimmung der Maßnahmen zur Quartiersaufwertung. Finanzierungspaket Maßnahme Kosten Streetwork Personal, Honorare160.000 € Streetwork Sachmittel 30.000 € QuartiersmanagementPersonal 50.000 € QuartiersmanagementSachmittel 5.000 € Zwischensumme 245.000 € Beteiligung LEG Wohnen NRW 40.000 € GmbH Gesamtkosten pro Jahr 205.000 € Räumlichkeiten für ein wird von Seiten der LEG zur Stadtteilbüro Verfügung gestellt Begleitende Maßnahmen und nach VerfügbarkeitAmt 61: finanzielle Mittel aus Aktionen ZUKUNFT QUARTIER.DÜSSELDORF Ergänzend hat die Verwaltung, eine Bewerbung im Rahmen der Fördermaßnahme "žIdeenschmiede für nachhaltige Städte und Regionen" des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) eingereicht. Ziel der Bewerbung ist es, Fördermittel für innovative Projektbestandteile des Handlungskonzeptes zu erhalten. Sollte eine Förderung bewilligt werden, werden die Fördermittel vorrangig zur Finanzierung der Seite 4 förderfähigen Maßnahmen eingesetzt; die Inanspruchnahme von Mitteln aus dem Chancenfonds reduziert sich entsprechend. Evaluation Eine Wirksamkeitsmessung anhand ausgewählter Kriterien (z. B. Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger, Kosten für Müllentsorgung, weniger Anzeigen, "¦) wird dem Jugendhilfeausschuss im 1. Quartal 2028 vorgelegt. Seite 5

Ohne neue KI-Zusammenfassung. Der Inhaltseinstieg zeigt ausgewählte Passagen des geprüften Originaldokuments. Sitzungsverlauf und Antworten werden unabhängig davon geprüft.

Quelle: Ratsinformationssystem Düsseldorf · Aktenzeichen JHA/065/2026