Ratssitzung · Sitzung beendet
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Ratssitzung · Sitzung beendet
Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 2. Februar 2023
Die Sitzung in einer Minute
Die Sitzung verband kurzfristige Krisenausgaben mit Entscheidungen, die den öffentlichen Raum und die Stadtentwicklung längerfristig veränderten. Während Corona-Mittel und Hochwasserschutz kaum diskutiert wurden, führten Parkraumpolitik und der Bebauungsplan Grafental Ost zu klaren politischen Konflikten.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
Bereitstellung von überplanmäßigen Haushaltsmitteln zur Bekämpfung der COVID-19 Pandemie
Der Rat nahm den zusätzlichen Finanzbedarf zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie zur Kenntnis. Er stimmte der überplanmäßigen Bereitstellung von bis zu 2.922.186,37 Euro zu.
Eine Debatte fand nicht statt. AfD und Tierschutz/Freie Wähler stimmten dagegen, die übrigen Ratsmitglieder beschlossen die Vorlage mehrheitlich.
Damit durfte die Stadt einen zusätzlichen Millionenbetrag außerhalb der bisherigen Haushaltsplanung für die Pandemiebekämpfung einsetzen.
Vorlage AGS/072/2022 · Nachweis: TOP 12, PDF-Seite 31
Ergänzungsantrag der SPD-Ratsfraktion zur Vorlage RAT/045/2023
Der Rat lehnte den SPD-Ergänzungsantrag mehrheitlich ab und fasste zugleich inhaltliche Beschlüsse zum Parkgebührenpaket. Vorgesehen waren je halbe Stunde 2,25 Euro in Zone I, 1,50 Euro in Zone II und 1 Euro in Zone III; außerdem sollten die Zonen neu zugeschnitten, die Gebührenbefreiung für Elektroautos beendet und der Medienhafen in Zone Ia einbezogen werden. Weil dafür der Wortlaut der Gebührenordnung geändert werden musste, sollte der rechtssichere Satzungsbeschluss erst in der folgenden Ratssitzung vorgelegt werden.
Bündnis 90/Die Grünen befürwortete die Neuordnung als Instrument zur Verteilung des begrenzten Straßenraums und verteidigte das Ende der Gebührenbefreiung für Elektroautos. Die FDP kritisierte dagegen eine fehlende Gesamtstrategie und warnte vor den Folgen der Parkraumpolitik.
Die vorgesehenen Änderungen betrafen Parkkosten und Bewirtschaftungszeiten in weiten Teilen des Stadtgebiets. Ihre formale Umsetzung war nach dieser Sitzung jedoch noch nicht abgeschlossen.
Vorlage RAT/056/2023 · Nachweis: TOP 20.2.1, PDF-Seite 62
Beschaffung eines mobilen Hochwasserschutzsystems zum Einsatz bei drohenden Überflutungen durch innerstädtische Gewässer - Beschluss -
Der Rat beschloss die Anschaffung eines mobilen Hochwasserschutzsystems aus 1.000 Metern Schlauch mit einem Durchmesser von einem Meter. Dafür stellte er überplanmäßig bis zu 700.000 Euro bereit.
Der Beschluss fiel ohne Debatte und einstimmig. Auch Bauausschuss und Haupt- und Finanzausschuss hatten die Anschaffung einstimmig empfohlen.
Das mobile System sollte bei drohenden Überflutungen durch innerstädtische Gewässer eingesetzt werden und war damit nicht an einen einzigen Standort gebunden.
Vorlage SEBD/003/2023 · Nachweis: TOP 23, PDF-Seite 33
Spende an die BürgerStiftung Düsseldorf (Härtefallfonds)
Der Rat beschloss eine außerplanmäßige Spende von 50.000 Euro an die BürgerStiftung Düsseldorf. Das Geld sollte in einen Fonds fließen, der Menschen vor Energiesperren bewahrte, wenn Regelsysteme, andere Hilfen und eigene Möglichkeiten nicht ausreichten. Nach Darstellung der Verwaltung sollte der Fonds zunächst insgesamt mit 500.000 Euro ausgestattet werden.
Die Linke hielt den städtischen Beitrag angesichts der Zahl einkommensarmer Menschen für zu niedrig und enthielt sich. Die Verwaltung verwies auf die vereinbarte anfängliche Gesamtausstattung des Fonds und stellte weitere Mittel in Aussicht, falls diese nicht ausreichen sollten; alle übrigen stimmten zu.
Der Fonds ergänzte bestehende Hilfesysteme für Haushalte in akuten Notlagen und sollte kurzfristig Leistungen ermöglichen.
Vorlage RAT/018/2023 · Nachweis: TOP 11, PDF-Seite 43
Bebauungsplan-Entwurf Nr. 02/005 - Grafental Ost
Der Rat beschloss den geänderten Bebauungsplan für das Gebiet zwischen Walter-Eucken-Straße, den nördlichen Sportanlagen, der Güterzugtrasse Düsseldorf–Ratingen und der Märchenlandsiedlung als Satzung. Er entschied zugleich über die Stellungnahmen aus der öffentlichen Auslegung und billigte die Begründung samt Umweltbericht.
Tierschutz/Freie Wähler kritisierte, dass nach ihrer Darstellung von 145 Bäumen nur sechs erhalten blieben, und fragte nach einer aktuellen Artenschutzprüfung für Mauersegler. Die Verwaltung erklärte, das Gutachten von 2019 liege innerhalb der gesetzlichen Frist; Tierschutz/Freie Wähler, AfD, Linke und Die Partei-Klima-Fraktion stimmten gegen den Plan, ein Grünen-Mitglied enthielt sich.
Mit dem Satzungsbeschluss setzte der Rat verbindliches Planungsrecht für das Gebiet. Der Konflikt drehte sich vor allem um das Verhältnis von Bebauung, Versiegelung, Baumerhalt und Artenschutz.
Vorlage APS/116/2022 · Nachweis: TOP 13, PDF-Seite 45
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
Die Karte zeigt den Sitzungsort. Weitere konkrete Adressen wurden nicht zuverlässig extrahiert.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.
Verknüpfte Anträge, Anfragen und Verwaltungsvorlagen mit eigenständigen Detailseiten.