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BAU/015/2026
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Beschlussvorlage
zur Herbeiführung eines Ausführungs- und
Finanzierungsbeschlusses
Betrifft:
Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss zum Neubau der Rettungswache 24 an der
Völklinger Straße - Feuerwehrorganisatorische Maßnahmen I (FOM I)
Fachbereich:
37 - Feuerwehr, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz
23 - Amt für Gebäudemanagement
Dezernentin / Dezernent:
Stadtkämmerin Dorothée Schneider
Stadtdirektor Burkhard Hintzsche
Beratungsfolge:
Gremium SitzungsdatumBeratungsqualität
Bauausschuss08.09.2026Vorberatung
Bezirksvertretung 308.09.2026Anhörung
Ausschuss für öffentliche
Einrichtungen, Stadtökologie,
11.09.2026Anhörung
Abfallmanagement und
Bevölkerungsschutz
Haupt- und Finanzausschuss14.09.2026Vorberatung
Rat 24.09.2026Entscheidung
Beschlussdarstellung:
Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf beschließt die Ausführung und Finanzierung des
Projektes „Neubau der Rettungswache 24 an der Völklinger Straße" mit einer Gesamtsumme
von 15.097.600 EUR (brutto) inklusive Ausstattung und Inventar und stimmt der Abwicklung
durch die Immobilien Projekt Management Düsseldorf GmbH (IPM) zu.
In diesem Zusammenhang stimmt der Rat der Stadt Düsseldorf der überplanmäßigen
Mittelbereitstellung in Höhe von 370.000 EUR durch Frau Stadtkämmerin Schneider zu.
Beschlusslage:
Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf hat am 08.05.2024 den Grundsatzbeschluss zur
Umsetzung von feuerwehrorganisatorischen Maßnahmen ab 2024 - Feuerwehr-
organisatorische Maßnahmen I (FOM I) - gefasst.
Der „Neubau der Rettungswache 24 (Fürstenwall 206) an einem neuen geeigneten Standort"
ist Gegenstand des oben genannten Grundsatzbeschlusses BAU/009/2024.
Mit den Planungsleistungen bis zum Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss wurde die
Immobilien Projekt Management Düsseldorf GmbH (IPM) nach dem Beschluss
BAU/009/2024 im Rat am 08.05.2024 beauftragt.
Sachdarstellung:
Ausgangssituation
Die Rettungswache 24 (Fürstenwall 206) ist als Unterbringung für den Rettungsdienst nicht
mehr tauglich. Eine nutzungsspezifische Weiterentwicklung im Bestand ist nicht möglich.
Zudem steht im Abschlussbericht einer Organisationsuntersuchung sowie in den
Rettungsdienstbedarfsplänen die Notwendigkeit zur Prüfung bzw. die Forderung nach einer
Verlegung in Richtung Westen, um eine bessere Flächenabdeckung der rettungsdienstlichen
Versorgung zu ermöglichen.1,2
Die Verlegung der Rettungswache 24 an einen Standort weiter südwestlich an die Völklinger
Straße verbessert die Flächenabdeckung der rettungsdienstlichen Versorgung im Bereich
Düsseldorf-Hafen. Die bereits in den Rettungsdienstbedarfsplänen ab dem Jahr 2000
empfohlene Standortverlegung 3,4 ist insbesondere im Hinblick auf die bereits erfolgten und
noch geplanten Entwicklungen des Ortsteils dringend erforderlich.
1 Gutachten zur Durchführung einer Organisationsuntersuchung des städtischen Rettungsdienstes im Amt 37 der
Landeshauptstadt Düsseldorf; Forplan Dr. Schmiedel GmbH; 2001
2 Rettungsdienstbedarfsplan 2020 der Landeshauptstadt Düsseldorf
3 Gutachten zur Durchführung einer Organisationsuntersuchung des städtischen Rettungsdienstes im Amt 37 der
Landeshauptstadt Düsseldorf; Forplan Dr. Schmiedel GmbH; 2001
4 Rettungsdienstbedarfsplan 2025 der Landeshauptstadt Düsseldorf
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Bedarfskonkretisierung
Der dem Bedarfsbeschluss zu Grunde gelegte Bedarf wurde im Zuge der Entwurfsplanung
mit allen Planungsbeteiligten wie folgt konkretisiert:
Darstellung der Maßnahmen
Das beplante Grundstück setzt sich aus mehreren Flurstücken (215, 216 und 217)
zusammen und befindet sich im Stadtteil Hamm an der Kreuzung Völklinger Straße -
Fährstraße. Die Gesamtfläche des Grundstücks beträgt ca. 8.750 m².
Zurzeit wird das Areal als landwirtschaftliche Fläche genutzt und ist im Besitz der
Landeshauptstadt Düsseldorf.
Das Flurstück weist Höhenversprünge von einem bis anderthalb Metern zu den
Straßenzügen Fährstraße und Völklinger Straße auf. Um Überflutungen des Grundstücks zu
vermeiden, werden diese Höhenversprünge ausgeglichen.
Erschließung des Grundstücks
Im Bereich des Bypasses der Fährstraße befindet sich derzeit eine asphaltierte Zuwegung
für den landwirtschaftlichen Verkehr vom Straßenniveau zur Grundstücksfläche.
Die Erschließung des Grundstücks erfolgt über diesen Bypass. Um eine Kreuzung von Ein-
und Ausfahrtsverkehr im Alarmfall zu vermeiden, befindet sich die Zufahrt für Besuchende
und Mitarbeitende der Rettungswache 24 am Anfang des Bypasses. Die Alarmausfahrt der
Rettungswagen ist nachfolgend entlang des Bypasses angeordnet.
Rund um das Gebäude ist eine Umfahrt vorgesehen, die das Rangieren der Rettungswagen
sowie die Erreichbarkeit der Durchfahrtsfahrzeughalle im hinteren Bereich sicherstellt.
Zusätzlich ist südöstlich des Grundstücks eine Notausfahrt geplant, um bei einem Rückstau
an der Kreuzung Fährstraße/Völklinger Straße eine alternative Ausfahrtsmöglichkeit zu
gewährleisten.
Der Parkplatz für Beschäftigte sowie Besucherinnen und Besucher liegt gut sichtbar und
leicht auffindbar im nordöstlichen Bereich des Grundstücks, in direkter Nähe zur Kreuzung.
Die Position des Gebäudes wurde so gewählt, dass eine Erweiterung nach Süden möglich
wäre.
Konzept und Funktionszusammenhänge
Die Funktionsstruktur des Gebäudes basiert auf den spezifischen Nutzungsabläufen.
Der Hauptzugang zur Rettungswache erfolgt über den westlich an der Völklinger Straße
gelegenen Beschäftigtenparkplatz. Von dort aus sind die öffentlichen Bereiche wie Büro- und
Schulungsräume bequem erreichbar.
Direkt angrenzend an die Büroflächen im Erdgeschoss befinden sich die Fahrzeughalle
sowie die dazugehörigen Lager- und Funktionsräume. Die Fahrzeughalle ist als
Durchfahrtshalle mit fünf Stellplätzen konzipiert. Vom Hauptzugang aus gelangen die
Beschäftigten über das Treppenhaus in den nicht öffentlichen Bereich des ersten und
zweiten Obergeschosses im erhöhten Bauvolumen der Rettungswache 24.
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Im ersten Obergeschoss liegen die allgemeinen Aufenthaltsräume mit Küche und
Fitnessraum sowie die Umkleidebereiche. Das zweite Obergeschoss ist den Schlaf- und
Ruheräumen vorbehalten.
Gründung und Tragwerk
Die Gründung erfolgt auf einem ca. 150 cm dicken, lagenweise eingebauten und
verdichteten Bodenpolster. Zur Herstellung des Bodenpolsters wird ein gut abgestuftes
Sand-Kies-Gemisch, Naturschotter oder Recyclingmaterial verwendet. Es ist eine
umlaufende Frostschürze geplant. Das Gebäude wird auf einer elastisch gebetteten
Bodenplatte gegründet.
Das Tragwerk des Verwaltungs- und Lagergebäudes besteht aus Massivdecken, die
auftragenden Außenwänden aus Stahlbeton auflagern. Die Außenwände erhalten
außenseitig eine Betonfassade mit einer Mineralfaserdämmung zwischen den Schalen.
Die Dachkonstruktion der Fahrzeughalle besteht aus Holzleimbindern, die im Außenbereich
auskragen und die Vordächer der Halle bilden. Die Auflagerung erfolgt auf
Stahlbetonaußenwänden.
Fassadengestaltung
Die Fassade wird überwiegend mit Betonfertigteilen in Kombination mit einer bauphysikalisch
erforderlichen Zwischendämmung ausgeführt. Ergänzend kommen farbige Fensterbänder
sowie Verkleidungen aus Metall beziehungsweise Glattblech zum Einsatz. Die Fenster sind
als Aluminiumfenster mit Dreischeibenverglasung geplant.
Die U-Werte der Fenster und Türen entsprechen den Anforderungen des Wärmeschutzes.
Die Fenster werden mit Dreh/Kipp Funktion ausgeführt.
Teilbereiche der Fensteranlage sind als Festverglasung ausgeführt, wodurch aufgrund der
erdgeschossigen Lage die Reinigung nicht negativ beeinflusst wird. Das Gebäude erhält im
Erd- und ersten Obergeschoss einen außenliegenden Sonnenschutz in Form von Raffstores
mit Flachlamellen.
Technik
Die Wärmeversorgung des Gebäudes erfolgt über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit
Aufstellung auf dem Dach sowie Pufferspeicher und Verteilung im Technikraum im
Erdgeschoss. Im Bereich des Technikraums werden Anschlüsse für den Vor- und Rücklauf
einer Notheizung an der Außenwandvorgesehen. Für die Fahrzeughalle und die
angrenzenden Nebenräume wird eine zweite Verteilung im Technikbereich der Nebenräume
untergebracht.
Die Wärmeübergabe im Hauptgebäude erfolgt über eine Fußbodenheizung mit
Temperaturregelung über Raumthermostate. In Bereichen, in denen eine Deckung der
Heizlast durch die Fußbodenheizung nicht ausreichend ist, werden zusätzliche Heizkörper
vorgesehen. Die Wärmeübergabe in der Fahrzeughalle erfolgt über Umluftheizregister, die
unter der Decke montiert werden. Die Wärmeübergabe in den Nebenräumen der
Fahrzeughalle erfolgt über profilierte Ventilkompaktheizkörper.
Alle Räume des Hauptgebäudes und die Nebenräume der Fahrzeughalle werden be- und
entlüftet.
Die Abgasabsaugung der Fahrzeughalle erfolgt über flexible Stutzen. Die Absaugung wird
über einen Ventilator in der Lüftungszentrale abgesaugt. Die Fortluft wird über das Dach
abgeführt. Die Nachströmung erfolgt über die offenen Türen der Fahrzeughalle.
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Die elektrische Versorgung und Verteilung des Gebäudes erfolgt zentral über die
Niederspannungshauptverteilung, die im Technikbereich des Erdgeschosses im
Nebengebäude untergebracht ist.
Für den Fall eines Netzausfalls ist die Errichtung einer Netzersatzanlage (NEA) in Form
eines Dieselaggregats mit separatem Dieseltank vorgesehen.
Auf dem Dach der Fahrzeughalle ist die Installation einer Photovoltaikanlage mit einer
installierten Leistung von ca. 83,7 Kilowattpeak (kWp) und einem Speicher von ca. 25,6
Kilowattstunden (kWh) geplant.
Barrierefreiheit
Der „Runder Tisch Bauen" hat in seiner Sitzung vom 09. März 2026 der Planung ohne
weitere Anmerkungen zugestimmt.
Ökologisches Konzept
Die folgenden Aspekte wurden berücksichtigt:
Das Gebäude wird nach dem DGNB-Standard GOLD unter Berücksichtigung des „Cradle
to Cradle"-Gedankens geplant.
Erreichung des Effizienzhaus 40 (EG40) Standards
extensive Dachbegrünung in Kombination mit Photovoltaikanlage
Biodiversitätsdach mit modellierten Hügeln, Totholz und Insekten-Nisthilfen
Dachterrasse im 1. OG mit drei Hochbeeten mit schattenverträglichen Stauden
Der Wärmebedarf wird über Luft-Wasser-Wärmepumpen sichergestellt.
Die Lüftungsanlagen werden mit Wärmerückgewinnung ausgestattet.
Die Beleuchtung wird ausnahmslos mit LED-Technik und Präsenzmeldern
(tageslichtabhängig) realisiert.
Die Planung sieht im Wesentlichen einen Verzicht auf organische Dämmung (Polystyrol
etc.) zu Gunsten mineralisch Dämmmaterialien vor.
Neben den Bäumen im Bereich der straßenbegleitenden Bepflanzung gibt es keinen
signifikanten Baumbestand auf dem Baugrundstück. Die bestehenden Bäume entlang
der Fährstraße und der Völklinger Straße wurden in der Freianlagenplanung
berücksichtigt und bleiben erhalten.
Um den Klimaschutz proaktiv voranzutreiben, wurde eine Photovoltaik Anlage mit ca. 83,7
Kilowattpeak inklusive Speicher in Kombination mit extensiver Dachbegrünung und in Teilen
ein Biodiversitätsdach geplant. Die entsprechenden Kosten belaufen sich in Gänze auf
363.108 Euro / brutto.
Gesamtkosten
Auf Grundlage der bereitgestellten Bedarfsmeldung wurde eine Entwurfsplanung entwickelt
und eine Kostenberechnung erarbeitet, welche die erforderlichen Baumaßnahmen abbildet.
Die dieser Vorlage zugrundeliegende Kostenberechnung beinhaltet auch die Kosten für
Ausstattung und Inventar und stellt somit einen gesamtheitlichen Kostenüberblick dar, der
mit 15.097.600 EUR abschließt.
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Finanzierung
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Für die Finanzierung der Maßnahme ist die Aufnahme externer Liquiditäts- beziehungsweise
Investitionskredite erforderlich.
Im Grundsatzbeschluss vom BAU/009/2024 vom 08.05.2024 wurde ein
Grobkostenkostenrahmen benannt. Die Gesamtkosten der Maßnahme liegen unterhalb des
beschlossenen Grobkostenrahmens.
Förderungen
Derzeit sind keine externen Förderungen beantragt, da die aktuelle Förderkulisse den
baulichen wie organisatorischen Mehraufwand nicht kompensiert. Sollten sich nach Erlangen
des Ausführungs- und Finanzierungsbeschlusses Fördermittel ergeben, werden diese
geprüft.
Terminplan
Die IPM strebt eine Realisierung der Maßnahme bis zum 3. Quartal 2028 an.
Erfüllung der Voraussetzungen des § 13 KomHVO:
*) Es besteht ein Kosten- und Terminrisiko
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Anlage 1 FOM_I_RW 24_AuF als Text anzeigen
/2026
XXX
/
in EUR in EUR in EUR
nlage 01 zur Vorlage BAU
A
*Nr. der zutreffenden Mittelbereitstellung bitte angeben
1 = Haushaltsplan- Entwurf
2 = Veränderungsverzeichnis
3 = überplanmäßige / außerplanmäßige Bereitstellung
4 = Umstellung im Budget
5 = Mittel sind bereits veranschlagt bzw. verausgabt
6 = Sonstiges (Begründung siehe unten)
in EUR in EUR
Jahr 2026 Jahr 2027 Jahr 2028 Jahr 2029 Gesamt
Mittelbereitstellung Mittelbereitstellung Mittelbereitstellung Mittelbereitstellung Mittelbereitstellung
Nr. Nr. Nr. Nr.
Neubau Rettungswache 24
Finanzierung
Kurztext
Kosten IPM
7.00270026.A0 - 78510000 Fürstenwall 206, Neubau Rettungswach 24 3 370.000 2 7.000.000 2 4.103.392 2 -185.000 11.288.392
7.00270026.A0 - 78510000 Fürstenwall 206, Neubau Rettungswach 24 5 1.130.000 5 1.000.000 5 940.000 5 185.000 3.255.000
7.00270026.AX - 78510000 Fürstenwall 206, Neubau Rettungswach 24 (PV-Anlage) 6 135.039 135.039
7.00270026.AX - 78510000 Fürstenwall 206, Neubau Rettungswach 24 (Gründach 6 228.069 228.069
Ausstattung und Inventar Amt 37
7.900270037.A0 - 78310000 investive Kosten Rettungswache
Konto
Auftragssachkonto/
Produktsachkonto
einschließlich
7.900270037.K0 - 54313800 konsumtive Kosten Rettungswache
Summe Auszahlungen