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SCHUA/056/2026
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Beschlussvorlage
zur Herbeiführung eines Ausführungs- und
Finanzierungsbeschlusses
Betrifft:
Erweiterung des Cecilien-Gymnasium am Schulstandort Schorlemerstraße um 6
Mehrzweckräume
Fachbereich:
40 - Amt für Schule und Bildung
Dezernentin / Dezernent:
Stadtdirektor Burkhard Hintzsche
Beratungsfolge:
Gremium SitzungsdatumBeratungsqualität
Schulausschuss01.09.2026Vorberatung
Bauausschuss08.09.2026Vorberatung
Haupt- und Finanzausschuss14.09.2026Vorberatung
Rat 24.09.2026Entscheidung
Bezirksvertretung 407.10.2026Anhörung
Beschlussdarstellung:
Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf beschließt
1. die Ausführung und Finanzierung des Projektes „Erweiterung Cecilien-
Gymnasiums am Schulstandort Schorlemerstraße um 6 Mehrzweckräume" mit
einer Gesamtsumme von 3.230.000 EUR inkl. Ausstattung und Inventar sowie
jährlichen Folgekosten in Höhe von 377.413 EUR und stimmt der Abwicklung
durch die Immobilien Projekt Management Düsseldorf GmbH (IPM) zu.
2. die Verwaltung zu ermächtigen, das erforderliche Personal zur Verfügung zu
stellen und zusätzlich zu finanzieren.
Beschlusslage:
Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf hat in seiner Sitzung am 10.07.2025 (s. Ö-Vorlage
SCHUA/029/2025) die Verwaltung beauftragt am Schulstandort Niederkasseler Straße 36
die notwendigen Planungen zur Erhöhung der Schulplatzkapazitäten der KGS Niederkassel
von zwei auf vier Züge unter Berücksichtigung des Anspruches auf einen Ganztagsplatz
sowie der Aufnahme des Raumbedarfs des Cecilien-Gymnasiums nach Aufgabe des
Standortes Comeniusstraße 1 zu erbringen.
Zudem wurde die Verwaltung ermächtigt die IPM mit der Planung zu beauftragen.
Sachdarstellung:
Ausgangssituation
Der Schulausschuss hat die Verwaltung beauftragt eine Machbarkeitsstudie zur potentiellen
Erhöhung der Schulplatzkapazität am Standort Niederkasser Straße 36 unter Berücksichtung
des Anspruches auf einen Ganztagsplatz sowie der Aufnahme des Raumbedarfs des
Cecilien-Gymnasiums nach Aufgabe des Standortes Comeniusstraße 1 zu erstellen (vgl.
SCHUA/093/2023). Zudem wurde die Verwaltung ermächtigt, die IPM mit der Durchführung
der Machbarkeitsstudie zu beauftragen.
Die Realisierung der Bedarfe ist grundsätzlich am Standort Niederkasseler Straße 36
möglich. Aufgrund des damit einhergehenden großen Baukörpers wurde darüber hinaus die
Abbildung des Raumbedarfs für das Cecilien-Gymasium am Hauptstandort,
Schorlemerstraße 99 untersucht.
Im Endergebnis ist die Realisierung am Hauptstandort Schorlemerstraße 99 im Nord-Osten
auf einem ungenutzten Teil der Grünanlage möglich.
Bedarfskonkretisierung
Der Bedarf wurde gemäß Raumprogramm und erwartetem Bedarf für 117 Schüler*innen auf
6 Mehrzweckräume à 55m² festgelegt.
Darstellung der Maßnahmen
Variante zur Umsetzung
Als Variante zur Umsetzung wurde eine Totalunternehmervergabe (TU-Vergabe) gewählt.
Eine TU-Vergabe impliziert eine kombinierte Ausschreibung von Bau- und
Planungsleistungen zu einem Pauschalfestpreis in einem frühen Stadium der
Projektabwicklung. Konkret bedeutet das, dass fünf Bieter ein Angebot über die zu
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beschaffende Leistung abgegeben haben. Diese Angebote beinhalten eine Entwurfsplanung
mit Pauschalfestpreis. Die Angebote wurden fachlich über eine Bewertungsmatrix bewertet.
Das wirtschaftlichste Angebot wurde zur Ermittlung der Gesamtkosten der Maßnahme
herangezogen und ist Grundlage dieses Beschlusses.
Konzept und Funktionszusammenhänge
Die geplante Bauweise basiert auf einer modernen, nachhaltigen Holzbaukonstruktion mit
einem hohen Vorfertigungsgrad.
Die tragenden und raumabschließenden Bauteile werden überwiegend als vorgefertigte
Holztafelelemente sowie Brettsperrholzelemente ausgeführt. Die industrielle Vorfertigung im
Werk gewährleistet eine hohe Ausführungsqualität, kurze Bauzeiten und eine deutliche
Reduzierung von Emissionen auf der Baustelle. Insbesondere werden hierdurch Lärm- und
Staubbelastungen im sensiblen Umfeld minimiert.
Die gewählte Bauweise und das Vergabeverfahren „TU-Modell" stellen eine
schnellstmögliche Fertigstellung zum Schuljahresbeginn 2027/2028 sicher.
Baukörper und Fassadengestaltung
Der Baukörper ist klar strukturiert und folgt einer ruhigen, geometrisch eindeutigen
Formensprache. Die Fassadengestaltung zeichnet sich durch ein reduziertes, zeitloses
Design aus, die auf eine langfristige gestalterische Qualität abzielt.
Ein wesentlicher Aspekt der Gestaltung ist der bewusste Einsatz von Materialkontrasten.
Der Hauptbaukörper wird in massiver, heller Klinkerbauweise ausgeführt, was robust und
langlebig ist. Ergänzend dazu bildet eine moderne, verglaste Erweiterung den transparenten
Gegenpol. Die Materialwahl greift die Gestaltung des bestehenden Erweiterungsbaus aus
dem Jahr 2019 auf und entwickelt sie weiter.
Die Fassade wird durch vertikale Elemente und Rahmungen strukturiert, wodurch Tiefe
entsteht und ein klarer Rhythmus erzeugt wird. Großzügige Fensterflächen sorgen für eine
hohe Tageslichtausbeute und schaffen helle, freundliche Innenräume.
Der Verbindungsgang zwischen Anbau und Bestand wird als Lochfassade mit
Faserzementplatten ausgeführt.
Grundrisskonzept, Organisation und Sicherheit
Die Grundrisslösung zeichnet sich durch eine effiziente Flächennutzung ohne unnötige
Verkehrsflächen, kurze Wege und eine einfache Orientierung innerhalb des Gebäudes aus.
Die Struktur des Gebäudes ermöglicht eine flexible Möblierung und unterstützt
unterschiedliche Unterrichtsformen. Zusatzflächen wie Abstellräume sind sinnvoll in die
Grundrissstruktur integriert und in unmittelbarer Nähe zu den Nutzbereichen angeordnet.
Das Treppenhaus ist zentral positioniert und gewährleistet eine effiziente vertikale
Erschließung.
Die Erschließung erfolgt zentral über eine durchgehende Flurzone, die mit einem
Anbindungsgang zum Bestand verbunden ist. Bestehende Wegebeziehungen werden
aufgenommen und sinnvoll ergänzt, sodass sich der Neubau nahtlos in die vorhandene
Schulstruktur integriert.
Alle Rettungswege sind klar definiert und gut erreichbar. Im Erdgeschoss befinden sich
Ausgänge aus den Klassenräumen, die direkt ins Freie führen und so für zusätzliche
Sicherheit sorgen. Das Treppenhaus erfüllt die Anforderungen an einen sicheren vertikalen
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Fluchtweg. Die klar strukturierte und übersichtliche Wegeführung gewährleistet eine schnelle
und sichere Evakuierung im Gefahrenfall.
Bezug zum Bestand
Der Entwurf orientiert sich in Proportion, Maßstäblichkeit und Gebäudehöhe am
vorhandenen Bestand, insbesondere am Erweiterungsbau von 2019. Durch die Aufnahme
der Materialität, insbesondere des Klinkers, wird eine visuelle Verbindung hergestellt, die
gleichzeitig eine zeitgemäße Interpretation ermöglicht. Alt- und Neubau bleiben klar
ablesbar, ohne dass es zu einem gestalterischen Bruch kommt. Stattdessen entsteht eine
stimmige Weiterentwicklung des Schulstandortes, bei der sich der Neubau als
selbstverständlicher Bestandteil des Gesamtensembles einfügt.
Eine grundlegende Umorganisation des Bestandes ist nicht erforderlich; vielmehr stellt die
Erweiterung eine funktionale Ergänzung dar.
Technik
Die Wärmeversorgung des Erweiterungsbaus erfolgt über das Bestandsgebäude.
Weitere Sanitärausstattungen sind nicht vorgesehen.
Auf den Dachflächen des Gebäudes ist eine PV-Anlage geplant.
Barrierefreiheit
Die Planung wurde dem „Runden Tisch Bauen" in seiner Sitzung am 08. Juni 2026
vorgestellt. Dieser stimmte der Planung ohne Änderungswünsche zu.
Ökologisches Konzept
Holz als wesentlicher Konstruktionsbestandteil leistet einen maßgeblichen Beitrag zur
Reduktion grauer Energie. Bei der Materialbeschaffung wird zur Minimierung von
Transportwegen und Reduzierung der damit verbundenen Emissionen mit regionalen
Sägewerken und Lieferanten gearbeitet. Über die Materialwahl hinaus werden durch
zusätzliche Maßnahmen im Herstellungsprozess wie beispielsweise statisch und konstruktiv
optimierte Bauteile Materialmengen reduziert und durch präzise Planungen Verschnitte
vermieden.
Auswirkung auf den Stellenplan und das Personalkostenbudget
Für das Cecilien-Gymnasium ist aufgrund des Schülerzuwachses nach dem Abschluss der
Baumaßnahmen eine Erhöhung des Gesamtstundenkontingents im Sekretariatsbereich um
3,24 Stunden auf 64,99 Stunden (1,66 VZÄ) erforderlich. Hiermit sind zusätzliche
Personalkosten in Höhe von rd. 5.516,00 EUR auf der Grundlage der
Personalkostendurchschnittssätze 2026 der KGST verbunden, die entsprechend über den
Stellenplan zu beantragen sind.
Am Schulstandort Schorlemer Straße entsteht nach Fertigstellung der Neubaumaßnahmen
ein zusätzlicher Stellenbedarf im Schulhausmeisterbereich von 0,36 VZÄ. Verbunden hiermit
sind zusätzliche Personalkosten in Höhe von 29.124 Euro / Jahr. Der Neubau wird im Jahr
2027 fertig gestellt, daher ist dies im Stellenplanverfahren 2027 entsprechend zu
berücksichtigen.
Es ist grundsätzlich davon auszugehen, dass die eingesetzten Hausmeister*innen über die
reguläre Arbeitszeit hinaus in den Abendstunden oder am Wochenende bei Nutzung der
Räumlichkeiten durch externe Personen, z.B. bei politischen Veranstaltungen, Überstunden
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leisten werden und diese vom Amt für Schule und Bildung vergütet werden. Zum jetzigen
Zeitpunkt können jedoch keine Aussagen über die Anzahl oder die daraus entstehenden
Personalkosten getroffen werden.
Abhängig von den geltenden Regelungen zum Stellenplanverfahren ist davon auszugehen,
dass die zusätzlichen Personalkosten in Höhe von 34.640 EUR aus dem vorhandenen
Personalkostenbudget des Amtes 40 zu decken sind.
Gesamtkosten
Auf Grundlage der bereitgestellten Bedarfsmeldung wurde im Rahmen des Wettbewerbs von
den Bietern eine Entwurfsplanung entwickelt und ein Pauschalfestpreisangebot abgegeben.
Die dieser Vorlage zugrundeliegende Kostenermittlung beinhaltet zudem sämtliche
Nebenkosten sowie die Kosten für Ausstattung und Inventar und stellt somit einen
gesamtheitlichen Kostenüberblick dar, der mit 3.230.000 EUR (brutto) abschließt.
Finanzierung
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Hinsichtlich der zu finanzierenden Gesamtsumme i.H. von 3.230.000 Euro (brutto) inkl.
Ausstattung und Inventar in Höhe von 138.328 Euro (brutto) schlägt die IPM Düsseldorf
GmbH die Finanzierung über den Haushalt der Landeshauptstadt Düsseldorf vor.
Für die Umsetzung der Maßnahme ist die Aufnahme externer Investitions- und/oder
Liquiditätskredite mit entsprechenden Auswirkungen auf den Ergebnishaushalt erforderlich.
Die Deckung der Kosten dieser Maßnahme erfolgt aus dem Gesamthaushalt der
Landeshauptstadt Düsseldorf.
Terminplan
Die IPM strebt eine Realisierung der Maßnahme bis zum III Quartal 2027 an.
Erfüllung der Voraussetzungen des § 13 KomHVO:
Anlagen:
Anlagen zur SCHUA/056/2026
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Anlagen zur SCHUA/056/2026 als Text anzeigen
Erweiterung Cecilien-Gymnasium
Finanzierung Anlage 01 zur Vorlage SCHUA/056/2026
*Nr. der zutreffenden Mittelbereitstellung bitte angeben
1 = Haushaltsplan-Entwurf
2 = Veränderungsverzeichnis
3 = überplanmäßige / außerplanmäßige Bereitstellung
4 = Umstellung im Budget
5 = Mittel sind bereits veranschlagt bzw. verausgabt
6 = Sonstiges (Begründung siehe unten)
Konto Jahr 2027 Jahr 2028 Jahr 2029 Jahr 2030 Gesamt
Auftragssachkonto/
Produktsachkonto Mittelbereitstellung MittelbereitstellungMittelbereitstellungMittelbereitstellungMittelbereitstellung
in EUR in EUR in EUR in EUR in EUR
Nr. Nr. Nr. Nr.
Schulgebäude
Gymnasium, Hochbaumaßnahme
2 39.192
Hochbaumaßnahme Klimaschutz - PV-Anlage
Zwischensumme Auszahlungen/Aufwendungen
Hochbau
investives Inventar
21 217 01 7.90047823.A0 78310000 Auszahlungen für
den Erwerb von VG > 410 EUR netto
konsumtive Mittelanmeldung
21 217 01 7.90047823.K0 54313800 Auszahlungen für
den Erwerb von VG < 410 EUR netto
Sachleistungen schulorganisatorische Maßnahme
Summe Auszahlungen/Aufwendungen Hochbau
und Inventar brutto
Folgekosten
Jahr 2027 2028 Folgejahre
Konto
Mittelbereitstellung Mittelbereitstellung Mittelbereitstellung
Produktsachkonto (Profitcenter, Sachkonto, Bezeichnung)in EUR in EUR in EUR
Nr. Nr. Nr.
1.10.212.01 52410000 Bewirtschaftung Grundstücke 2 123.5032 123.5032 123.503
1.10.212.01 52410100 Energie 2 9.5322 9.5322 9.532
1.10.212.01 52413000 Unterhaltung Grundstücke2 5.7092 5.7092 28.543
1.10.212.01 52550000 Unterhaltung sonstiges
2 2 2
bewegliches Vermögen
1.10.212.01 57110000 Abschreibung2 43.4182 43.4182 43.418
Reinigungskosten über Amt 16 2 14.1982 14.1982 14.198