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KUA/118/2025
X öffentlich nicht öffentlich
Informationsvorlage
Betrifft:
Jahresbericht der Geschäftsstelle der Kunstkommission 2023/2024
Fachbereich:
41 - Kulturamt
Dezernentin / Dezernent:
Beigeordnete Miriam Koch
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität
Ausschuss für öffentliche
Einrichtungen, Stadtökologie,
Abfallmanagement und
Bevölkerungsschutz
15.09.2025 Kenntnisnahme
Schulausschuss 16.09.2025 Kenntnisnahme
Ordnungs- und
Verkehrsausschuss
17.09.2025 Kenntnisnahme
Ausschuss für Planung und
Stadtentwicklung
24.09.2025 Kenntnisnahme
Rat 09.10.2025 Kenntnisnahme
Kulturausschuss 27.11.2025 Kenntnisnahme
Sachdarstellung:
1. Kurzdarstellung:
Gemäß § 4 (3) der Richtlinie der Landeshauptstadt Düsseldorf für Kunst im
öffentlichen Raum, hat die Kunstkommission dem Rat der Landeshauptstadt
Düsseldorf und den zuständigen Fachausschüssen einmal jährlich über ihre Arbeit zu
berichten. Mit diesem Bericht kommt die Kunstkommission dieser Aufgabe für die
Periode Juni 2023 bis zum Ende der Amtszeit der zweiten Kunstkommission im
September 2024 nach.
Zukünftig ist ein ausführlicher Kommissionsbericht über die Aktivitäten der jeweiligen
Amtsperiode einer Kommission avisiert. Die Jahresberichte werden daher
entsprechend in vereinfachter Kurzform erstellt. Der aktuelle Kurzbericht ist als
Anlage 1 beigefügt.
2. Ausgangslage
Mit Beschluss vom 18. Mai 2017 hat der Rat die Richtlinie Kunst im öffentlichen
Raum beschlossen und die Kunstkommission erstmals einberufen. Am 01. Juli 2021
hat der Rat auf Basis einer Evaluation und der entsprechenden Empfehlung der
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Kunstkommission eine vollständig überarbeitete Richtlinie beschlossen
(KUA/024/2021/1).
Die Kunstkommission befasst sich seit ihrer Gründung mit einer stetig wachsenden
Anzahl von Projekten und Anfragen. Es wurde bereits eine Vielzahl dauerhafter und
auch temporärer Projekte realisiert. Weitere Projekte befinden sich aktuell im
Wettbewerbsverfahren oder sind in Vorbereitung bzw. in der Entwicklung. Der
Bericht ist in 5 Kategorien unterteilt. Dies sind:
1. Organisatorisches
2. Wettbewerbsverfahren und Projekte
3. Sonstige projektbezogene Tätigkeiten
4. Öffentlichkeitsarbeit
5. Finanzen
Unter Ziffer 2.1 des Berichts sind beispielsweise Wettbewerbe in Realisierung wie das
städtische Gymnasium Heinzelmannchenweg sowie auch temporäre Projekte wie das
offene Wettbewerbsformat stadt.raum.experimente und das kuratorische Format für
den Lantz´schen Park zu finden. Diverse laufende Verfahren und Projekte in
Vorbereitung bzw. der Entwicklung werden unter den Ziffern 2.2 und 2.3 dargestellt.
Weiter sind sonstige Projekte, Anfragen und Aufgaben unter Ziffer 3 wie
beispielsweise das Projekt missing link_ des Künstlers Mischa Kuball oder die
Fachtagung Perspektiven von Kunst im öffentlichen Raum, die im Oktober 2023
stattfand, erläutert.
Ein weiteres wichtiges Arbeits- und Aufgabenfeld der Kunstkommission ist die
Öffentlichkeitsarbeit. Die Arbeit für die Website, den Newsletter oder beispielsweise
auch die Social Media-Aktivitäten werden unter Ziffer 4 ausführlich beschrieben.
Den Abschluss bildet das Kapitel zu Finanzen, in dem der Finanzstatus aufgezeigt
wird.
3. Geplante Maßnahmen
Der nächste Jahresbericht ist Anfang 2026 für den Zeitraum IV. Quartal 2024 bis IV.
Quartal 2025 vorgesehen.
4. Finanzielle Auswirkungen
x Ja Nein
Das Budget der Kunstkommission ist im § 2 der Richtlinie der Landeshauptstadt
Düsseldorf für Kunst im öffentlichen Raum geregelt. Demnach steht der
Kunstkommission ein Jahresbudget in Höhe von 700.000 Euro zur Verfügung. Im
Zuge der pandemischen Auswirkungen und den Auswirkungen des Ukraine Krieges,
wurden die konsumtiven Mittel im Jahr 2023 von 233.000 Euro auf 190.000 Eu ro
konsolidiert. Details zum Stand der Finanzen sind dem Jahresbericht unter dem Ziffer
5 „Finanzen" zu entnehmen.
5. Weiteres Vorgehen
Den Bezirksvertretungen wird der Jahresbericht bis Ende 2025 zur Verfügung gestellt
und bei Bedarf entsprechend vorgestellt.
Anlagen:
Anlage 1 Jahresbericht Juni 2023 bis September 2024
Anlage 1 Jahresbericht Juni 2023 bis September 2024 als Text anzeigen
1
Anlage
Jahresbericht der Kunstkommission 2023/2024
In der aktualisierten Richtlinie Kunst im öffentlichen Raum vom 27. Mai 2021 ist
unter Paragraph 4 Abs. 3 festgelegt, dass die Kunstkommission dem Rat der
Landeshauptstadt Düsseldorf und den zuständigen Fachausschüssen einmal jährlich
über ihre Arbeit berichtet. Der hier vorliegende sechste Jahresbericht betrachtet den
Zeitraum von der zweiten Jahreshälfte 2023 bis zum Ende der Amtsperiode der
zweiten Kunstkommission im September 2024. Schwerpunkte innerhalb dieses
Zeitraums waren die Fortführung begonnene r Projekte, die Entwicklung neuer
künstlerischer Formate sowie die Wahl der dritten Kunstkommission. Dieser Bericht
wurde August 2025 fertiggestellt. Daher umfasst er auch den aktuellen Stand der
Dinge, der jeweils am Ende des Kapitels unter Anmerkung aufgeführt wird.
1 Organisatorisches
1.1 Aufstockung der Geschäftsstelle
Seit dem 15. August 2024 ist Julia Soyka als Verwaltungsfachkraft Teil der
Geschäftsstelle und unterstützt schwerpunktmäßig die Projektabwicklung sowie die
Öffentlichkeitsarbeit. Die kunstwissenschaftliche Unterstützung wird weiterhin durch
die externe Kunstwissenschaftlerin und Kuratorin Miriam Bettin wahrgenommen : Sie
hat auch in diesem Berichtszeitraum verstärkt kuratorische Aufgaben ausgeübt, die
in Zusammenhang mit den jährlich repetitiven Kunstprojekten Lantz'scher
Skulpturenpark und stadt.raum.experi mente standen. Die Besetzung der
dauerhaften kuratorischen Fachkraft ist avisiert .
1.2 Wahl der künstlerischen Mitglieder für die dritte
Kunstkommission
Im Frühjahr 2024 wählten die Künstler*innen der Landeshauptstadt Düsseldorf ihre
Fachmitglieder für die dritte Kommission. Alle wahlberechtigten Künstler*innen
waren vom 8. April bis 3. Mai 2024 aufgerufen, zu kandidieren und vom 6. Mai bis 7.
Juni 2024 online oder per Brief an der Wahl teilzunehmen. 16 Künstler*innen stellten
sich zur Wahl und nahmen am 16. Mai 2024 im Plenarsaal des Rathauses an der
Wahlveranstaltung teil - auch per Live-Stream.
403 Stimmen wurden abgegeben. Folgende Künstler*innen wurden von der
Künstler*innenschaft als Mitglie der für die Kommission gewählt: Anke Lohrer,
Claudia Mann und Nicola Schrudde. Als Vertretungen wurden gewählt: Liza
Dieckwisch, Florian Fausch, Laude yu Freyer, Christoph Görke, Evelyn Möcking und
Carl Friedrich Schröer. E rstmals wurde eine Reserveliste erstellt, um Ausfälle
auszugleichen. Die gewählten Künstler*innen wurden dem Rat zur Bestellung
vorgeschlagen. Zur Sicherung des Wissenstransfers und der Kontinuität wurde ferner
Wanda Koller von der scheidenden Kommission für eine weitere Amtszeit zur
Bestellung vorgeschlagen. Die Künstler Christoph Schäfer und Felix Schramm
wurden zur Sicherung einer qualitativen Bandbreite ebenfalls auf der Grundlage
eines Votums der scheidenden Kommission der Politik zur Bestellung vorgeschlagen.
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Anm.: Der Rat hat zwischenzeitlich alle vorgeschlagenen Künstler*innen bestellt
(KUA/115/2024).
2 Wettbewerbsverfahren und Projekte
2.1 Realisierungen
2.1.1 Luisen-Gymnasium
Beim Neubau am Ersatzstandort Völklinger Straße wurde die Kunstkommission
frühzeitig einbezogen. Die erste Kunstkommission hat für das Projekt das
Künstlerduo The Project Twins im Frühjahr 2021 beauftragt. The Project Twins stellte
ihre Grundidee - ein Blumenmotiv für den Eingangsbereich, das Vielfalt, Natur und
Spiel thematisiert - den Architekten, der Schulleitung sowie der Kunstkommission
vor. Die Kommission beschloss in ihrer Sitzung am 31. Januar 2023, diese Grundidee
weiterzuverfolgen. Die entsprechende Informationsvorlage wurde am 24. August
2023 dem Kulturausschuss vorgestellt. Ein Workshop mit der Schüler*innenschaft
fand am 28. August 2023 statt. Die Fachverwaltung, Projektbeteiligte und die
Künstler*innen sind im regelmäßigem Austausch. Die Realisierung ist für Oktober
2025 avisiert.
2.1.2 Technisches Berufskolleg Färberstraße
Das Franz -Jürgens-Berufskolleg hat mittlerweile eine neue Schulbezeichnung
erhalten: Technisches Berufskolleg Färberstraße. Der Kulturausschuss hatte in seiner
Sitzung im Mai 2019 auf Empfehlung der Kunstkommission die Durchführung eines
partizipatorischen Verfahrens unter Beteiligung der Schüler*innenschaft beschlossen.
In ihrer Sitzung am 31. Januar 2023 wählte die Jury den Entwurf von Catherina
Cramer zur Realisierung aus. Der Entwurf wurde mit der Klasse von
Systemplaner*innen für Versorgungs- und Ausrüstungstechnik (VAT) entwickelt.
Für die avisierte Realisierung bleibt zunächst die Besetzung der vakanten Stelle der
Schulleitung (voraussichtlich im Sommer 2025 ) abzuwarten. Mit ihr und dem Amt für
Schule und Bildung (Amt 40) ist dann das gewünschte Betriebskonzept
abzustimmen. Im Anschluss wird das Verfahren mit allen Beteiligten wieder
aufgenommen und die politische Beschlussfassung zu gegebener Zeit vorbereitet.
2.1.3 U81 - Neuer U-Bahnhof "Flughafen Terminal":
Fassadenkunst frequencies
Die Glasfassaden der unterirdischen Endhaltestelle der neuen U-Bahnlinie U81 unter
dem Abflugterminal des Düsseldorfer Flughafens erhalten eine künstlerische
Ausgestaltung. Den Zuschlag dazu erhielt Anna Vogel (siehe auch
Vorjahresberichte). Ihre Arbeit frequencies gestaltet den Nord- und Südkopf des U-
Bahnhofs, die so eine visuelle Einheit bilden.
Seit Sommer 2024 läuft nun planmäßig der Realisierungsprozess. Eine Glasbaufirma
wurde durch das Amt für Brücken-, Tunnel- und Stadtbahnbau (Amt 69) beauftragt.
Die Probemuster wurden überarbeitet. Die Bemusterung ist abgeschlossen und die
Glaselemente wurden bis August 2024 produziert. Der Einbau der ersten
Glasscheiben ist für Ende September 2025 geplant. Die Bemusterung des
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Fugenmaterials an den Säulen ist für Mitte 2025 avisiert.
2.1.4 Lantz'scher Skulpturenpark
Konzept 2023: on damp earths we wander - a journey of ten stories in the
sonic garden of Kermina Tariman von Lynhan Balatbat -Helbock
Die seit 2020 jährlich stattfindende Projektereihe Lantz'scher Skulpturenpark zeigte
vom 16. Juni bis 15. September 2023 das audiovisuelle Begegnungsprojekt on damp
earths we wander - a journey of ten stories in the sonic garden of Kermina Tariman
von der Kuratorin Lynhan Balatbat- Helbock. Das Projekt wurde durch eine Reihe
öffentlicher Programme begleitet und schloss mit einer Publikation ab.
Mithilfe verschiedener Kunstwerke wurden insgesamt zehn Geschichten erzählt. Die
Komposition der zehn Geschichten war nach der Verteilung der Kunstwerke
ausgerichtet, die im und um den Park herum angeordnet waren. Jedes Kapitel stand
in Verbindung mit der Symbolik einer Pflanze, eines Tieres oder einer räumlichen
Struktur. Gezeigt wurden Arbeiten von folgenden Künstler*innen: Theresah
Ankomah, Monai de Paula Antunes & Niko de Paula Lefort, Anne Duk Hee Jordan, Phil
Collins, Antoinette Yetunde Bintu Oni, Al Hassan Issah, Refuge Worldwide, Pedro
Oliveira, Farkhondeh Shahroudi und Barthélémy Toguo.
Konzept 2024: The Park as Lover von Katharina Klang
Der Lantz'sche Skulpturenpark 2024 fand in seiner fünften Ausgabe mit dem Titel
The Park as Lover unter der Kuratorin Katharina Klang statt. Die Eröffnung war am
9. Juni und die Finissage am 16. September 2024.
In dem von Klang konzipierten Ausstellungs-, Performance- und
Veranstaltungsprogramm begegnete der Lantz'sche Skulpturenpark den
Besucher*innen aus der Perspektive seiner nicht- menschlichen Bewohner*innen als
gleichwertiges Gegenüber: als Liebende*r. Gezeigt wurden Werke von Zuzanna
Czebatul, Poncili Creación, Richard Frater, Gerrit Frohne-Brinkmann, Keta Gavasheli,
Asli Hatipoğlu, Lilli Lake, Rosilene Luduvico & Takeshi Makishima, Hedda Roman, Lin
May Saeed, Annie Sprinkle & Beth Stephens sowie Katja Tönnissen.
Konzept 2025: Stephanie Seidel
Für das Jahr 2025 hat die Kunstkommission dem Kulturausschuss die Kuratorin
Stephanie Seidel vorgeschlagen. Der Kulturausschuss hat die entsprechende
Realisierung in seiner Sitzung am 13. Juni 2024 beschlossen.
Anm.: Die Veranstaltungseröffnung fand am 29. Juni 2025 mit großer Beteiligung der
Öffentlichkeit statt.
Zudem wird das Format durch die Kunstkommission Ende 2025 evaluiert. Dabei wird
sich die Kommission auch eine Meinung darüber bilden, ob die Projektreihe
Lantz'scher Skulpturenpark fortgeführt werden soll oder nicht. Diese Entscheidung
wird den politischen Gremien im Sommer 2025 vorgestellt , um gleichzeitig einen
entsprechenden politischen Beschluss zu empfehlen.
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2.1.5 Städtisches Gymnasium Heinzelmännchenweg
Die Landeshauptstadt Düsseldorf plant den Neubau des Städtischen Gymnasiums
Heinzelmännchenweg im Stadtteil Grafental. Der Kulturausschuss beschloss in seiner
Sitzung am 17. Februar 2022 auf Empfehlung der Kunstkommission die
Durchführung und Realisierung eines anonymen, einphasigen, geladenen
Wettbewerbs mit einer Realisierungssumme von maximal bis zu 126.000 Euro
(KUA/018/2022).
Aus den eingereichten Wettbewerbsbeiträgen hat die Kunstkommission in ihrer
Jurysitzung am 7. September 2022 die Arbeit Komposition für eine Schulklingel von
Suse Weber, Füttere alle deine Aliens der Künstlerin Liza Dieckwisch und die Arbeit
Du bist okay! von Jan Hoeft für die Realisierung empfohlen. Der Kulturausschuss ist
in seiner Sitzung am 3. November dieser Empfehlung gefolgt (KUA/133/2022). Die
Realisierung der Arbeiten ist für 2026 avisiert; die Künstler*innen werden im
Realisierungsprozess durch die Kunstkommission begleitet.
2.1.6 Joseph-Beuys-Gesamtschule
Die Joseph-Beuys-Gesamtschule in Wersten erhielt mehrere Neubauten . Der
Kulturausschuss ist in seiner Sitzung am 17. Februar 2022 (KUA/018/2022) der
Empfehlung der Kunstkommission zur Durchführung eines einphasigen, geladenen,
anonymen künstlerischen Wettbewerbs gefolgt. Aus den vier eingereichten
Entwürfen hat die Kunstkommission in ihrer Jurysitzung am 6. September 2022 die
Arbeit JANEE der Künstlerin Silke Wagner ausgewählt. Der Kulturausschuss hat in
seiner Sitzung am 25. Oktober 2022 den Beschluss zur Realisierung des Entwurfs
gefasst (KUA/132/2022).
Die Montage der Lichtinstallation JANEE fand in Abstimmung mit den weiteren
Bauarbeiten von Juli bis August 2024 statt. Die Übergabe des Kunstwerks an die
Joseph-Beuys-Gesamtschule er folgte am 29. August 2024 . Die Lichtinstallation über
dem Haupteingang der Joseph-Beuys-Gesamtschule bezieht sich auf eine
Performance von Joseph Beuys (Ja Ja Ja Nee Nee Nee). Mit dem Schriftzug, der in
verschiedenen Intervallen und zu unterschiedlichen Tageszeiten leuchtet, gelingt
Silke Wagner eine zeitgemäße Neuinterpretation der historischen Arbeit von Beuys.
Zugleich beabsichtigt die Künstlerin, mit JANEE Schüler*innen sowie Passant*innen
an die transformative Kraft von Irritationsmomenten, Widersprüchlichkeit und Kunst
zu erinnern.
2.1.7 RRX
Mit dem Projekt Rhein-Ruhr-Express (RRX) realisiert die Deutsche Bahn-AG (DB-AG)
eines der wichtigsten Eisenbahninfrastrukturprojekte in NRW von Dortmund über
Düsseldorf nach Köln. Der erforderliche Infrastrukturausbau ist gekennzeichnet
durch eine Vielzahl von Berührungspunkten mit unterschiedlichen
Stakeholder*innen.
Um diese städtebauliche und gestalterische Herausforderung zu lösen, lobte die
Verwaltung gemeinsam mit der DB einen interdisziplinären Gestaltungswettbewerb
aus. Dieser verfolgt das Ziel, ein nach den Planfeststellungsbeschlüssen zeitnah
realisierbares, sinnstiftendes, innovatives und finanzierbares Konzept zu entwickeln,
wie die Lärmschutzwand besser in das Stadtbild integriert werden kann. Damit
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verbunden ist die Vorstellung, dass dieses Konzept Akzeptanz in der
Stadtgesellschaft findet, für Nachhaltigkeit und Klimaneutralität steht sowie
überregionale Strahlkraft entwickelt.
Auf Empfehlung der Kunstkommission und vorbehaltlich der Finanzierungszusage der
DB-AG wurde ein interdisziplinärer, geladener, einphasiger Ideenwettbewerb zur
Gestaltung der Lärmschutzwände mit vorgeschaltetem Präqualifikationsverfahren mit
insgesamt 13 teilnehmenden Teams sowie einer Hochschule durchgeführt.
Die Jury kürte im Frühjahr 2023 keinen Entwurf zum Sieger bzw. zur Siegerin. Statt
dessen empfahl sie, mit der Preisgruppe (bestehend aus den folgenden drei
eingereichten Konzepten) weitere Verfahrensschritte zur Übertragung der Entwürfe
in ein realisierungsfähiges Gesamtkonzept abzustimmen. Die Teams einigten sich auf
die grundsätzliche Entwicklung eines Biodiversitätsbandes. Ausgewählt wurden
folgende drei Konzepte: FERALcatalyst, KON TAKT ZONE und LEHM - gefaltete Erde.
Die DB-AG lehnte eine Beteiligung bei der Realisierung der Entwurfsidee von Ute
Reeh (LEHM - gefaltete Erde) ab und forderte zunächst eine klare Kostenteilung für
die erforderlichen Konzeptbeauftragungen des Teams Ingo Vetter und des Teams
Ursula Damm. Diese beiden Teams wurden beauftragt, die Gestaltun gsideen in
realisierungsfähige Planungsvorschläge konkret weiterzuentwickeln und zu
übertragen. Der Austausch zwischen der Verwaltung, der DB-AG und den
Künstler*innen findet fortlaufend statt. Die Wellerlehmwand von Ute Reeh plant die
Verwaltung im Sinne eines Biodiversitätsbandes zu fördern. Ein städtisches
Forschungsprojekt ist entsprechend in Planung.
2.1.8 stadt.raum.experimente (s.r.e)
Die Projektreihe stadt.raum.experimente (s.r.e) findet seit 2022 jährlich statt. Im
Jahr 2023 wurden folgende Projekte realisiert: Das Virtual Reality-Programm
Manufacturing Antimonument des Vereins ANTIMONUMENT e.V., die
Langzeitperformances- Serie Private Property von Jota Ramos, die Performance- Serie
Cleaning Her von Martina Morger, das Planungsprojekt Platz der Pioniere von studio3
und das partizipative Projekt Perspective von Molly Joyce.
Im Rahmen einer Ausstellung mit Künstler*innengesprächen wurden die Arbeiten im
März 2024 im Privatkundencenter Berliner Allee der Stadtsparkasse Düsseldorf
präsentiert.
Für den Projektzeitraum 2024 wählte die Kunstkommission nach Durchführung eines
erneuten Open calls 7 Arbeiten aus 88 Bewerbungen aus : das Projekt Microbial
Cityscape von Funda Zeynep Aygüler, die performativen Spaziergänge mit
Schildkrötenroboter Flâneur von Fangchao Bi, die Tanzperformance
destination_paradise/next stop Düsseldorf von Daniela Georgieva, die ortsbezogenen
fotografischen Arbeiten unter dem Titel Membran von Alwin Lay, die audiovisuelle
Performance Dark night of the soul von Make Like a Tree & VJkET, das Forschungs-
und Performanceprojekt The Grand Tour von Rebecca J. Squires sowie die interaktive
Minigolf-Installation My Crazy Family Golf von Watts & Dad.
Die jährliche Repetition ist zunächst für die Jahre 2023 bis einschließlich 2025
geplant. Auf der Basis einer Evaluation soll auf Empfehlung der Kunstkommission in
der Politik über eine mögliche Fortführung entschieden werden.
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2.1.9 Thomas-Edison-Realschule
Der Kulturausschuss hat in seiner Sitzung am 25. August 2022 auf Empfehlung der
Kunstkommission die Durchführung eines einphasigen, gela
Auszug – das vollständige Dokument ist über den Original-Link verfügbar.