Ratssitzung · Sitzung beendet
Rat
Ratssitzung · Sitzung beendet
Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 28. November 2019
Die Sitzung in einer Minute
Die Sitzung reichte von langfristigen Klima- und Stadtentwicklungszielen bis zu unmittelbar finanzierten Verkehrsprojekten und einer Sportgroßveranstaltung. Politische Konflikte entzündeten sich vor allem an den konkreten Mitteln der Klimapolitik, der Aufteilung des Straßenraums und zusätzlichen städtischen Organisationsstrukturen.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
Änderungsantrag der Fraktionen von SPD, GRÜNEN und FDP zur Vorlage RAT/115/2019-1 "Konzept 2035 – Pfad zur Erreichung der Klimaneutralität"
Der Rat beschloss mehrheitlich den geänderten Pfad zur Klimaneutralität bis 2035. Vorgesehen waren unter anderem stärkere Förder- und Beratungsangebote, die Beschaffung von Ökostrom für städtische Gebäude sowie die energetische Sanierung von 20 besonders schlecht bewerteten Standorten.
Der Kompromiss von SPD, Grünen und FDP nahm unter anderem eine City-Maut und eine autofreie Innenstadt aus der Vorlage. SPD, Grüne, FDP und Tierschutz Freie Wähler stimmten zu; CDU, Republikaner und Linke dagegen, bei einer Enthaltung aus den Reihen von Tierschutz Freie Wähler.
Der Beschluss verband das Zieljahr 2035 mit konkreten Aufgaben für Gebäude, Beratung und Förderung. Zugleich zeigte die Debatte Grenzen des damaligen Bündniskompromisses bei möglichen Eingriffen in den Autoverkehr.
Vorlage RAT/181/2019 · Nachweis: TOP 41.2, PDF-Seite 80
Radwegeplanung Franklinbrücke/Rethelstraße - Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss -
Der Rat fasste den Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss für die Radwegeplanung an Franklinbrücke und Rethelstraße. Für das Vorhaben waren 1,5 Millionen Euro vorgesehen; die Verkehrsflächen für Fahrräder, Autos und Straßenbahn sollten neu geordnet werden.
Die CDU lehnte die Planung als verkehrlich nicht ausgewogen ab und verwies auf einen früheren Überarbeitungsauftrag. Linke, Grüne, SPD, FDP und Tierschutz Freie Wähler stimmten dafür; die CDU dagegen.
Die Maßnahme betraf eine wichtige Radverbindung zwischen Pempelfort und Flingern. Der Konflikt drehte sich um die Verteilung des begrenzten Straßenraums zwischen Radverkehr, öffentlichem Nahverkehr und Autos.
Vorlage OVA/025/2019 · Nachweis: TOP 29, PDF-Seite 65
Gründung einer städtischen Mobilitätsgesellschaft
Der Rat beschloss die Gründung einer städtischen Mobilitätsgesellschaft. Für sie waren nach Angaben in der Debatte 700.000 Euro im Haushalt vorgesehen; sie sollte ein emissionsarmes und effizientes Mobilitätsangebot bereitstellen und ausbauen.
Die CDU befürchtete parallele Strukturen zu Rheinbahn, Stadtwerken und Verkehrsmanagement sowie zusätzliche Konkurrenz um Fachkräfte. SPD, Grüne und FDP stimmten zu, CDU, Ratspirat und Republikaner dagegen; Linke und Tierschutz Freie Wähler enthielten sich.
Mit der Gesellschaft erhielt die kommunale Mobilitätspolitik eine weitere Organisation. Gerade dieses Nebeneinander bestehender und neuer Zuständigkeiten bildete den Kern des politischen Streits.
Vorlage RAT/112/2019 · Nachweis: TOP 35, PDF-Seite 74
Anfrage der FDP-Ratfraktion: Planungsstand Glasmacherviertel
Auf eine FDP-Anfrage teilte die Verwaltung mit, dass die grundsätzlichen Abstimmungen zum Masterplan für das Glasmacherviertel abgeschlossen gewesen seien. Erwartet wurden 1.700 Wohnungen; als nächster Schritt war die Öffentlichkeitsbeteiligung vorgesehen, einen Baubeginn nannte die Verwaltung nicht.
Die FDP fragte nach den Folgen des Eigentümerwechsels und einem Zeitplan. Die Verwaltung erläuterte das weitere Planverfahren, vermied aber eine Prognose zum Baustart; eine Abstimmung fand zu dieser Anfrage nicht statt.
Das Vorhaben hatte wegen seiner Größenordnung erhebliche Bedeutung für den Wohnungsbau in Gerresheim. Für Interessierte blieb jedoch offen, wann aus der Planung tatsächlich Bauarbeiten werden sollten.
Vorlage RAT/106/2019 · Nachweis: TOP 4.5, PDF-Seite 32
Tischtennis WM 2023
Der Rat stimmte der Vorlage zur Tischtennis-WM 2023 einstimmig zu. In der Debatte wurden 3 Millionen Euro städtische Auslagen genannt; die Verwaltung verwies bei der vorherigen WM auf eine Kostenteilung und damalige Lizenzkosten von rund 800.000 Euro.
Der Ratspirat fragte nach dem finanziellen Eigenanteil des Tischtennisverbands. Die Verwaltung konnte dessen verbleibenden Beitrag in der Sitzung nicht beziffern; Gegenstimmen oder Enthaltungen gab es nicht.
Die Zustimmung betraf eine Sportgroßveranstaltung mit einem millionenschweren kommunalen Aufwand. Zugleich blieb die genaue Lastenverteilung mit dem Verband in der Sitzung ungeklärt.
Vorlage RAT/147/2019 · Nachweis: TOP 13, PDF-Seite 52
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
Die Karte zeigt den Sitzungsort. Weitere konkrete Adressen wurden nicht zuverlässig extrahiert.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.
Verknüpfte Anträge, Anfragen und Verwaltungsvorlagen mit eigenständigen Detailseiten.