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OVA/145/2025
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Beschlussvorlage
Betrifft:
Moskauer Straße / Readinger Straße
- 2-streifiger Ausbau der Planstraße Oberbilk
Fachbereich :
66 - Amt für Verkehrsmanagement
Dezernentin / Dezernent:
Beigeordnete Cornelia Zuschke
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität
Bezirksvertretung 2 27.01.2026 Kenntnisnahme
Bezirksvertretung 3 27.01.2026 Kenntnisnahme
Ordnungs- und
Verkehrsausschuss
25.02.2026 Entscheidung
Beschlussdarstellung:
Der OVA beauftragt die Verwaltung, auf Grundlage der vorliegenden
Planung die Moskauer Straße / Readinger Straße ( „ Planstraße Oberbilk " )
zwischen der Kölner Straße und der Werdener Straße als zweistreifigen
Ausbau weiterzuführen und hierfür einen Bedarfsbeschluss vorzubereiten.
Sachdarstellung:
Veranlassung
Der Teilabschnitt der sogenannten „ Ortsumgehung Oberbilk " zwischen der
nördlichen Kölner Straße und Werdener Straße (B8) hat sich in den letzten Jahren
städtebaulich entwickelt. Ein Großteil der Hochbebauung ist zwischenzeitlich fertig
gestellt. Alle bereits umgesetzten und geplanten Vorhaben in diesem Bereich sind
verkehrlich vollständig erschlossen, einschließlich des für nach 2030 projektierten
technischen Verwaltungsgebäudes (TVG).
Für diesen Abschnitt war ursprünglich eine Planung für eine vierstreifige
„ Ortsumgehung " vorgesehen. Da es sich jedoch nicht um eine klassische
Ortsumgehung im Sinne einer klassischen Umfahrung eines Ortskerns handelt, wie
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sie für den ländlichen Raum konzipiert wird, soll das Projekt zukünftig unter der
korrekteren Bezeichnung „ Planstraße Oberbilk " geführt werden.
Vor dem Hintergrund der städtebaulichen Entwicklung und der unterschiedlichen
Anforderungen an den Verkehr gilt: Ein durchgehender vierstreifiger Ausbau bietet
keine effiziente Verkehrsstruktur, um die Belange aller Verkehrsträger angemessen
zu berücksichtigen. Ein zweistreifiger Ausbau ist ausreichend, um das erwartete
Verkehrsaufkommens zu bewältigen, sofern an den Knotenpunkten bei Bedarf
zusätzliche Fahrstreifen zur Kapazitätserweiterung vorgesehen werden. Die
dadurch nicht in Anspruch genommenen Flächen können zur Verbesserung des
Fuß- und Radverkehrs, zur Steigerung der Aufenthaltsqualität sowie für eine
klimagerechte Bepflanzung des Straßenraums genutzt werden.
Beschlusslage
Die Gesamtmaßnahme „ Planstraße Oberbilk / Werdener Straße" war ursprünglich
in 3 Abschnitte gegliedert:
1. Abschnitt: Kölner Straße (Nord) bis Karl-Geusen Straße (1. Ausbaustufe)
1. Teilbauabschnitt: Neubau zwischen Karl-Geusen-Straße und Werdener
Straße
2. Teilbauabschnitt: Ausbau Moskauer Straße (heute teilweise Readinger
Straße) zwischen Werdener Straße und Kölner Straße (Nord)
2. Abschnitt: Ausbau Knotenpunkt Werdener Straße / Planstraße Oberbilk
3. Abschnitt: Neue Verbindung zwischen der Ronsdorfer Straße und der
Siegburger Straße
Seit den 1980er-Jahren wird die Werdener Straße kontinuierlich im Rahmen der
Beschleunigungsmaßnahmen des öffentlichen Personennahverkehrs auf dem
Lastring (B8) als sogenannter 4. Bauabschnitt berücksichtigt.
Chronologie der Beschlüsse
2004: OVA beauftragt die Verwaltung mit der Planung der 1. Ausbaustufe
der Planstraße Oberbilk (Werdener Straße bis zur Karl-Geusen Straße -
1.Teilbauabschnitt ) .
2008: OVA beschließt die Planung für den 1. Teilbauabschnitt (Vorlage
66/11/2008).
2010: Bau der Planstraße Oberbilk wird im Rahmen der
Haushaltsplanberatungen zurückgestellt. Die laufenden Planungen sollten
jedoch sinnvoll abgeschlossen bzw. teilabgeschlossen werden.
2018: Der 2. Teilbauabschnitt (Ausbau und die Verlängerung der Moskauer
Straße / Readinger Straße bis zur Kölner Straße ) wird mit dem Beschluss
des Bebauungsplans für das Gelände des Internationalen Handelszentrums
(IHZ) planerisch gesichert.
Aktuelles Vorgehen
Derzeit liegt das Hauptaugenmerk aufgrund der städtebaulichen Entwicklungen
(Grand Central und Neubau TVG) auf dem 2. Teilbauabschnitt der 1. Ausbaustufe
(Kölner Straße bis Werdener Straße, inklusive Readinger Straße). Die weiteren
Abschnitte sollen im Anschluss weiterbearbeitet werden. Für diesen Abschnitt
wurde eine erste Machbarkeitsstudie erstellt, die die möglichen Ausbaustrategien
und deren Auswirkungen darstellt. Auf Basis der Studie soll im Rahmen der
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weiteren Planung geprüft werden, ob der Knotenpunkt Kölner Straße / Readinger
Straße als Kreisverkehr realisiert werden kann und die erwartete
Verkehrsbelastung auch bei einer möglichen Verlängerung der Planstraße Oberbilk
bewältigt.
Die weiteren Abschnitte werden nachfolgend sukzessiv von der Stadtmitte aus
nach Außen bearbeitet. Die genaue Aufteilung der Abschnitte, die Länge der
Planstraße Oberbilk und die Anbindung an das bestehende Straßennetz werden
dabei im Rahmen der weiteren Planung überprüft und unter Berücksichtigung
stadtverträglicher und nachhaltiger Gesichtspunkte weiterentwickelt.
Die weiteren Abschnitte südlich der Werdener Str. werden nachfolgend sukzessiv
von der Stadtmitte aus nach außen bearbeitet. Die genaue Aufteilung der
Abschnitte, die Länge der Planstraße Oberbilk und die Anbindung an das
bestehende Straßennetz werden dabei im Rahmen der weiteren Planung überprüft
und unter Berücksichtigung stadtverträglicher, klimaangepasster und nachhaltiger
Gesichtspunkte weiterentwickelt. Der Flächenbedarf für den Straßenquerschnitt
bleibt bei allen Ausbaustufen - vierstreifig ohne Rad- und Gehwege - wie bisher
geplant - oder zweistreifig - gleich, da freiwerdende Flächen bei einem
zweistreifigen Ausbau gezielt für straßenbegleitende Fuß- und Radverkehrsanlagen
sowie Begrünungsmaßnahmen genutzt werden können.
Geplante Maßnahme
Die Maßnahme umfasst den Ausbau einer ca. 700 m langen, durchgängig nunmehr
2-streifigen Fahrbahn zwischen der Kölner Straße und der Werdener Straße zur
Aufnahme des Durchgangsverkehrs. Begleitend wird nordöstlich dieser Fahrbahn
ein Zweirichtungsradweg angelegt. Die Fahrbahn erhält eine Breite von 7,0 m,
sodass auch ein künftig möglicher Buslinienverkehr sicher abgewickelt werden
kann.
Straßenraumgestaltung
Auf der Seite zum IHZ-Park (südwestlich der Fahrbahn) ist ein 2,0 m breiter
Parkstreifen mit Bäumen vorgesehen, ein 2,0 m breiter Radweg
(Einrichtungsverkehr) mit einem Sicherheitsstreifen von 0,75 m zum Parkstreifen
sowie ein 3,0 m breiter Gehweg.
In dem Abschnitt zwischen der Erkrather Straße und der Werdener Straße ist
nordöstlich der Fahrbahn ein 3,0 m breiter Park- und Lieferstreifen mit Bäumen
geplant. Diese Breite gewährleistet insbesondere die ungehinderte Vorfahrt der
anliegenden Hotels auch mit Reisebussen. Zur Sicherung des
Zweirichtungsradweges ist zwischen dem 4,0 m breitem Zweirichtungsradweg und
dem Parkstreifen ein 2,0 m breiter Ausstiegsbereich vorgesehen.
Zur fußläufigen Erschließung der östlichen Bebauung ist ein 3,0 m breiter Gehweg
vorgesehen. Dieser wird durch einen 4,75 m breiten Grünstreifen mit Baumbesatz
vom Zweirichtungsradweg abgetrennt.
In dem Abschnitt zwischen der Kölner Straße und der Erkrather Straße ist nördlich
der Fahrbahn ein 2,0 m breiter Parkstreifen mit einem anliegenden 1,0 m breiten
Ausstiegsbereich vorgesehen. Da hier kein Hotelverkehr erforderlich ist, reichen
diese Breiten aus. Die dadurch gewonnene Fläche wird für einen 3,0 m
Grünstreifen mit Bäumen genutzt. Daran schließen sich ein 4,0 m breiter
Zweirichtungsradweg sowie ein 3,0 m breiter Gehweg an, die wiederrum mit durch
einen 4,0 m breiten Grünstreifen mit Bäumen abgetrennt sind.
Durch die Anordnung der Grünstreifen und der Parkstände wird eine fast
durchgehende (unterbrochen nur im Bereich der Gebäudezufahrten) 3-reihige
Baumallee geschaffen.
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Verkehrliche Anbindung und Belastung
Die Anbindungen an das bestehende Straßennetz erfolgen an der Kölner Straße,
der Erkrather Straße und der Werdener Straße.
Die zu erwartende Verkehrsbelastung kann auf der geplanten 2-streifigen Fahrbahn
ohne Probleme abgewickelt werden. Auch im Fall einer Verlängerung bis zur Karl-
Geusen Straße (Abschnitt 2) wird die prognostizierte Verkehrsbelastung im
Wesentlichen aufgenommen werden können. Lediglich bei einem gestörten
Verkehrsablauf sind gelegentliche Stauungen zu erwarten.
Insgesamt soll die Planstraße Oberbilk nicht zu zusätzlichen motorisierten
Verkehren in diesem Gebiet sowie auf den Zufahrtsstraßen führen, sondern zu
einer Verkehrsberuhigung der Kölner Straße und der Erkrather Straße.
Die Knotenpunkte sind so dimensioniert, dass die Moskauer Straße / Readinger
Straße zunächst nur untergeordnet an das Hauptstraßennetz angebunden wird.
Dagegen werden die Knotenpunkte mit der Kölner Straße und Erkrather Straße als
Vollanschlüsse hergestellt. Diese werden entweder mit einer Lichtzeichenanlage
oder - im Fall des Knoten Kölner- / Readinger Straße (s.u.) - durch einen
Kreisverkehr geregelt.
Die Einmündung auf die Werdener Straße soll wie bereits heute vorläufig nur rechts
rein / rechts raus genutzt werden und erhält keine Lichtsignalregelung. Ein
Vollanschluss ist erst im Rahmen des Weiterbaus in Richtung Karl-Geusen Straße
vorgesehen (Abschnitt 2). In diesem Fall wäre auch eine erneute Überprüfung und
gegebenenfalls Anpassung des Knotenpunkts mit der Kölner Straße erforderlich.
Eine Alternative zum konventionellen Knotenpunkt ist der Ausbau der Kreuzung
Kölner Straße / Readinger Straße als Kreisverkehrsplatz. Die bauliche und
geometrische Machbarkeit wurde im Rahmen einer Machbarkeitsstudie
nachgewiesen. Für die erste Ausbaustufe zwischen der Kölner Straße und der
Werdener Straße ist die Leistungsfähigkeit gegeben. Für den Fall einer
Verlängerung bis zur Karl-Geusen Straße oder zur Markenstraße liegen noch keine
belastbaren Aussagen zur Leistungsfähigkeit vor.
Der Bau eines Kreisverkehrs wäre zwar aufwändiger als der eines konventionellen
Knotenpunktes, der nur einen untergeordneten Anschluss der Readinger Straße an
die Kölner Straße vorsieht, bietet jedoch den Vorteil, dass er bei Verlängerung der
Planstraße Oberbilk bis zur Karl-Geusen- oder Markenstraße - bei nachgewiesener
Leistungsfähigkeit - erhalten werden könnte, da er gegenüber sich ändernden
Verkehrsströmen weitestgehend flexibel ist.
Ein konventioneller Knotenpunkt müsste hingegen so umgebaut werden, dass die
nördliche Kölner Straße (Abschnitt zwischen Worringer Platz und Knoten)
bevorrechtigt in die Readinger Straße einmündet. Nur so könnten die
Verkehrsströme über die Readinger Straße und weiter über die Moskauer Straße
bis hin zur Karl-Geusen- bzw. Markenstraße geleitet werden.
Grundsätzlich empfiehlt die Verwaltung daher, den Ausbau des Knotens Kölner- /
Readinger Straße zu einem Kreisverkehrsplatz zu prüfen. Nur wenn nachgewiesen
wird, dass dieser die zukünftigen Verkehre bei der Durchbindung bis zur Karl-
Geusen-Straße nicht mehr aufnehmen kann, sollte die Variante eines
konventionellen Knotens weiterverfolgt werden.
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Anlagen:
Anlage 1 - Machbarkeitsstudie mit Zweirichtungsradweg und T-Einmündung Kölner
Straße
Anlage 2 - Machbarkeitsstudie mit Zweirichtungsradweg und Kreisverkehrsplatz