Ratssitzung · Sitzung beendet
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Ratssitzung · Sitzung beendet
Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 8. September 2022
Die Sitzung in einer Minute
Die Sitzung setzte finanzielle Schwerpunkte bei Verkehrs-, Schul- und Betreuungsinfrastruktur und bereitete zugleich eine weitreichende kulturpolitische Standortentscheidung vor. Während die großen Bauausgaben weitgehend ohne Kontroverse beschlossen wurden, führten die Opernplanung und der Umgang mit dem Vallourec-Gelände zu politischen Auseinandersetzungen.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
Erneuerung der DB Eisenbahnüberführungen Rosmarinstraße und Ronsdorfer Straße -Finanzierungsbeschluss-
Der Rat beschloss einstimmig, 19,2 Millionen Euro für die zwingende Erneuerung der DB-Eisenbahnüberführungen an Rosmarinstraße und Ronsdorfer Straße bereitzustellen. Als Vorsorge für die geplante Ortsumgehung Flingern wurde der vorgesehene Straßenquerschnitt am Brückenbauwerk von vier Spuren und 22,50 Metern auf zwei Spuren und 19 Meter reduziert.
Der Beschluss fiel einstimmig und ohne Debatte.
Die Entscheidung verband eine notwendige Erneuerung der Bahnbrücken mit langfristigen Vorgaben für die Ortsumgehung Flingern. Zugleich wurde deren Dimension am Bauwerk verkleinert.
Vorlage OVA/080/2022 · Nachweis: TOP 29, PDF-Seite 35
Beschlussvorlage Erweiterungsneubau (Mensa, Küche, Gymnastikhalle) u. Umbau Bestand (Lehrerzimmer, Umkleiden, Bistro) des Geschwister-Scholl-Gymnasiums/Redinghovenstraße 41 und der Hulda-Pankok-Gesamtschule/Brinckmannstraße 16
Der Rat beschloss einstimmig den Erweiterungsneubau und Umbauten für das Geschwister-Scholl-Gymnasium an der Redinghovenstraße und die Hulda-Pankok-Gesamtschule an der Brinckmannstraße. Für Mensa, Küche, Gymnastikhalle, Lehrerzimmer, Umkleiden und Bistro wurden 14,13 Millionen Euro sowie jährliche Nettofolgekosten von 1.318.785 Euro bewilligt; hinzu kam eine überplanmäßige Mittelbereitstellung von 1.204.546 Euro.
Eine Debatte fand nicht statt; der Rat stimmte einstimmig zu.
Das Vorhaben betraf den gemeinsamen Schulalltag an zwei Standorten und schuf zusätzliche Räume für Verpflegung, Bewegung und Personal. Neben den Baukosten band der Beschluss dauerhaft Haushaltsmittel für den Betrieb.
Vorlage SCHUA/040/2022 · Nachweis: TOP 39, PDF-Seite 42
Beschlussvorlage zur Herbeiführung eines Ausführungs- und Finanzierungsbeschlusses für das Projekt „Neubau Kita Ulenbergstraße"
Der Rat beschloss mehrheitlich Bau und Finanzierung der Kita Ulenbergstraße mit Gesamtkosten von 7,37 Millionen Euro einschließlich Ausstattung und Inventar. Für 2022 wurden außerplanmäßig 1,02 Millionen Euro bereitgestellt; außerdem wurden 11,04 zusätzliche unbefristete Vollzeitstellen und eine Erhöhung des Personalkostenbudgets um 650.341 Euro beschlossen.
Es gab keine Debatte. Die AfD stimmte mit zwei Stimmen gegen die Vorlage; die übrigen abgegebenen Stimmen führten zum Mehrheitsbeschluss.
Der Rat finanzierte nicht nur das Gebäude, sondern auch die dauerhafte personelle Ausstattung der Einrichtung. Damit umfasste die Entscheidung sowohl die Investition als auch den späteren Betrieb.
Vorlage JHA/059/2022 · Nachweis: TOP 21, PDF-Seite 33
Deutsche Oper am Rhein - Opernhaus der Zukunft
Der Rat beauftragte mehrheitlich einen städtebaulichen Ideenwettbewerb für die Standorte Heinrich-Heine-Allee 16a und Am Wehrhahn 1 sowie die zweite Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung zum Konzept „Mehr als Oper“. Für 2022 wurden zusätzlich 405.000 Euro bereitgestellt, für 2023 sollten 1.255.000 Euro angemeldet werden; außerdem wurde ein Projektbeirat eingerichtet.
Bündnis 90/Die Grünen verlangte, die erweiterten Nutzungsmöglichkeiten und den Schutz des denkmalgeschützten Hofgartens im Verfahren deutlich zu berücksichtigen. Die CDU verwies auf den Zustand des damaligen Opernhauses, die Begrenzung des Flächenbedarfs am Hofgarten sowie finanzielle und räumliche Zurückhaltung; der Beschluss fiel mehrheitlich.
Der Rat traf noch keine Standort- oder Bauentscheidung, legte aber das Verfahren für den Vergleich der beiden verbliebenen Flächen fest. Öffentlichkeitsbeteiligung und Projektbeirat sollten die inhaltlichen Anforderungen begleiten.
Vorlage KUA/0104/2022 · Nachweis: TOP 26, PDF-Seite 49
Antrag der SPD-Ratsfraktion: Industriestandort Rath sichern - Vallourec-Gelände ist und bleibt Industriestandort
Der Rat lehnte den SPD-Antrag mehrheitlich ab, das Vallourec-Gelände in Rath erneut als Industriestandort festzulegen. In der Beratung wurde auf das bestehende Gewerbe- und Industriekernzonenkonzept sowie das bereits beschlossene besondere Vorkaufsrecht verwiesen.
SPD, Die Linke, FDP, Die Partei-Klima-Fraktion, AfD und Ratsgruppe Tierschutz/Freie Wähler unterstützten den Antrag. CDU, Bündnis 90/Die Grünen und der Oberbürgermeister stimmten dagegen; sie hielten einen erneuten Beschluss wegen der bestehenden Beschlusslage für entbehrlich.
Die Auseinandersetzung betraf die industrielle Nachnutzung einer großen Fläche und den Umgang mit einem möglichen Verkauf. Der Rat ergänzte seine bestehenden Instrumente jedoch nicht um die von der SPD beantragte erneute Erklärung.
Vorlage RAT/323/2022 · Nachweis: TOP 48.4, PDF-Seite 94
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
Genauer Standort nicht zugeordnet. Die Karte dient nur der Orientierung; es werden keine Ersatzpunkte angezeigt.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.
Verknüpfte Anträge, Anfragen und Verwaltungsvorlagen mit eigenständigen Detailseiten.