Ratssitzung · Sitzung beendet
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Ratssitzung · Sitzung beendet
Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 15. Juni 2023
Die Sitzung in einer Minute
Die Sitzung reichte von unmittelbar finanzierten Bildungsangeboten bis zu langfristigen Kultur- und Stadtentwicklungsplanungen. Während die Schul- und VHS-Ausgaben breite Zustimmung fanden, wurden der Opernstandort und die neue Beherbergungssteuer politisch kontrovers beraten.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
Erhöhung der Zügigkeit der Thomas-Schule, Blumenthalstraße 11, um einen Zug zu einer dreizügigen Grundschule
Der Rat beschloss einstimmig, die Thomas-Schule an der Blumenthalstraße für 23,08 Millionen Euro auszubauen und ab dem Schuljahr 2026/2027 von zwei auf drei Züge zu erweitern. Hinzu kamen jährliche Nettofolgekosten von 1.390.474 Euro; der erforderliche Stellenbedarf sollte in das Stellenplanverfahren 2026 aufgenommen werden.
Eine Debatte fand nicht statt. Der Beschluss fiel einstimmig ohne Gegenstimmen und Enthaltungen.
Der Rat finanzierte damit zusätzliche Grundschulkapazitäten an einem konkreten Standort und legte zugleich den vorgesehenen Zeitpunkt der Erweiterung fest.
Vorlage SCHUA/114/2022 · Nachweis: TOP 38, PDF-Seite 38
Anfrage der FDP-Ratsfraktion: Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabegesetz
Die Verwaltung berichtete auf eine FDP-Anfrage, dass 2022 insgesamt 16,07 Millionen Euro für Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket ausgegeben worden waren. Bis zum 31. Mai 2023 waren es rund 7,28 Millionen Euro; einen neuen Beschluss fasste der Rat dazu nicht.
Eine politische Kontroverse war nicht dokumentiert. Auf eine FDP-Nachfrage nach mehr Digitalisierung verwies die Verwaltung auf den bereits eingesetzten Globalantrag und erklärte, weitere digitale und werbliche Möglichkeiten prüfen zu wollen.
Das berichtete Ausgabevolumen zeigte die Größenordnung konkreter Hilfen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, etwa für Schulbedarf, Mittagessen, Lernförderung und gemeinschaftliche Aktivitäten.
Vorlage RAT/227/2023 · Nachweis: TOP 4.2, PDF-Seite 15
Ergänzungsantrag der FDP-Ratsfraktion zur Vorlage KUA/041/2023
Der Rat beschloss die Heinrich-Heine-Allee als Standort des Opernneubaus und beauftragte die Verwaltung mit der Vorbereitung eines Wettbewerbs, einer Machbarkeitsstudie für eine Interimsspielstätte und weiteren Planungsschritten. Er stellte 2,84 Millionen Euro überplanmäßig sowie weitere 1,31 Millionen Euro für 2024 bereit; ein Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss war damit noch nicht gefasst.
Die Debatte behandelte die Standortentscheidung als grundsätzliche Weichenstellung für den Neubau, obwohl formal noch kein Baubeschluss vorlag. Der FDP-Ergänzungsantrag wurde mehrheitlich abgelehnt.
Die Entscheidung band die weitere Planung an einen Innenstadtstandort und löste konkrete Wettbewerbs- und Interimsplanungen aus. Die endgültige Ausführungs- und Finanzierungsentscheidung war in der Debatte erst für 2027/2028 vorgesehen.
Vorlage RAT/271/2023 · Nachweis: TOP 10.5, PDF-Seite 40
Beschlussvorlage zur Herbeiführung eines Ausführungs- und Finanzierungsbeschlusses für die Zusammenführung der Volkshochschule in der Yorckstr. 19-21
Der Rat beschloss einstimmig 8.501.722 Euro für die betriebliche Ausstattung der zusammengeführten Volkshochschule an der Yorckstraße 19–21. Vorgesehen waren außerdem jährliche Nettofolgekosten von 2.151.977 Euro; in der Debatte wurden moderne Seminartechnik und eine Tagespflege für 18 Kinder als Bestandteile genannt.
Die Fraktionen begrüßten das Vorhaben in der Debatte; eine substanzielle Kontroverse war nicht dokumentiert. Der Beschluss fiel einstimmig ohne Enthaltungen und Gegenstimmen.
Die Entscheidung betraf den zentralen Weiterbildungsstandort der Stadt. In der Debatte wurde die Reichweite der VHS mit jährlich 400.000 Besuchen beschrieben.
Vorlage SCHUA/001/2023/2 · Nachweis: TOP 34, PDF-Seite 79
Änderungsantrag der Ratsfraktionen von CDU und BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN zur Vorlage HFA/014/2023
Der Rat beschloss eine Beherbergungssteuer von 3 Euro je Übernachtung, begrenzt auf 21 Tage im selben Betrieb. Minderjährige sowie Klassen-, Schul-, Berufskolleg- und Jugendfahrten einschließlich ihrer Begleitpersonen wurden ausgenommen; nach zwei Jahren sollte die Satzung evaluiert werden.
In der Debatte standen unterschiedliche Steuersätze und soziale Ausnahmen zur Diskussion: CDU und Grüne schlugen 3 Euro vor, die SPD 2,50 Euro und zusätzliche Ausnahmen für Bildungsfahrten. Die geänderte Satzung erhielt die Mehrheit von SPD, Grünen, dem Oberbürgermeister und der CDU ohne Ratsherrn Saitta; die Linke enthielt sich, während Die PARTEI-Klima-Fraktion, FDP, Tierschutz/Freie Wähler und AfD dagegen stimmten.
Mit der Satzung führte der Rat eine neue Abgabe für Übernachtungen ein und begrenzte zugleich durch Ausnahmen und Höchstdauer, wer wie lange belastet werden sollte.
Vorlage RAT/272/2023 · Nachweis: TOP 39.4, PDF-Seite 83
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
Genauer Standort nicht zugeordnet. Die Karte dient nur der Orientierung; es werden keine Ersatzpunkte angezeigt.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.
Verknüpfte Anträge, Anfragen und Verwaltungsvorlagen mit eigenständigen Detailseiten.