Ratssitzung · Sitzung beendet
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Ratssitzung · Sitzung beendet
Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 21. März 2024
Die Sitzung in einer Minute
Der Rat verband konkrete Ausgaben für Bildungs- und Verkehrsinfrastruktur mit Prüf- und Versuchsaufträgen in der Wohnungs- und Verkehrspolitik. Politische Konflikte zeigten sich vor allem bei den Bedingungen einer Wohnraumförderung, beim Vorgehen zu Schulstraßen und bei der Neubewertung historischer Ehrungen.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
Beschlussvorlage zur Herbeiführung eines Ausführungs- und Finanzierungsbeschlusses für die Personal- und Inventarkosten des Projektes "Neubau Schloß-Gymnasium Benrath und Realschule Benrath an der Benrodestraße/Marbacher Straße"
Der Rat beschloss für den Neubau des Schloß-Gymnasiums Benrath und der Realschule Benrath an der Benrodestraße/Marbacher Straße Ausstattung und Inventar für 5.387.714 Euro brutto. Hinzu kamen jährliche Nettofolgekosten von 538.499 Euro, eine überplanmäßige Mittelbereitstellung von 3.055.269 Euro sowie die Ermächtigung, erforderliches Personal bereitzustellen und zusätzlich zu finanzieren.
Der Beschluss fiel ohne Debatte und ohne Gegenstimmen oder Enthaltungen.
Die Entscheidung regelte nicht nur die Erstausstattung der beiden Schulen, sondern auch dauerhaft anfallende Personal- und Folgekosten.
Vorlage SCHUA/008/2024 · Nachweis: TOP 21, PDF-Seite 34
Mobilitätsstationen im Förderprojekt Multi-Mo-DUS zur Förderung von Nahmobilität und Intermodalität im Alltag – Realisierungsphase 1
Der Rat beschloss die Ausführung und Finanzierung von sechs Mobilitätsstationen im Jahr 2024. Das erste Paket des geplanten Netzes von 18 Stationen in Pempelfort, Derendorf und Golzheim sollte 2.680.082 Euro brutto kosten, einschließlich aktivierbarer Eigenleistungen von 44.299 Euro.
Eine Debatte fand nicht statt. Die AfD stimmte dagegen, Ratsfrau Krüger enthielt sich; die übrigen Ratsmitglieder beschlossen die Vorlage mehrheitlich.
Das Paket betraf die Verknüpfung verschiedener Verkehrsangebote und leitete die Realisierung eines größeren Stationsnetzes in drei Stadtteilen ein.
Vorlage OVA/032/2024 · Nachweis: TOP 15, PDF-Seite 31
Änderungsantrag der SPD-Ratsfraktion zur Vorlage RAT/106/2024
Der Rat beauftragte die Verwaltung, mindestens zwei Straßen im Umfeld von Schulen noch 2024 zeitweise für den Kfz-Verkehr zu sperren und als Verkehrsversuche umzusetzen. Nach einer Eignungsprüfung sollten Schulleitungen und Schulpflegschaften beteiligt, dauerhafte Lösungen vorbereitet und feste Sperrelemente auf ihren Kosten-Nutzen-Aufwand geprüft werden.
Der Änderungsantrag der SPD wurde mit Stimmen von FDP, AfD, CDU und Grünen sowie Ratsherrn Lemmer abgelehnt. Der Antrag von CDU und Grünen erhielt anschließend eine Mehrheit gegen FDP und AfD; die SPD enthielt sich.
Die Entscheidung konnte den Verkehr unmittelbar vor ausgewählten Schulen verändern. Ob daraus dauerhafte Schulstraßen wurden, sollte erst nach Versuchen, Beteiligung und weiteren Verfahren entschieden werden.
Vorlage RAT/122/2024 · Nachweis: TOP 22.9.2, PDF-Seite 69
Änderungsantrag der Ratsfraktion Die PARTEI-Klima-Fraktion zum Antrag RAT/035/2024 Ökologische Kriterien beim Wohnungsbau berücksichtigen
Der Rat beauftragte die Verwaltung, gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren der Wohnungswirtschaft ein städtisches Förderprogramm für bezahlbare Mietwohnungen zu prüfen. Die Ergebnisse sollten noch vor der Sommerpause der Wohnbaukommission, dem Wohnungsausschuss und dem Rat zur Beratung und gegebenenfalls zur Beschlussfassung vorgelegt werden.
Der zugrunde liegende Antrag von CDU und Grünen wurde mit Unterstützung der FDP gegen SPD, Linke, AfD und Die Partei-Klima-Fraktion angenommen. Der Änderungsantrag der Partei-Klima-Fraktion zu ökologischen Standards wurde gegen deren Stimmen abgelehnt; weitere Änderungsanträge fanden ebenfalls keine Mehrheit beziehungsweise erledigten sich.
Der Rat beschloss noch kein Förderprogramm und stellte keine Fördersumme bereit. Er gab aber ein kommunales Instrument für Mietwohnungen oberhalb der klassischen Sozialförderung in die konkrete Prüfung.
Nachweis: TOP 22.1.3, PDF-Seite 42
Umgang mit der historischen Person Franz Jürgens
Der Rat beschloss fünf Maßnahmen zum Umgang mit Franz Jürgens. Die Franz-Jürgens-Straße in Golzheim sollte in Else-Gores-Straße umbenannt werden; für die Umbenennung des Jürgensplatzes in Unterbilk sollte zunächst eine Bürgerbeteiligung stattfinden, bei der auch der Vorschlag Edith-Fürst-Platz vorgestellt werden sollte.
Ratsfrau Böcker von der CDU wandte sich gegen die Neubewertung und die Umbenennungen; Ratsherr Wiedon erklärte, sie habe dabei nicht für die CDU-Fraktion gesprochen. Der Rat beschloss die Vorlage mit zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung mehrheitlich.
Neben zwei Adressen betraf der Beschluss auch einen Gedenkraum, einen Gedenkstein und ein Ehrengrab. Damit veränderte der Rat mehrere Formen öffentlicher Erinnerung an dieselbe historische Person.
Vorlage KUA/043/2024/2 · Nachweis: TOP 14, PDF-Seite 39
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
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Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.
Verknüpfte Anträge, Anfragen und Verwaltungsvorlagen mit eigenständigen Detailseiten.