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Rat
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Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 2. Juni 2005
Die Sitzung in einer Minute
Die Sitzung reichte von einer konkreten Stadtteilinvestition über Bildungs- und Kulturangebote bis zu Regeln der direkten kommunalen Beteiligung. Konflikte gab es vor allem bei der Ausgestaltung der Museumspreise und der Satzung zu Bürgerbegehren; die integrative Lerngruppe fand dagegen einhellige Zustimmung.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
Umgestaltung Kamper Acker (Neufassung der Drucksache 66/057/05) - Bau- und Finanzierungsbeschluss -
Der Rat beschloss den Straßen- und Gleisumbau des Kamper Ackers zwischen Bonner Straße und Pfeillstraße mit Kosten von 2,384 Millionen Euro. Weitere Kosten von etwa 500.000 Euro für die Grünfläche nahm er zur Kenntnis; die Planung dafür lief noch. Weil Landesfördermittel in naher Zukunft nicht in Aussicht standen, sollte die Stadt die Finanzierung aus dem eigenen Haushalt sichern.
CDU und SPD begrüßten den Umbau und verwiesen auf die gewünschte Beteiligung der Bürgerinitiative sowie weiterer örtlicher Gruppen. Der Beschluss fiel gegen die Stimmen der Ratsmitglieder Kahl und Laubenburg.
Die Entscheidung betraf den Mittelpunkt von Holthausen und verband Verkehrsumbau und Platzgestaltung. Zugleich übernahm die Stadt die Finanzierung ohne absehbare Landesförderung.
Vorlage 66/057/05 · Nachweis: TOP 15, PDF-Seite 61
Eintrittspreisfestsetzung für die städtischen Museen
Der Rat setzte zum 1. Juli 2005 neue Eintrittspreise fest: Beim Aquazoo stieg der Erwachsenenpreis beispielsweise von 5,50 auf 6 Euro, beim Heinrich-Heine-Institut von 2 auf 3 Euro. Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr sowie weitere festgelegte Gruppen erhielten freien Eintritt; die bisherigen Familienkarten entfielen, während Inhaber der Düsseldorfer Familienkarte 20 Prozent Nachlass bekamen.
Die Grünen beantragten unter anderem, Sonderpreise und Ausnahmen dem Kulturausschuss statt der Verwaltung zuzuweisen und Eröffnungen unabhängig von Drittmitteln kostenfrei zu halten. Die SPD kritisierte die Vorlage im Zusammenhang mit dem zuvor beschlossenen freien Eintritt für Minderjährige. Die Verwaltungsvorlage wurde gegen die Stimmen von Kahl, Laubenburg und Reichert bei zwei Enthaltungen der Grünen beschlossen.
Die Regelung veränderte die unmittelbaren Kosten eines Museumsbesuchs und legte zugleich fest, welche Gruppen ohne Eintritt Zugang erhielten. Politisch umstritten war außerdem, wer über Sonderfälle entscheiden sollte.
Vorlage 41/049/05 · Nachweis: TOP 12, PDF-Seite 57
Gemeinsamer Unterricht von behinderten und nicht behinderten Schülerinnen und Schülern in der Sekundarstufe I - zieldifferent
Der Rat beschloss zum Schuljahr 2005/2006 die Einrichtung einer integrativen Lerngruppe an der katholischen Hauptschule St.-Benedikt-Schule an der Charlottenstraße. Dort sollten behinderte und nicht behinderte Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I gemeinsam unterrichtet werden.
Es gab keine Aussprache. Der Rat stimmte ohne Gegenstimme und ohne Enthaltung zu.
Damit wurde an einer konkreten Düsseldorfer Schule ein zusätzliches gemeinsames Unterrichtsangebot eingerichtet. Die Entscheidung hatte direkte Folgen für die dort aufgenommenen Schülerinnen und Schüler.
Vorlage 40/048/05 · Nachweis: TOP 11, PDF-Seite 33
Satzung der Landeshauptstadt Düsseldorf über die Durchführung von Bürgerbegehren und Bürgerentscheiden
Der Rat beschloss mehrheitlich eine städtische Satzung über die Durchführung von Bürgerbegehren und Bürgerentscheiden. Grundlage war die Verordnung zur Durchführung eines Bürgerentscheides vom 1. Oktober 2004.
SPD und Grüne wollten unter anderem die Vorprüfung auf formale Fragen beschränken, den Vollzug angegriffener Ratsbeschlüsse grundsätzlich aussetzen, zentrale Abstimmungslokale sichern und Abstimmungsbriefe portofrei machen. CDU, FDP, Ratsherr Reichert und der Oberbürgermeister lehnten diesen Änderungsantrag ab; die Verwaltungsvorlage wurde anschließend beschlossen, Ratsherr Laubenburg enthielt sich.
Die Satzung bestimmte das Verfahren für direkte kommunale Entscheidungen. Die Debatte zeigte einen Konflikt darüber, wie zugänglich das Verfahren sein und wie stark ein laufendes Bürgerbegehren Ratsbeschlüsse bremsen sollte.
Vorlage 01/142/05 · Nachweis: TOP 16, PDF-Seite 62
Jahresabschluss 2004 der Stadtsparkasse Düsseldorf - Entlastung der Sparkassenorgane -
Der Rat nahm den Jahresabschluss 2004 der Stadtsparkasse Düsseldorf zur Kenntnis und entlastete Verwaltungsrat, Kreditausschuss und Vorstand. Nach den vorgelegten Angaben stieg die Bilanzsumme um 1,1 Prozent auf 11,3 Milliarden Euro; der Bilanzgewinn betrug 40 Millionen Euro nach 20 Millionen Euro im Vorjahr.
Nach dem Bericht gab es keine weitere Aussprache. Bei den getrennten Entlastungsentscheidungen gab es keine Gegenstimmen; Kahl, Laubenburg und Krüger enthielten sich jeweils, wobei Mitglieder von Verwaltungsrat und Kreditausschuss an der Abstimmung über diese Gremien nicht teilnehmen durften.
Die Zahlen beschrieben die Größenordnung und wirtschaftliche Lage des kommunalen Kreditinstituts. Mit der Entlastung bewertete der Rat zugleich die Arbeit seiner Organe für das Geschäftsjahr 2004.
Vorlage 01/159/05 · Nachweis: TOP 10, PDF-Seite 32
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
1 zuverlässig zugeordnete Punktpositionen. Sitzungsort und Orte der beratenen Vorlagen sind getrennt bezeichnet.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.
Verknüpfte Anträge, Anfragen und Verwaltungsvorlagen mit eigenständigen Detailseiten.