Ratssitzung · Sitzung beendet
Rat
Ratssitzung · Sitzung beendet
Historische Ratsnachlese
Ratssitzung vom 6. Februar 2025
Die Sitzung in einer Minute
Die Beschlüsse reichten von zweistelligen Millioneninvestitionen bis zu unmittelbar wirksamen Regeln für Wohnen, Kinderbetreuung und Sozialleistungen. Während die Infrastruktur- und Finanzentscheidungen weitgehend ohne politischen Streit fielen, zeigte die Abstimmung zur Bezahlkarte eine klare Trennlinie im Rat.
Nachrichtenwert statt Reihenfolge der Tagesordnung
Beschlussvorlage zur Herbeiführung eines Ausführungs- und Finanzierungsbeschlusses für die Baureifmachung einer städtischen Fläche im Bereich „Nach den Mauresköthen“
Der Rat beschloss einstimmig die Ausführung und Finanzierung der Baureifmachung einer städtischen Fläche im Bereich „Nach den Mauresköthen“ für insgesamt 23 Millionen Euro brutto. Eine Million Euro sollte 2025 überplanmäßig bereitgestellt werden; die übrigen 22 Millionen Euro sollten nach einem positiven Beschluss zum Haushalt 2026 und den Folgejahren aufgenommen werden.
Eine inhaltliche Debatte gab es nicht. Nach der Klarstellung, dass sich die überplanmäßige Bereitstellung auf eine Million Euro bezog, fiel der Beschluss einstimmig.
Der Rat band damit erhebliche Haushaltsmittel an die Vorbereitung einer städtischen Fläche. Der größte Teil der Finanzierung blieb vom späteren Haushaltsbeschluss abhängig.
Vorlage AWIR/042/2024 · Nachweis: TOP 9, PDF-Seite 24
Änderungsbeschluss – Mehrkosten - Erneuerung der Beleuchtungsanlage des Rheinufertunnels
Der Rat stellte 2,28 Millionen Euro für Mehrkosten bei der Erneuerung der Beleuchtungsanlage des Rheinufertunnels bereit. Nach damaligem Stand stiegen die Gesamtkosten dadurch von 8,157 Millionen auf 10,437 Millionen Euro brutto; die zusätzlichen Ausgaben wurden aus gesamtstädtischen Mitteln gedeckt.
Die Partei-Klima-Fraktion fragte nach den Ursachen der Mehrkosten und nach einer möglichen Finanzierung aus dem Klimaetat. Die Verwaltung verwies auf das Ausschreibungsergebnis und die Preisentwicklung und erklärte, dass keine Mittel aus dem Klimaetat vorgesehen waren; beschlossen wurde ohne Gegenstimme bei Enthaltung der Linken.
Die Entscheidung sicherte die Finanzierung einer sicherheits- und altersbedingt begründeten Erneuerung. Zugleich erhöhte sie den gesamtstädtisch zu tragenden Aufwand deutlich.
Vorlage OVA/008/2025 · Nachweis: TOP 17, PDF-Seite 36
Antrag der Ratsfraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, SPD, DIE LINKE und Die PARTEI-Klima-Fraktion: Opt-Out-Regelung zur Bezahlkarte für Geflüchtete
Der Rat beschloss, die landesrechtliche Opt-out-Regelung zu nutzen und im Zuständigkeitsbereich der Stadt keine Bezahlkarte für Geflüchtete einzuführen. Die Verwaltung wurde beauftragt, die dafür notwendigen Schritte gegenüber dem Land Nordrhein-Westfalen einzuleiten.
Grüne, SPD, Linke und Die Partei-Klima-Fraktion begründeten ihren gemeinsamen Antrag mit Verwaltungsaufwand, bestehenden Bankkonten und möglichen Einschränkungen für die Betroffenen; in der Debatte nannte die SPD etwa 39 Personen mit Barauszahlungen. Der Antrag wurde mit 44 Ja-Stimmen gegen 37 Nein-Stimmen bei einer Enthaltung angenommen.
Düsseldorf entschied sich damit für eine kommunale Ausnahme von der vorgesehenen Einführung. Die Abstimmung dokumentierte einen der deutlichsten politischen Konflikte der Sitzung.
Vorlage RAT/019/2025 · Nachweis: TOP 23.2, PDF-Seite 50
Änderungsantrag der CDU-Ratsfraktion zur Vorlage APS/119/2024
Der Rat beschloss neue Konditionen für Wohn-Erbbaurechte: Nach entsprechendem Nachweis konnten Erbbauzinsen bei Exklusivverhandlungen auf bis zu 1,95 Prozent des Bodenwerts sinken. Für Einfamilienhäuser und Baugruppen galten in den ersten zehn Jahren 2,5 Prozent, für dauerhaft dort lebende Familien mit mindestens zwei minderjährigen Kindern 1,95 Prozent; bei Neubauten wurde die Laufzeit von 80 auf 99 Jahre angehoben.
Die CDU setzte sich dafür ein, den Familienvorteil bereits ab zwei statt ab drei minderjährigen Kindern zu gewähren. Bündnis 90/Die Grünen brachte in der Debatte zusätzlich einen Korridor von 10 bis 20 Prozent der Nettokaltmiete für den Anteil der Erbbauzinsen ins Gespräch; die vorliegende Regelung mit dem CDU-Änderungsantrag wurde einstimmig beschlossen.
Die Stadt veränderte damit zentrale Kosten-, Laufzeit- und Finanzierungskonditionen für Wohnen auf städtischem Grund. Besonders Familien mit mindestens zwei minderjährigen Kindern wurden in den ersten zehn Jahren berücksichtigt.
Vorlage RAT/033/2025 · Nachweis: TOP 8.2, PDF-Seite 30
Neufassung der Satzung über die Erhebung von Elternbeiträgen für die Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen, in Tagespflege und im Rahmen der Offenen Ganztagsschule im Primarbereich
Der Rat beschloss eine Neufassung der Satzung über Elternbeiträge für Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflege und die Offene Ganztagsschule im Primarbereich. Dabei wurden die Beitragssätze der Tagespflege an diejenigen der Kindertageseinrichtungen angepasst.
Eine Debatte wurde nicht geführt. Der Beschluss fiel ohne Gegenstimmen bei drei Enthaltungen.
Die Entscheidung vereinheitlichte die Beitragsregeln für zwei Formen der Kinderbetreuung. Sie betraf damit unmittelbar die finanzielle Behandlung der jeweiligen Betreuungsangebote.
Vorlage JHA/001/2025 · Nachweis: TOP 15, PDF-Seite 27
Amtliche Quellen
Niederschrift, Einladung und weitere Unterlagen der Stadt.
Orte der Sitzung
Genauer Standort nicht zugeordnet. Die Karte dient nur der Orientierung; es werden keine Ersatzpunkte angezeigt.
Kartendaten: OpenStreetMap · Adressen aus den strukturierten Ortsdaten der Sitzung und ihrer Vorlagen.
Alle öffentlichen Tagesordnungspunkte in amtlicher Reihenfolge – einschließlich Ergebnis, Vorlage und verfügbarer Anlagen.
Verknüpfte Anträge, Anfragen und Verwaltungsvorlagen mit eigenständigen Detailseiten.